Hikuai bis Rotorua

120KM BIS TAURANGA?!
Tag 67 (18.12.2016)

Wir schaffen es nicht früh aufzubrechen, weil wir eigentlich gar nicht weiter wollen. Stattdessen machen wir nochmal ein großes Frühstück mit Kaiserschmarn.

Schließlich verabschieden wir uns schweren Herzens.

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Es geht mal wieder über jede Menge Hügel. Warum sehen die auf der Karte nur immer sooooo viel kleiner aus? Heute haben wir uns eine extrem lange Strecke vorgenommen. 120km bis Tauranga. Da wird’s vermutlich spät werden.

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Mit Hörspiel, das wir über unsere JBL-Box laufen lassen, fährt es sich zum Glück recht leicht bergauf. So radeln wir munter weiter und weiter.

Gegen 6Uhr erreichen wir Waihi, hier ist gerade mal Halbzeit. Wir essen mit Blick in den Grater der Goldmine zu abend.

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Danach gehen wir einkaufen. Als wir aus dem Laden kommen, halten wir noch einmal an der Straße und ich schaue auf die Karte. Ein Mann kommt angeradelt, hält bei Dario an und beginnt mit ihm zu reden. Er sieht nett aus. Woher wir kommen und wohin wir fahren, möchte er wissen. „Das willst du gar nicht wissen“ sagen wir grinsend auf Englisch. „Heute noch nach Tauranga, wir sind total bescheuert“.

Das findet er auch ganz schön weit und dann… lädt er uns zu sich nach Hause ein, wir sollen doch bei ihm übernachten. Wir schauen uns an, lauschen den Argumenten unserer schmerzenden Beine, schauen auf die sinkende Sonne und nicken.

Fünf Minuten später stellt er uns seiner supernetten, rundlichen Frau vor. Wir bekommen ein eigenes Schlafzimmer, mit WC nebenan. Die beiden entschuldigen sich für ihre Unordnung und dass es nicht so arg sauber ist. Beides stimmt, stört uns aber überhaupt nicht.

Wir rufen noch kurz bei unserem Host in Tauranga an, um ihm zu sagen, dass wir heute doch noch nicht kommen und er sagt das sei kein Problem und wir können auch morgen noch kommen.

Da wir schon gegessen haben, beginnen wir im Garten zu jonglieren und die beiden setzen sich dazu. Sie sind total begeistert und wir albern herum. Besonders die Stechpalme hinter mir sorgt jedes Mal für ängstliche Rufe und dann Belustigung, wenn sie mich mal wieder nur fast aufspießt.

Kurze Zeit später taucht noch ein Bekannter auf, dem sie ein Video von uns geschickt haben und möchte auch zuschauen. Wir haben natürlich nichts dagegen.

Viel später gehen wir schlafen und die beiden geben uns noch die Nummer einer Verwandten, die auch auf unserem Weg wohnt. Die ganze Familie sei so, sie nähmen gerne Fremde bei sich auf. Wir sollen uns unbedingt melden, wenn wir dort vorbei kommen.

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60KM BIS TAURANGA
Tag 68 (19.12.2016)

Ausgeruht bringen wir die Strecke bis Tauranga gemütlich hinter uns. Unterwegs kommen wir passend zur Vorweihnachtszeit durch Bethlehem. Ja, ich dachte auch das liegt wo anders. Aber hier in Neuseeland gibt’s eben alles und Bethlehem ist ein Vorort von Tauranga.

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Vor Ort treffen wir unseren netten Host, der in einem hübschen sauberen Apartment nahe dem Strand wohnt. Unser Zimmer hat Hotelqualität und wieder haben wir sogar ein eigenes Bad.

Wir kochen für ihn, reden und gehen dann schlafen. Allerdings sind wir etwas traurig, dass wir nicht länger bleiben können und er nicht viel Zeit hat, denn er hat ein Boot und Surft. Sogar mit Kite, was wir unbedingt lernen wollen.

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DAS HÄRTESTE KOMMT ZUM SCHLUSS
Tag 69 (20.12.2016)

Heute sind es gute 90km bis Whakatane. Aber es gibt angeblich keinen einzigen Hügel auf der Strecke. Sollte also machbar sein.

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Es sind allerdings doch noch ein paar Kilometer mehr, da wir mit den Rädern ja nicht auf die Autobahn dürfen. Wir trösten uns unterwegs mit Erdbeeren.

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Die Strecke wird immer schöner, bis wir schließlich wieder am Meer entlangfahren und es richtig traumhaft wird.

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Als wir endlich Whakatane erreichen, schauen wir auf die Karte und stellen fest, dass unser Host in Ohope wohnt. Und Ohope liegt auf der anderen Seite eines grooooßen Hügels.

Erst ächzen wir, dann schalten wir das Hörspiel an und wundern uns, wie flott wir das Hindernis passiert haben.

Unser Ziel liegt direkt an der Strandstraße, hat Pool und Whirlpool. Wir klingeln und zwei Mädels kommen heraus. Sie sagen nicht mal wer sie sind, nur dass Al (der Hausherr) nicht da sei und zeigen uns unser wunderschönes Zimmer. Das halbe Erdgeschoss ist eine Art Ferienwohnung. Drei Schlafzimmer, Bad und Wohnküche. Ein anderer Couchsurfer wohnt hier schon.

Während wir unser Gepäck reintragen kommen ständig junge Leute aus dem Haus oder gehen hinein, es läuft Partymusik und jemand fragt uns ob wir den Rest der Pizza wollen.

Da sagen wir nicht nein und schließlich kriegen wir auch ein paar Informationen über die Zusammengehörigkeiten. Eines der beiden Mädels ist die Tochter von Al, die über die Ferien aus Australien hierher zu Besuch gekommen ist. Sie hat nur eine Freundin da, während sein Sohn einen Kumpel und mehrere Mädels zu Besuch hat. Al selbst ist in der Stadt, vermutlich auch feiern.

Wir buchen noch unsere Tour zu White Island für den nächsten Tag. 219$ pro Person.

Als wir schon im Bett liegen, bekommen wir einen Anruf von unserer nächsten Gastfamilie. Sie sind die ersten, die wir über „Hot Showers“, einer Seite für Radfahrer gefunden haben. Er ist Neuseeländer, sie Deutsche und ihre beiden Kinder bilingual.

Bei ihnen wollen wir bis zum 24. Dezember bleiben, danach gehen wir wohl auf einen Campingplatz, denn jemanden für Weihnachten zu fragen, trauen wir uns nicht.

„Hallo, hier ist Pete. Wir wollten euch fragen ob ihr vielleicht etwas länger in Rotorua bleiben möchtet. Wir fahren am 25. in Urlaub und unser Haussitter hat abgesagt. Jetzt wollten wir euch fragen, ob ihr das machen könnt. Eine Woche Haus und Hühner hüten?“

Dario ist kurz sprachlos, dann sagt er, er müsse das erst mit mir besprechen und er rufe gleich zurück.

Wir grinsen uns an. Das ist eigentlich prima. In Rotorua kann man ziemlich viel machen. Und dann haben wir einen Platz für Weihnachten und Neujahr und vermeiden die heftigen Verkehrstage. Außerdem kriegen wir Hühner und Hühner bedeuten Eier und Eier bedeuten Spiegelei, Rührei, Pancakes, Brownies, … mjam!

Wir rufen zurück und sagen zu.

WHITE ISLAND – DER AKTIVE VULKAN IM MEER
Tag 70 (21.12.2016)

Gleich morgens überqueren wir wieder den Hügel nach Whakatane. Wir wollen auf keinen Fall zu spät zu unserer Tour kommen und frühstücken am Hafen Müsli im Wok.

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Bald darauf sitzen wir mit etlichen anderen Touristen auf einem Boot und fahren Richtung White Island. Die Insel ist vom Festland auf nicht zu sehen und es dauert eine ganze Weile, bis sie in Sicht kommt.

Zum Glück ist sie nicht das einzig interessante in diesem Ozean. Unterwegs begleiten uns Delphine und auch die Fahrt an sich geniessen wir.

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Als wir die Insel schliesslich entdecken, schwebt eine riesige Qualmwolke über ihr, die den Himmel verdunkelt.

Endlich tut sich vor uns die Bucht auf und mit einem Schlauchboot werden wir auf den Vulkan gebracht. Ausgerüstet mit Helmen und Gasmasken sehen wir ganz schön abenteuerlich aus.

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Überall brodelt, blubbert und dampft es. Es riecht nach Schwefel und tatsächlich sind auch überall gelbe Stellen am Boden. Wir dürfen ihn probieren – in kleinen Mengen gar nicht übel!

Vor allem der Hauptkrater ist ziemlich beeindruckend, hier ist auch der Ursprung der riesigen Wolke. Mit enormem Druck sucht sich der Dampf seinen Weg aus den Spalten.

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Die Guides erklären uns, dass es hier immer wieder kleine Ausbrüche gibt. White Island ist Neuseelands aktivster Vulkan.

Ganz schön interessant, aber wohnen wollte ich hier nicht. Tatsächlich haben das jedoch schon Menschen gemacht, um den Schwefel abzubauen. Es gibt jede Menge tragische Geschichten, von Verschwundenen und bei Ausbrüchen getöteten Arbeitern.

In der großen Touristengruppe und vor allem mit den jungen, grinsenden Guides fühlt sich hier zwar nichts wirklich gruselig oder tragisch an, dafür ist der Genussfaktor recht groß.

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Wir machen noch einige Letzte Fotos in den alten Gemäuern, dann kehren wir aufs Boot zurück. Vorher säubern wir noch unsere Schuhe, denn die Guides warnen uns vor der Säure, die alle Materialien hier angreift.

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Darios Rucksack leidet leider wirklich, denn den hatten wir samt Jonglierkeulen mitgenommen. Als wir versuchen die Asche abzuwaschen, frisst sich die Säure in das Textil und hinterlässt aufgerauhte Stellen.

Auf dem Heimweg über den Hügel stellt Dario fest, dass sein Reifen kaputt ist. Entweder sehr seltsam an etlichen Stellen aufgeplatzt, oder jemand hat in aufgeschnitten. Jedenfalls reicht es grade noch um nach Hause zu kommen.

Es ist schon nicht mehr ganz früh als wir ankommen. Wir lernen unseren Host kennen und er bietet uns an, uns am nächsten Morgen früh über den Hügel mitzunehmen, wenn er zur Arbeit fährt. Wir nehmen danken an, denn wir wollen nicht riskieren mit all dem Gepäck und dem kaputten Reifen den Hügel zu überqueren.

Nach einem schönen Strandspaziergang gehen wir zufrieden und noch immer mit Gedanken an White Island schlafen.

IM STRÖMENDEN REGEN NACH ROTORUA
Tag 71 (22.12.2016)

Wie zugesagt bringt uns unser Host über den Hügel nach Whakatane bis zum Fahrradladen. Auf der Fahrt stellt sich heraus, dass er vier Restaurants im Ort besitzt. Wieder ein Arbeitsangebot für Dario. Nicht übel mit Unterkunft nahe dem großen Strand…

Aber wir haben ja bessere Pläne.

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Nachdem Dario den Reifen ersetzt hat, düsen wir los nach Rotorua. Etwas über 80km, das sollte machbar sein. Allerdings wartet ja die deutsche Familie auf uns und die sollen Zeit haben uns kennen zu lernen. Es wäre also schön, nicht zu spät anzukommen.

Leider ist etwas Regen angesagt.

Kaum sind wir auf der großen Straße angelangt, fahren wir an einem Truck vorbei, der an der Seite steht. So einer der Autos transportiert. Wir grüßen den Fahrer, der gerade zurück zum Fahrerhaus geht. Er fragt mich, ob wir nach Rotorua unterwegs sind und ich bejahe.

„D’you want a ride?“

Ich halte an und rufe Dario zurück. Warum eigentlich nicht? Das findet er auch und wir heben unsere Räder auf die Ladefläche. Dann klettern wir alle ins Fahrerhaus.

„Aber nur die halbe Strecke, den Rest fahren wir.“

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Unterwegs beginnt es tatsächlich zu regnen und dann kommen die Hügel. Einer nach dem anderen. Und es regnet. Wir freuen uns an der trockenen Truckkabine und bedauern den Fahrradfahrer, der uns entgegen kommt.

Rotorua kommt immer näher, aber wir wollen nicht aussteigen wenn es gerade bergauf geht und auch nicht während es schüttet…

Letztendlich setzt uns unser Chauffeur auf der Hügelkuppe vor dem Ort ab. Nur noch 17km und eigentlich nur noch bergab.

Wir bedanken uns herzlich und entscheiden nicht den kürzesten Weg zu nehmen, sondern einmal um den See zu radeln. In Rotorua selbst dampft es überall aus dem Boden. Die vulkanische Aktivitaet ist hier sehr hoch.

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Gegen 6Uhr kommen wir bei der Familie an und werden warmherzig in Empfang genommen. Wir dürfen in das Kinderbaumhaus einziehen und es gibt Rehbraten.

Die Kinder sind zuerst etwas scheu, tauen jedoch schnell auf als ich mit ihnen auf das Trampolin komme. Das steht direkt vor dem Baumhaus, sodass man von der kleinen Terrasse draufhüpfen kann.

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Wir verstehen uns alle prima und als wir fragen, wie sie Heiligabend verbringen und ob wir an dem Tag vielleicht etwas unternehmen sollen, sodass sie ihre Ruhe haben, schütteln sie den Kopf und laden uns ein Weihnachten mit ihnen zu verbringen.

Wir sind happy.

WEIHNACHTSVORFREUDE
Tag 72 (23.12.2016)

Wir verbringen einen schönen Tag mit der Familie und mit Weihnachtsvorbereitungen. Außerdem zeigen sie uns alles, was wir wissen müssen. Die Hühner sind hübsch und zahm, man kann sie sogar streicheln. Und der Garten ist voller Leckereien. Himbeeren, Erdbeeren, Boysenberrys (ähnlich Brombeeren), Gemüse, …

Dario kocht als Abendessen ein fantastisches Curry und ich backe Brownies.

HEILIGABEND
Tag 73 (24.12.2016)

Wir schlafen aus, dann helfen wir bei den Vorbereitungen des Fondues. Das gibt es mittags. Petes Bruder und einige Freunde kommen zu Besuch und wir schlemmen.

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Den Nachmittag verbringen wir im Garten und die Kinder führen eine Show auf dem Trampolin vor. Dann kommt das Christkind, Mama Eva liest die Weihnachtsgeschichte vor und wir singen einige Weihnachtslieder.

Dann setzen wir uns alle an den Tisch und es wird reihum gewürfelt. Wer eine 6 würfelt darf ein Geschenk holen, schauen für wen es ist und es überreichen. So haben auch Dario und ich viel Spaß.

Glücklicherweise haben wir sogar für fast jeden ein Geschenk aus Thailand dabei. Purer Zufall, dass es so gut passt.

Für den kleinen Lucas eine Kokosnussschildkröte, für Ballerina Yulia eine rosa Haarblüte und für Mama Eva einen Schal. Nur Papa Pete geht leer aus, aber das macht nichts weil er von anderen viele Geschenke bekommt.

Auch wir bekommen etwas. Dario zwei Tafeln Schokolade und ich die schönste Perlmuttmuschel, die ich je gesehen habe.

TAGE IN ROTORUA
Tag 74-80 (25.-31.12.2016)

Die Tage in Rotorua sind schön und abwechslungsreich. Nur eines ist immer gleich: Wir frühstücken gut und füttern die Hühner. Manchmal verbringen wir die ganze Zeit im Garten, spielen Poi und jonglieren.

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MAORI

Wir lernen die Maori-Kultur in einem ihrer Dörfer kennen, wo wir auch eine „Cultural-Show“ besuchen. Die Frauen spielen Poi. Diese Kunst kommt wohl von hier. Allerdings sind die Poi etwas anders als unsere. Sie werden aus Watte und Plastiktüten gebaut und als Rhythmusinstrument gegen die Arme geschlagen. Eine Kombination aus der Kunst die wir kennen und etwas ganz anderem.

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Der Ursprung dieser schönen Kunstform liegt leider im Krieg. Die ersten Poi waren Lederbälle an Schnüren mit denen die Männer ihre Arme trainierten. „Und dann haben die Frauen sie sich genommen“, sagt einer kopfschüttelnd.

Ich finde es schön, dass die Kunst statt dem Krieg überlebt hat.

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Bei einer Führung sehen wir, wie Dörfler die heissen Quellen tatsächlich nicht nur zum Baden sondern auch zum Kochen nutzen.

Fleisch und auch Gemuese werden dampfgegart. Wo auch immer sich eine Spalte im Dorf auftut wird ein Gitter darueber gelegt und eine Umrandung mit Deckel gebaut. Hier können die Bewohner nun ihre Speisen hinlegen.

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Recht praktisch. Wenn man morgens zur Arbeit geht, legt man das Abendessen hin und bis man wiederkommt ist es fertig gegart. Lachend erzählt unser Guide, der tatsächlich hier wohnt, dass man natuerlich keinem verraten darf, wenn man etwas besonders gutes auf dem Gitter liegen hat. „Es sind immer alles nur Kartoffeln“, sagt er zwinkernd „selbst wenn es das beste Fleisch oder der schönste Fisch ist“.

Eier werden in einem Hot Pool mit kochend heißem Wasser gekocht, da sie sich schlecht dämpfen lassen (sie explodieren schlichtweg). Im Hot Pool kann man dafuer wiederum kein Fleisch garen, da dieser auf dem Versuch mit einem Ausbruch reagiert.

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Besonders faszinierend finden wir jedoch den Geysir. Er sprüht die meiste Zeit vor sich hin und erhebt sich fast stündlich zu einer gut 30m hohen Fontäne. Leider will er und den Gefallen nicht tun und wir warten und warten und spielen Poi. Ein paar Mädchen kommen vorbei und wir tauschen ein paar Moves aus. Dann gehen sie in den See zu Füßen des Geysirs schwimmen und wir beneiden sie. Das Dorf ist mittlerweile für Touristen geschlossen, doch niemand scheint etwas dagegen zu haben, dass wir hier sind. Nur eine Frau weist uns schließlich darauf hin, dass wir bald gehen sollten. Nur noch ein paar Minuten, denken wir und betrachten sehnsüchtig den Geysir.

Und wir haben Glueck. Er erhebt sich bald darauf tatsächlich zu seiner vollen Größe.

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Am Abend wandern wir noch eine Weile durch den Thermalpark und schauen uns anschließend den Disneyfilm „Moana“ im Kino an, der die Maori-Kultur aufgreift und passender Weise gerade anläuft. Das Kino ist voll und am Ende wird geklatscht.

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UNSERE KLAPPERRÄDER SIND KEINE MOUNTENBIKES

An einem anderen Tag machen wir eine Seentour und versuchen optimistisch am Ende noch eine kleine Hot Water Beach zu erreichen. 15km off-road auf einem schmalen Fußpfad stellen sich dann jedoch als zu weit heraus. Wir wollen schließlich nicht in der Nacht zurückfahren. Trotzdem macht es Spaß und wir sind beeindruckt wie flott wir ohne Gepäck unterwegs sind.

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RAFTING DELUXE

Wir gehen Raften und sausen den „Höchsten kommerziell berafteten Wasserfall“ hinunter und haben einen riesen Spaß. Unser Steuermann ist einer von der lustigen Sorte und macht jede Menge Quatsch mit uns. Vorwärts zurück in die Fluten der Wasserfälle paddeln, die anderen Boote rammen und so weiter. Die zwei Australierinnen, die mit uns im Boot sind sorgen immer wieder für Erheiterung.

An einer Stelle dürfen alle die wollen von einem Vorsprung in den Fluss springen. Die Steuermänner (und –Frauen) sammeln sie dann wieder ein. Die Australierinnen springen allerdings bevor das Boot bereit ist und eine treibt ein ganzes Stück den Fluss hinab, bis wir sie wieder aufsammeln. Allerdings sind wir so gut behütet, dass keiner sich deswegen sorgen macht. Wir sind in einem ganzen „Rudel“ von Schlauchbooten unterwegs und haben zudem noch einen Assistenten im Kayak dabei der verlorenen Rudern hinterherjagt.

Später dürfen wir nochmal aussteigen und uns einen kleinen Wasserfall hinabtreiben lassen, auch hier wird’s wieder spannend als eine ihren Schuh verliert und wieder fast nicht zum Boot kommt. Doch die Laune bleibt gut und wir kommen alle strahlend am Ziel an.

Nur länger hät’s noch sein dürfen.

SILVESTER

Auch Silvester verbringen wir ganz entspannt im Garten. Dario macht Rehbraten, ich schreibe. Wir jonglieren ein wenig und bereiten unsere Abreise für den nächsten Tag vor.

Kurz vor Mitternacht radeln wir an den See. Auf dem Handy schauen wir Dinner For One an und genießen anschließend das Feuerwerk. Unser privates Feuerwerk beschränkt sich dieses Jahr auf das Anzünden einiger Streichhölzer.