Kuala Lumpur und die Planstadt Putrajaya

21.05.2017 – 25.05.2017

Mit dem Nachtbus kommen wir entspannt wieder in Kuala Lumpur an. Obwohl es vier Uhr nachts ist, finden wir sofort einen UBER, der uns ins Hotel bringt.

Isabells schon lange gebuchtes Hotel ist praktischer Weise gleich um die Ecke von unserem „Rain Forest Hotel“ in Chinatown.

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Am nächsten Tag ziehen wir in ihr Hotel, das „Mingle“ um, weil uns die Atmosphäre und Isabells Zimmer so gut gefallen. Leider stellt sich heraus, dass nur dieses eine Zimmer so schön ist. Unseres hingegen ist überaus schlicht und nicht besonders schön.

Wir gehen alle zusammen ins Aquarium, das tatsächlich ganz nett ist. Jedenfalls besser als der Vogelpark.

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Außerdem liegt es direkt bei den Petronas Towers und wir machen ein kleines Picknick im Park. Ich zeichne die Türme. Gar nicht so leicht, denn sie sind wirklich sehr groß.

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Leider reist Isabell früh am nächsten Morgen ab, vor allem Kilian ist ziemlich geknickt. Es war echt schön mit ihr.

 

So beschließen wir, uns die Planstadt Putrajaya anzuschauen, die ganz in der Nähe von Kuala Lumpur liegt. Sie ist der malaysische Regierungssitz. 

Mit dem lokalen Bus kommen wir recht einfach dort hin und vor Ort laufen wir einfach herum. Allerdings sehen wir so nicht alles, denn die Distanzen sind gar nicht so klein.

Die Planstadt ist ziemlich groß angelegt, die Straßen sind riesig. Und leer.

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Es ist fast wie in einer Geisterstadt.

Ein paar Menschen treffen wir zwar schon und einige Läden gibt es auch, aber es fühlt sich einfach nicht wie eine Stadt an. Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis dieser Ort lebendig wird.

Jemand erzählt uns, dass etwa einmal im Monat irgendeine Messe hier stattfindet und dann die Leute zuhauf anreisen. Stadt für ein paar Tage im Monat also.

Wir besteigen eine Aussichtsplattform am Fluss und fühlen monumentale Leere.

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Dario und ich besuchen auch eine moderne Moschee, während Kilian draußen bleibt. Ihm ist die Klimaanlage zu kalt.

Ich als Frau muss eine Kutte anziehen und die Haare bedecken.

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Alle zusammen gehen wir danach in ein Gebäude mit interessantem Dach. Wir begegnen niemandem. Es wirkt wie ein Bürobau.

Wir nehmen einen Aufzug ganz nach oben und gehen dann noch eine Treppe hinauf. Die Tür zum Dach ist offen und wir legen unseren Rucksack als Stopper in die Öffnung.

Dann erkunden wir das Dach.

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Auch als wir das Gebäude schließlich durch den Haupteingang verlassen und dabei an der Überwachungszentrale vorbeikommen, wird uns kaum Beachtung geschenkt.

Mittlerweile sind wir schon ziemlich viel gelaufen und den Jungs wird langweilig. Also fahren wir zurück nach Kuala Lumpur.

Ein paar Dinge sind schon gut am Mingle Hotel. Denn es gibt Frühstück inklusive und es gibt organisierte Touren zum kleinen Preis.

So gehen wir mit auf eine Fahrt, die uns und ein paar andere Gäste zu einigen weniger bekannten Sehenswürdigkeiten führt.

Erster Stopp sind lokale heiße Quellen. Allerdings sind sie so heiß, dass wir eigentlich wirklich nicht ins Wasser wollen. Unser Guide ist aber ein ziemlich guter Animateur und so kann er tatsächlich fast alle überreden, für ein Gruppenfoto in den Pool zu steigen.

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Es brennt irre und man bewegt sich am besten gar nicht. Dann schnell wieder raus.

Ein Verkäufer mit einem Affenbaby schaut uns amüsiert zu.

Er ist nett und wir dürfen die kleine Äffin streicheln und sogar auf den Arm nehmen. Sie ist ganz schön gewandt, klettert auf uns herum und blickt sich mit intelligentem Blick um.

Hoffentlich hat er sie gefunden und nicht ihren Eltern weggenommen.

Als zweites Highlight besuchen wir einen Wasserfall, der sieben Stufen hat. Jede ist ein wenig anders und wir gehen auch baden. Die Tour ist in Ordnung.

Nur das chinesische Essen, das den Abschluss bildet, ist ziemlich überteuert. Aber gut und so will ich mich mal nicht beschweren.

Am Abend gehen wir zum krönenden Abschluss in unser Lieblingsrestaurant. Das indische „Betel Leaf“, in dem wir auch an unserem ersten gemeinsamen Abend waren.

Es war ein netter letzter Tag mit Kilian.

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Am nächsten Tag müssen wir uns von ihm verabschieden.
Wir wünschen uns gegenseitig alles Gute und dann steigt er in den Bus und ist wieder weg.

Wiederum einen Tag später geht es dann auch für uns weiter. Beziehungsweise zurück nach Indonesien, wo wir übermorgen Darios Eltern vom Flughafen abholen können.

Das Mari Mari

Das Mari Mari – endlich angekommen

12.05.2017 – 20.05.2017

Morgens um fünf Uhr erreichen wir die Ostküste.

Gleich kommt der erste Ticketverkäufer auf uns zu, denn irgendwie muss man ja auf die Inseln kommen. Doch wir lehnen ab. Wir wollen uns erst mal einen Überblick verschaffen.

Von der Busstation aus brauchen wir etwa zehn Minuten zu Fuß zum Hafen . Natürlich bieten auch etliche Taxifahrer ihre Hilfe an, doch wir lehnen dankend ab.

Es stellt sich heraus, dass die früh aufgestandenen Ticketverkäufer illegal Tickets verkaufen. Um auf die Perhentian Islands reisen zu dürfen, müssen Touristen nämlich eine Gebühr bezahlen. Diese lässt sich umgehen, wenn man vor der offiziellen Öffnungszeit mit einem dieser illegalen Shuttle fährt.

Allerdings verkaufen sie nur Tickets in eine Richtung, während alle anderen Anbieter immer gleich ein Hin- und Rückticket verkaufen. Ohne Rückfahrschein kann man wohl Probleme bekommen.

Wir warten also lieber bis der Hafen tatsächlich aufmacht und kaufen ganz normale Tickets von dem Anbieter, den uns das Ressort, das „Mari Mari“ empfohlen hat.

Endlich geht es dann los und das Speedboot braust über die Wellen. Wir grinsen, den Wind in den Haaren zu spüren ist einfach schön.

Das Boot ist voller Touristen, die nach und nach an Anlegestellen und Stränden abgesetzt werden. Manche Ressorts sehen verlockender aus, andere weniger.

Wir sind sehr gespannt.

Schließlich kommen einige Hütten in grünem Dickicht in Sicht. Das könnte es sein. Aus der Ferne bin ich mir aber nicht ganz sicher.

Am gleichen Strand liegen auch noch zwei weitere Ressorts, die weniger idyllisch erscheinen.

Am Strand springt ein Junge in ein kleines Bötchen und kommt zu uns gefahren. Nun müssen wir umsteigen und kurz darauf setzt er uns am Strand ab.

Er gehört zum benachbarten Ressort und ist sofort wieder verschwunden. Wir betreten den Bereich des Mari Mari. Einfache Konstruktionen aus Treibholz, alten Tauen und Bojen erwarten uns.

Perfekt.

Man könnte glatt glauben, wir seien hier gestrandet und die Hütten seien die Überreste unseres Schiffes. Drum herum nur Palmen.

Auch wenn dieser Tagtraum sich auf räumlich einen ziemlich kleinen Bereich beschränkt. In beiden Richtungen des Strandes jeweils bis zum nächsten Ressort. Doch da man keines davon vom Mari Mari aus direkt sehen kann, ist das kein Problem.

An einem Tisch, der nur aus einer großen Holzplatte besteht, die an vier Tauen von der Hüttendecke herabhängt, sitzt schon eine andere Familie.

Wir stellen uns vor und fragen, ob wir ihre Nachbarn sein werden.

Sie sind sehr nett, reisen aber in ein paar Stunden ab. Wir sind ihre Nachfolger und müssen noch etwas warten, bis wir unsere Hütten beziehen können.

Also bestellen wir erst mal etwas zu essen. Ein junger Malaysier mit breitem Lächeln nimmt unsere Bestellung auf.

Alles schmeckt fantastisch und wir sagen sofort für das Abendessen zu. Es ist zwar nicht ganz billig, aber wir sind nun eben auf einer wirklich kleinen Insel, da ist alles etwas teurer.

Das Abendessen, so wird uns erklärt, sei jeden Tag anders. Wir wissen also nicht, was es geben wird uns lassen uns einfach überraschen.

Sandkunst und Früchte

Während wir auf unsere Hütten warten, beschließt Kilian, dass er nun auch eine Sandburg bauen will.

Wir haben nämlich schon viel von unseren Skulpturen in Australien erzählt.

Dario und ich sind erst weniger motiviert, doch bald schon packt auch uns die Kreativität und wir wühlen alle mit Händen und Füßen im Sand.

Ein kleiner Junge, der zu der abreisenden Familie gehört, ist ganz begeistert und hilft schon bald fleißig mit. Leider müssen sie gehen, bevor das Werk vollendet ist.

Über die Sandkunst kommen wir auch gleich in Kontakt mit den beiden Malaysiern, die hier arbeiten. Sie bringen uns sogar verschiedene wild wachsende Früchte zum Probieren.

Es gibt eine kleine Frucht, die vom Aussehen her eine sehr helle, wässrige Paprika sein könnte aber eher (nur ganz zart) nach Apfel oder Birne schmeckt.

Auch kleine, etwas bittere Mangos gibt es zuhauf. Ich liebe sie.

Als die beiden Malaysier sehen, mit welcher Begeisterung ich futtere, warnen sie mich gleich vor Durchfall. Ich soll es nicht übertreiben.

Als wir fertig sind, gehen wir schwimmen, duschen und beziehen unsere wunderbaren Hütten.
Allerdings entscheiden wir uns für die günstigen, recht schlichten Hütten. Für etwas mehr Geld kann man auch das Baumhaus oder die Wurzelhütte haben. 
Letztere steht allerdings unter dem Mangobaum, da kann es zu dieser Jahreszeit schon mal laut werden, wenn die Früchte fallen.

Alles passt

Am Abend spielen wir Karten.

Es gibt ganz schön viele Moskitos hier, aber alle Betten werden von Moskitonetzen geschützt und da wir ja noch unser eigenes dabei haben, benutzen wir es für den Esstisch.

Die beiden Malaysier zeigen sich verständnisvoll und reichen alles unter dem Netz hindurch.

Da alle Gäste gleichzeitig das Abendessen serviert bekommen, lernen wir auch den einzig anderen Gast kenne, der nun noch da ist.

Es ist eine junge kanadische Pilotin namens Isabell, mit der wir uns sofort alle gut verstehen.

Als schließlich das Abendessen serviert wird, schweben wir auf Wolke 7. Es ist fantastisch.

Wir haben unser malaysisches Paradies gefunden!

Die Tage im Mari Mari verfliegen nur so.

Die Zeit verwischt zu einem farbigen Strom aus Sonne, Meer und gutem Essen.

Schnorcheln kann man direkt vor dem Ressort. Der Bereich ist abgesperrt, weshalb uns auch das große Boot nicht Strand absetzen durfte. Das Ergebnis sind viele schöne Korallen.
Besonders gerne beobachten wir die Clownfische, die ihre Anemonen nicht verlassen. Taucht man zu ihnen hinab, kommen sie einem oft ein wenig entgegen. 
Aber nie aus ihrer Anemone heraus. 

Auch einen kleinen Sandhai sehen wir ab und zu.

Ein paar Mal laufen wir in das muslimische Dorf, um ins Internet zu kommen. Dario und ich buchen mal wieder Flüge. Von Indonesien nach Australien und weiter nach Kanada.

Auf einem dieser Ausflüge finden wir heraus, wohin der Müll dieser Insel verschwindet.

 

Doch die meiste Zeit bleiben wir einfach im Mari Mari.

Es ist einfach zu schön, um es zu verlassen.

Buckelkopf-Papageifische

Wir machen einen tollen Schnorcheltrip mit, der uns an vier verschiedene Inseln bringt.

Den „Kapitän“ unseres winzigen Bötchens schätzen wir auf höchstens 14 Jahre. Er will uns sein Alter natürlich nicht verraten. Sorgen machen wir uns keine, er fährt gut.

An der ersten Insel sehen wir viele wunderschöne Korallen und bunte Fische.

  

An der zweiten Insel begeistern uns die großen Buckelkopf-Papageifische.

Der dritte Stop beschert uns einen gepunkteten Stachelrochen und Kugelfische. Letztere sind aber etwas scheu und verstecken sich sofort unter einem Felsen.

Als wir merken, dass uns der Kapitän schon zurückbringen will, bestehen wir noch auf das letzte Ausflugsziel, das für den Trip vorgesehen war.

An der großen Insel, Pulau Perhentian Besar, gibt es eine Bucht mit Riesenschildkröten. Kilian hat ja noch nie welche gesehen. Wir sehen einige und Dario taucht ziemlich tief zu einer hinab und schwimmt mit ihr.

Wir sind überaus zufrieden.

Kilian ist allerdings ganz schön erschöpft. Er war noch nicht oft tauchen.

Wir verlängern unseren Aufenthalt von drei auf sechs Tage.

Flieht ihr ruhig!

Einmal kommen noch zwei Backpackerinnen an, doch als sie die vielen Moskitos sehen, suchen sie schleunigst das Weite. Wir würden Fatah zwar noch mehr Kundschaft wünschen, sind aber trotzdem sehr zufrieden unser „privates“ Paradies behalten zu können. 

 

Fatah – die Seele des Mari Mari

Leider verlässt uns jedoch bald der junge Malaysier, der sich immer so nett um uns gekümmert hat. Daraufhin finden wir heraus, dass er ein Verwandter des älteren Malaysiers ist.

Dem älteren (aber auch nicht alt!), den wir irgendwie bisher für den Koch gehalten haben, gehört das Ressort.

Er ist sehr still, gibt aber bereitwillig Auskunft, wenn wir ihn etwas fragen.

Der junge Mann hat seine Aufgaben im Ressort nicht ernst genug genommen, deshalb hat der ältere ihn nach Hause nach Kuala Lumpur geschickt.

Nun lernen wir den Besitzer erst richtig kennen. Er heißt Fatah und ist eine ganz liebe Seele. Seine Frau und seine Kinder leben auch in Kuala Lumpur.

Er besucht sie nur ab und zu.

Ich lerne von Fatah, wie man alte Kokosnüsse öffnet. Denn die fallen überall um die Hütten herab. Während man junge Kokosnüsse einfach mit einer Machete aufschlagen kann, prallt diese von den vertrockneten, spröden Fasern der alten Nüsse einfach ab.

Man muss mit der Machete in die Fasern stechen, die Schale in Abschnitte zerteilen, bis sie aussieht wie eine Orange und dann Stück für Stück abhebeln.

Glücklich futtern wir das leckere Kokosfleisch.

Auch Fatah ist zufrieden, denn er verwendet die trockenen Fasern als Brennmaterial.

Es wird nicht langweilig

Wir bringen Isabell Monopoly Deal bei und spielen abends zusammen. Allerdings wird es noch viel lustiger, als wir zu einer Abwandlung von Activity übergehen. Jungs gegen Mädels und als einzige Kategorie Pantomime.

Wir sind sehr froh, dass wir nicht nur zu dritt hier sind.
Auf Dauer könnte es bestimmt recht anstrengend sein, mit einem Paar wie Dario und mir allein auf einer (fast) einsamen Insel zu sein. Zu viert ist es gleich viel netter.

Die Gegner schreiben Zettel mit Begriffen, die dann dargestellt werden müssen.

Wir lachen uns Tränen, bis wir kaum noch aufrecht sitzen können.

Ein andermal leihen wir alle zusammen zwei Kayaks vom nächsten Ressort und paddeln ein wenig die Küste entlang.

Wenn wir mal vor der Sonne aufwachen…

Am darauffolgenden Morgen wachen Dario und ich vor 6 Uhr auf und haben die selbe Idee.

Wir mieten nochmal ein Kayak und paddeln los. Einmal um die ganze Insel. Gute 13km.

Und das vor dem Frühstück!

Irgendwann fühlt es sich schon ganz schön weit an, aber wir wollen einfach nicht nochmal die gleiche Strecke zurück paddeln.

Als uns langsam die Kräfte verlassen, wechseln wir uns eine Zeit lang ab und hüpfen auch mal zur Abkühlung ins Wasser.

Wieder zuhause überraschen wir Kilian. Normalerweise schlafen wir um diese Uhrzeit noch tief und fest.

Dann gönnen wir uns ein riesiges Frühstück mit all unseren Lieblingsspeisen: Pancakes (die eher wie Crépes aussehen), Brot mit Rührei und Roti Canai. Zu Trinken frischen Wassermelonensaft und Mangosaft.

Perfekt.

Bis das der Flug uns scheide

Und wieder verlängern wir unseren Aufenthalt.

Da es keinen Geldautomaten auf den Inseln gibt, müssen wir schließlich sogar auf die große Insel und Geld von einem kleinen Shop holen.

Da die genau wissen, dass sie konkurrenzlos sind und die Fahrt aufs Festland nicht ganz günstig ist, nehmen sie saftige 10% Gebühren.

Aber selbst das ist es uns wert. Wir wollen hier nicht mehr weg.

Zudem haben wir natürlich unsere Schnorchel mitgenommen und nutzen den Ausflug um auch noch etwas an der „Fischbucht“ der großen Insel zu schnorcheln.

Verrückt, wie in dieser Gegend jedes Tierchen seinen festen Platz zu haben scheint.

Erst als unser Abflugdatum bedrohlich nahe rückt, entschließen wir uns abzureisen.

Zum Abschluss gönnt Dario sich noch eine halbe Stunde Wakeboarden.

Wir waren 18 Tage im Mari Mari.

Langkawi

Auf nach Pulau Langkawi!

UBER bringt uns pünktlich zur Fähre und weniger als drei Stunden später betreten wir die neue Insel.

Allerdings an einer anderen Stelle als wir dachten. Irgendwie hatten wir erwartet, im einzigen großen Ort der Insel anzulegen, in welchem sich auch der Flughafen befindet. Doch tatsächlich ist Anlegestelle der Fähre eine große Bucht weiter in Kuah, einem kleinen Ort an der Südküste.

Auf Langkawi gelten andere Regeln, als im Rest des Landes. Die Insel hat ihre eigenen Spielregeln. So wird uns gleich am Hafen der erste Scouter angeboten. So haben wir das gerne.

Eigentlich bräuchten wir aber mal ein oder zwei Tage Ruhe, deshalb mieten wir noch keinen.

Außerdem sind wir wenig Entscheidungsfreudig, wenn wir hungrig sind. Also mal wieder zuerst Nahrungssuche.

Da ich für diese Seite der Insel nur ein einziges Hotel für uns markiert habe, beschließen wir es damit zu versuchen.

Wir rufen einen UBER, denn die gibt es auch hier. Allerdings müssen wir ein wenig auf ihn warten.

 

Dario und Kilian kriegen sich während wir warten irgendwie in die Haare. Und zwar ziemlich heftig. Danach zieht Dario sich vollkommen in sich zurück und redet erst mal mit niemandem mehr. Das ist seine Art, nicht weiter zu streiten und nachzudenken. Als kommunikationsbedürftiger Mensch ist es nicht leicht sich daran zu gewöhnen.

#Kommentar Dario: Mein Gemurmel verliert sich in meinem Bart, hoffentlich hat es keiner gehört.#

Kilian ist wie ich und möchte immer alles sofort klären und die heile Welt wieder herstellen. Ich muss ihm leider erklären, dass er damit noch etwas wird warten müssen.

Wir brauchen dringend einen Ort, an dem wir alle mal so richtig entspannt sind.

Wäre Malaysia doch nur wie Thailand, dann hätten wir fast jeden Tag so einen Ort!

Der UBER bringt uns direkt zum Hotel. Es liegt ziemlich abseits, hat einen schönen Blick auf einen Strand voller Fischerboote und einen kleinen Pool.

Dort haben wir Glückund und können uns mit den Jungs ans der Rezeption, auf ein Sonderangebot einigen. Wir bekommen eines der schönen Zimmer vorne am Meer für weniger Geld als ein normales Zimmer im Haupthaus.

Wir sagen zu.

Das Zimmer ist ziemlich schön, aber wir teilen es wieder zu dritt. Bei der angespannten Stimmung nicht perfekt.

Dario verbringt einfach fast die ganze Zeit im Pool. So hat er seine Ruhe.

Ich beruhige Kilian und geselle mich später zu Dario in den Pool. Wir diskutieren lange über den Nachmittag.

Wir fühlen uns zwar auch sonst nicht immer fantastisch, aber es ist sehr selten, dass unsere kleine Welt schief in den Angeln hängt.

Unser Gespräch dehnt sich auf ganze Lebensphilosophien aus und wir stellen fest, wie schön es ist, so vertraut und entspannt selbst nach einer sehr angespannten Situation miteinander reden zu können.

Als wir mitten in der Nacht ins Zimmer kommen, schläft Kilian schon.

Ein Tag der Ruhe

08.05.2017

Als alle wach sind, sprechen sich die Jungs endlich aus und die Welt ist wieder zurechtgerückt.

Da es in der näheren Umgebung kein brauchbares Frühstück gibt, bestellen wir einen UBER und lassen uns in den Ort bringen. Einer Empfehlung im Internet folgend, finden wir ein wundervolles kleines Café, das „Arts Cafe Langkawi“.

Dario bestellt Banana Pancakes, ich ein Müsli und Kilian Lasagne. Alle sind zufrieden.

Wir verbringen den ganzen Tag sehr ruhig.

Ich zeichne die Bucht.

Abends essen wir in dem Restaurant, das gleich neben unserem Hotel liegt. Es ist schön angelegt, auf einem langen Steg. Zwar wird unsere Auswahl durch die Preise und die Vorlieben der Jungs etwas eingeschränkt (es gibt mal wieder hauptsächlich Meeresgetier), doch jeder findet etwas zu essen.

Katzen und Kokosaffen

09.05.2017

Wir können zwei Scouter vom Hotel mieten, ziemlich preiswert. Allerdings sehen sie auch entsprechend zerschlissen aus. Doch sie funktionieren.

An der Tankstelle stellen wir allerdings fest, dass bei einem sogar der Sitz abfällt, wenn man ihn fürs Tanken öffnet.

Kurz überlegen wir zurück zu fahren, doch dann testen wir einfach wie gut er im geschlossenen Zustand hält und sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Wir fahren in den einzig größeren Ort auf der Insel, für den wir so viele Empfehlungen für Gästehäuser gefunden haben.

Vor Ort brauchen wir allerdings mehrere Versuche, bis wir schließlich etwas finden, das unseren Vorstellungen entspricht.

Das „Gecko Guesthouse“ wird unser neues Zuhause. Denn zum ersten Mal seit wir in Malaysia angekommen sind, ist die Atmosphäre so richtig entspannt.


Die Frau, die das Guesthouse leitet, ist überaus nett. Sie kümmert sich um alle möglichen Katzen aus der Umgebung, so dass es überall von ihnen wimmelt.

Lustige Dekorationen, wie etwa beschnitzte Kokosnüsse, zieren den Gemeinschaftsbereich. Dario und ich nehmen eine Hütte zusammen, Kilian versucht es nochmal mit einem Gemeinschaftssaal.

Essen und Getränke des Guesthouse sind auch klasse, wir machen es uns erst mal ein paar Stunden gemütlich. Es regnet eh.

Als das Wetter schließlich besser wird, düsen wir nochmal los, denn wir wollen eigentlich auf die Sky Bridge.

Unterwegs will Dario unbedingt noch eine Blick auf ein bestimmtes Hotel werfen. Leider lässt man uns nicht auf das Gelände, daher nur von Ferne. Das Hotel sieht allerdings schon etwas in die Jahre gekommen aus.

Bei der Sky Bridge angekommen, stellt sich leider heraus, dass sie vollkommen im Nebel steckt. Zudem nieselt es leicht.

Stattdessen schauen wir die nahe gelegenen Wasserfälle an.

Sie sind schön, aber bei dem miesen Wetter kriegen wir nicht mal Lust zu baden.

Später klart es sogar noch auf und wir fahren wieder bei der Sky Bridge vorbei. Doch man kann nicht immer Glück haben, sie ist bereits geschlossen.

Stattdessen suchen wir uns ein nettes Restaurant mit guten Burgern, das „The Kasbah“.

Was Touristen so tun

10.05.2017

Kilian zieht in ein eigenes Zimmer um und wir beschließen eine weitere Nacht zu bleiben und eine Bootsfahrt zu buchen.

Sie ist ziemlich billig aber entsprechend auch eine Massenveranstaltung. Sehr touristisch.

Gleichzeitig überlegen wir, wohin es als nächstes gehen soll. Es ist Zeit für mehr Strand und diesmal mit Sonne! Diesen Regen hält ja keiner aus.

Ich finde eine Empfehlung für ein kleines Ressort auf einer Insel an der Ostküste, die sich sehr interessant anhört. Etliche junge Leute schwärmen davon in den höchsten Tönen. Ich buche für uns.

Also müssen wir morgen den Nachtbus nehmen, um auf die andere Seite Malaysias zu reisen. An die Ostküste.

Doch heute erst einmal die Bootstour.

Obwohl viele kleine Boote voller Touristen diese Tour machen, genießen wir sie trotzdem. Es ist schön, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und einen Spaziergang über eine der kleineren Inseln zu machen.

Das besondere an dieser Insel ist, das sie in der Mitte einen Süßwassersee hat.

Die Affen auf der Insel sind Touristen gewöhnt und ganz schön aggressiv. Wir erinnern uns an den Affentempel in Indonesien und bewaffnen uns mit Stöcken. Natürlich nur, um die Tierchen weg zu scheuchen ohne unsere Hände in Gefahr zu bringen.Viele sind auch ganz friedlich, ich mag sie.

Während die meisten Leuten ihre Zeit damit verbringen sich ein Tretboot zu leihen, laufen wir am See entlang und erklimmen eine Aussichtsplattform am Ende des Weges. Diese Stelle ist sehr faszinierend, denn auf der einen Seite sieht man den See und auf der anderen das Meer.

Zwischen Süß- und Salzwasser liegt gar nicht viel Fels.

Danach geht es weiter zur Beobachtung der Seeadler, die vermutlich mit Futter an eine bestimmte Stelle gelockt werden, damit wir sie bestaunen können.

Traurig stimmt uns Öl auf dem Wasser und unser Bootsmann, der bald schon so nah an die Adler heranfährt, dass sie vorerst das Weite suchen.

Vermutlich macht er das nur, um schnell weiter zu kommen.

Der letzte Halt der Tour ist auf einer weiteren Insel, wo wir etwas Zeit am Strand verbringen dürfen. Das ist der Teil, der uns bei diesem Wetter nicht reizen kann. Wir bauen stattdessen mal wieder ein kleines Sandkunstwerk.

Zum Glück fängt es nicht an zu regnen, während wir zurückfahren.

Am Abend folgen wir einer Empfehlung und essen in einem thailändischen Lokal.

Seit Thailand haben Dario und ich uns immer wieder gefragt, ob das Essen in den anderen Ländern wirklich so viel schlechter ist, als in Thailand. Oder ob wir uns das nur einbilden. Besonders in Indonesien dachten wir manchmal, dass wir einfach nicht das richtige Gericht für uns gefunden haben.

Aber heute Abend wird es klar: Es ist tatsächlich die thailändische Küche, die wir so fantastisch finden. Wir schwelgen in Pad Thai und Grünem Curry. Glückseelig.

An die Ostküste

11.05.2017

Nach dem Frühstück checken wir aus, fahren im Regen zurück zu unserem ersten Hotel, geben die Scouter zurück und lassen uns von UBER zur Fähre bringen.

Am Festland müssen wir noch einige Stunden warten, bis der Bus losfährt. Es gibt nichts spannendes zu tun, also probieren wir ein schlechtes Lokal nach dem anderen aus und spielen Karten.

Morgen früh werden wir an der Ostküste aufwachen.

Ipoh und Penang

Ipoh

03.05.2017

Kilian hat im Schlafsaal keine guten Erfahrungen gemacht. Laute Handys, Taschenlampen und eine viel zu kalte Klimaanlage. Er fühlt sich erkältet.

Mit dem Bus geht es also weiter nach Ipoh, da einige Einheimische uns diese Stadt empfohlen haben. Zum Glück erwarten wir nicht viel.

Von der Busstation müssen wir einen UBER in die Stadt nehmen. Wir finden ein   Hotel und sind froh, dass wir zu dritt unterwegs sind. So können wir uns alle die Kosten für ein Zimmer teilen. Natürlich nicht jede Nacht, aber halt wann immer es sich anbietet.

Wir gehen in die Stadt, denn wir sind hungrig. Allerdings ist es gar nicht so einfach, etwas zu finden, dass Kilian schmackhaft erscheint. Wir merken, dass wir kulinarisch mittlerweile extrem offen sind.

Besonders schön finden wir die Stadt aber nicht.

Es gibt eine Straße mit schönen Graffitis, das war´s unserer Meinung nach aber auch.

Zudem ist es heiß und schwül.

Da wir uns nach einer Klimaanlage sehnen, gehen wir abends ins Kino. Wenigstens eine Sache, die man hier in Malaysia wirklich gut und sehr preiswert machen kann. Und die Kinos hier sind durchaus modern.

Im Einkaufszentrum findet Kilian auch endlich etwas Schmackhaftes zu Essen.

04.05.2017

Burger und Tauben

Am nächsten Tag laufen wir morgens noch etwas herum, bevor wir aus dem Hotel auschecken müssen.

Dario möchte gerne einen Park anschauen, den er auf Google Maps entdeckt hat, aber dieser ist nicht sehr spektakulär und so sind wir damit schnell fertig.

Auf dem Weg zurück in die Innenstadt kommen wir an einigen ganz schön heruntergekommenen Wohnblocks vorbei. Die Menschen die hier leben müssen, tun uns wirklich leid.

Das einzig Schöne in der Gegend ist ein Baum, der aus einer der Hauswände wächst.

Wir suchen nach einem westliches Restaurant und finden schließlich das „Burps & Giggles“. Da alle Burger lecker klingen, bestellen wir drei verschiedene und dritteln sie, sodass jeder von uns jeden Burger probieren kann. Sie sind alle gut und Kilian ist happy.

 

Auf dem Heimweg scheucht Kilian ein paar Tauben auf.

#Kommentar Dario: „Eklig“ schreit er und rennt zu mir zurück. „Die Mistdinger können sich wehren!“, sagt er und versucht die Scheisse aus seinen Kleidern zu bekommen.#

Samt Gepäck lassen wir uns zu einem Höhlentempel, dem „Kek Lok Tong“ fahren und sind froh, dass wir einen Rucksack im Hotel in Indonesien deponiert haben.

Die Höhle ist schön und ausnahmsweise überhaupt nicht schmutzig. Es gibt schöne Bereiche mit Tropfsteinen und der hintere Teil der Höhle öffnet sich zu einem schönen Park, welcher von Felswänden gerahmt in einem Tal liegt. Eine lange Treppe führt hinab.

 

Wir müssen allerdings etwas die Aussicht genießen, bis wir schließlich in den Garten dürfen. Denn hinter diesem befindet sich ein Steinbruch und es werden gerade Sprengungen durchgeführt, weshalb der Garten geschlossen ist.

Penang

Von der Höhle aus wieder UBER, dann Bus, über eine laaange Brücke, Penang, George Town.

Naja, und wieder eine UBER Fahrt in die Innenstadt, denn wir finden auf die Schnelle keinen Scouterverleih. Wir kommen diesmal in einem indischen Hotel unter. Es ist ziemlich gammlig, aber eben günstig. Die anderen preiswerten Unterkünfte, die wir im Internet gefunden haben, sind alle schon ausgebucht.

Heute haben wir Glück, denn gleich um die Ecke gibt es einen fantastischen Inder.

Während wir essen, kommt ein Bettler ins Lokal und fragt um milde Gaben.

Statt ihn abzuweisen, spendiert Dario ihm eine Mahlzeit. Der Mann, der stark hinkt, ist damit sehr zufrieden. Bald darauf taucht allerdings schon der nächste auf und als wir schließlich gehen, haben wir das Gefühl, dass sich die Mildtätigkeit schon herumgesprochen hat, denn es sind mehrere Gestalten in verschlissenen Kleidern, hinkend unterwegs.

Möglich aber auch, dass das hier immer so ist.

Tandem Tour

05.05.2017

Wir suchen erst mal eine brauchbare Wäscherei, dann nach einem Scouter. Ersteres dauert schon eine Weile, zweiteres stellt sich schließlich als Fehlschlag heraus.

Wenigstens finden wir auf dem Weg ein Lokal mit einem recht ordentlichen und sehr westlichen Frühstücksbuffet.

Es gibt zwar einig Scouterverleihe, doch im Gegensatz zu Thailand und Indonesien werden wir plötzlich nach unseren Führerscheinen gefragt.

Nach einiger Recherche finden wir heraus, dass hier auch tatsächlich gerne mal Probleme gemacht werden, wenn ein Tourist ohne einen entsprechenden Lappen erwischt wird. Saftige Strafgebühren winken.

Frustriert verwerfen wir den Gedanken und kehren erst mal ins Hotel zurück, Dario schmollt.

Ein Auto wollen wir hier auch nicht fahren, also entscheiden wir uns letztendlich für Fahrräder.

Im Hotel können wir ein Tandem und einen Einsitzer leihen. Beides ziemlich klapprige alte Gestelle. Aber sie fahren. Unsere erste Tandemfahrt!

Schnell haben wir uns auf einander eingespielt, auch wenn die erste halbe Stunde manchmal noch recht wacklig ist. Und haben richtig Spaß.

Mit einem Tandem auf eine richtig lange Tour zu gehen, wäre bestimmt auch klasse.

Als erstes besichtigen wir einen chinesischen Tempel.

Dann einen buddhistischen. Er ist schön, aber atmosphärisch kein Vergleich zu denen in Thailand.

Es gibt einen Brunnen, an dem sich Schalen die mit guten Wünsche beschriftet sind drehen. Man soll natürlich versuchen Geld hinein zu werfen. Wir lesen sie alle und Dario und ich schauen uns grinsend an.

Eigentlich seltsam, dass wir überhaupt noch schlechte Gefühle haben können, so gut wie es uns geht. Aber das ist wohl schlichtweg menschlich.

Einmal mehr frage ich mich, ob Mönche wirklich vollkommene und andauernde Zufriedenheit erlangen können. Bleibt dieser Zustand auch erhalten, wenn mal alles schief geht? Oder wenn sie krank sind?

Wir entdecken das Kino und beschließen heute wieder einen Film anzuschauen. Allerdings haben wir noch viel Zeit bis unser Wunschfilm läuft. Also fahren wir kreuz und quer durch die Stadt.

Immer wieder entdecken wir schöne Street Art. George Town ist für diese bekannt.

Und es gibt gute Kokosnüsse, da kann man nichts sagen. Kilian kommt schnell auf den Geschmack.

Wir überlegen, was wir noch unternehmen könnten und halten halbherzig an verschiedenen „Attraktionen“. Das „Upside Down Museum“ ist ein Haus, in dem alles auf dem Kopf steht. Es sieht allerdings ziemlich klein aus und das winzige Foyer ist vollgestopft mit Touristen. Der Eintritt teuer. Wir fahren weiter.

Gleiches gilt für das „Wonderfood Museum“, das anscheinend einfach nur aus unproportional großen Nachbildungen von Essen besteht. Wieder nichts für uns. Wir sind keine Chinesen.

Stattdessen beschließen wir das Fort anzuschauen. Es ist zwar auch nicht besonders spannend, aber wenigstens nicht voller Chinesen. Unsere Laune ist zwar sehr wacklig, stets zwischen zufrieden und frustriert, doch irgendwann albern wir einfach herum.

Abends gehen wir dann tatsächlich noch ins Kino.Wir sind früh dran und wollen erst mal unsere Tickets kaufen. Allerdings dauert es eine halbe Ewigkeit, das Kino zu finden. Das Einkaufszentrum ist sehr verwirrend aufgebaut und einen brauchbaren Plan finden wir auch nicht. Schließlich landen wir auf dem Dach.

Das war zwar nicht, wonach wir gesucht haben, aber die Aussicht ist echt gut.

Auf unserer Weitersuche finden wir auch einen Spielzeugladen, in dem Dario das Kartenspiel „Monopoly Deal“ kauft.

Und schließlich auch das Kino.

Während dem Abendessen spielen wir das neue Spiel und Kilian gewinnt jedes Mal. Das verlangt nach einer baldigen Revanche!

Von unserem Platz auf der Terrasse des Restaurants können wir auch eine Food Panda Flotte auf ihren Bikes beobachten. Genau wie UBER scheint Food Panda hier auf fruchtbaren Boden zu fallen. 

Unser Workout muss heute im Zimmer stattfinden, denn in der näheren Umgebung gibt es dafür keinen guten Ort.

 

Am Strand
06.05.2017

Da wir die Liebe vieler zu dieser Stadt nicht teilen können, nehmen wir nach dem Frühstücksbuffet einen lokalen Bus auf die andere Seite der Insel. Wir wollen an den Strand.

Doch wieder erwartet uns eine Enttäuschung. Der Ort hat kaum Flair. Unsere Unterkunft ist super gammlig. Aber immerhin gibt es einen Balkon für unseren Workout, der morgen wieder ansteht. Jeden zweiten Tag.

Der Strand ist schön und wir machen einen langen Spaziergang.

Solange man auf das Meer hinaus fotografiert, ist es die reinste Idylle.

 

Doch sobald die Kamera eines der Gebäude erfasst, wird klar, was hier den Flair zerstört.

#Kommentar Dario:Ich  finde eine schöne Muschel im Strand und zeige sie Elisabeth. Bei genauerere Betrachtung finden wir einen Mitbewohner. Elisabeth knipst ein par Photos, als der Kreps sich  rührt und ich  die Muschel vor Schreck fallen lasse. #

 

Ein günstiges Lokal am Strand wird der Ort, an dem wir die meiste Zeit verbringen. Wir spielen Karten und trinken frischen Wassermelonensaft.

Abends versuchen wir noch ein anderes nettes Restaurant zu finden.

Eines sieht sehr schön aus, serviert aber nur Meeresfrüchte und darauf haben die Jungs keine Lust.

Ein weiteres sieht von außen wie ein Piratenschiff aus und wir hätten große Lust auf Deck zu dinieren, aber es stellt sich heraus, dass das Restaurant nur im Bauch des Schiffes ist und eher wie eine Bierstube aussieht. Scheußlich.

Letztendlich landen wir wieder in unserem kleinen,  Lokal am Strand.

07.05.2017

Der große Tempel

Da es nur noch eine einzige Sache gibt, die wir auf Penang wirklich sehen wollen, packen wir heute schon wieder unsere sieben Sachen, nehmen den lokalen Bus zurück in die Stadt und lassen uns von einem UBER zu Kek-Lok-Tempel bringen.

Dieser ist ein chinesisch-buddhistischer Tempel und einer der besonders großen seiner Art in Südostasien.

Viele Stufen geht es hinauf, zwischen unzähligen kleinen Shops entlang. Die Anlage ist verwinkelt und riesig. Aber der Weg nach oben ist leicht erkennbar.

Der letzte Abschnitt wird normalerweise mit einer Zahnradbahn zurückgelegt, kann aber auch gelaufen werden. Da wir heute noch eine Fähre zur nächsten Insel (Langkawi) nehmen wollen, beschließen wir ausnahmsweise auch faul zu sein.

Oben angekommen, besichtigen wir die große Statue und einige kleinere Bauten.

 

Die Größe der Tempelanlage ist beeindruckend, atmosphärisch gefällt er uns aber weniger.

Zu touristisch, zu viel Schnickschnack, zu kommerziell.

 

Cameron Highlands

Cameron Highlands
01.-02.05.2017

Dank UBER kommen wir problemlos zum Busterminal. Es liegt etwas außerhalb der Innenstadt.

Unser Ziel: Die Cameron Highlands. Eine Gegend in den Bergen, die für ihre Teeplantagen berühmt ist.

Die Fahrt ist gemütlich, wenn auch etwas unterkühlt. Malaysier stehen total auf Klimaanlagen. Wir nicht.

Der letzte Teil der Strecke ist ganz schön kurvenreich und ich muss sogar aufhören zu schreiben und den Computer weglegen, damit mir nicht übel wird.

Es geht durch Urwald und schließlich durch Teeplantagen.

Wunderschön.

Als wir aussteigen, beschwert Kilian sich aber sofort über die deutlich niedrigeren Temperaturen. Wir hatten ihm Meer und Sonne versprochen und nun ist er in nebligen, kalten Hügeln.

Unseren Mägen folgend, suchen wir uns ein indisches Lokal. Danach eine Bleibe.

Das „Fathers Guesthouse“ ist nett, allerdings sind wir weiterhin von den Unterkünften in Malaysia etwas enttäuscht. Wir hatten gehofft, es sei mehr wie in Thailand oder Indonesien.

Da es auch nicht viel günstiger ist, als in der Stadt, nehmen wir wieder ein Zimmer zu dritt. Da dieses aber nur für eine Nacht verfügbar ist, muss Kilian morgen in den Schlafsaal umziehen und wir bekommen ein Zimmer für zwei Personen.

#Kommentar Dario: Ein dicker Smiley. Hin und wieder brauchen wir mal  ein Zimmer für uns alleine#

Aber es gibt Brettspiele im Aufenthaltsbereich, einen Hinterhof in dem wir Poi spielen können und viele Backpacker. Abends gehen wir mit ein paar von ihnen aus.

Obwohl es in dieser Gegend nicht so wahnsinnig viel gibt, fühlt sie sich ziemlich touristisch an. Hier in diesem kleinen Dorf, in dem der Bus ankommt, gibt es etliche kleine Hotels, Restaurants, Bars und Shops.

Am nächsten Morgen versuchen wir alles, um preiswerte Scouter zu finden. Vergeblich. Schließlich nehmen wir doch zwei teure vom Hotel. Mit 15Euro pro Stück sind sie dreimal so teuer wie in Indonesien und sechs mal so teuer wie in Nordthailand.

Allerdings ist ihr Zustand auch entsprechen besser, da kann man nichts sagen.

Und einen Tag lang muss das schon sein.

Wir düsen in die Teeplantagen.

Und machen mal wieder die gleichen Fotos wie alle Touristen.

Aber auch einige, die sonst vielleicht eher niemand macht.

Außerdem fahren wir danach einfach irgendwo weiter hoch. Unterwegs treffen wir zwei Türken, die es sich mit Wasserpfeife, Kaffee und Leckereien an einem Aussichtspunkt gemütlich gemacht haben.

Nachdem sie uns bei Poispielen gefilmt haben, bieten sie uns an mit uns zu teilen. Einige Datteln nehmen wir gerne an, mit dem Rest können sie uns nicht wirklich locken.

Unsere nächste Begegnung ist eine einsame Ziege.

Als wir denken, nun wirklich ganz weit von jeglichen Touristenattraktionen zu sein, erreichen wir plötzlich den „Mossy Forest“.

Manchmal hat man von hier wohl eine fantastische Aussicht. Jetzt gerade aber nicht.

Foggy Forest“ wäre im Moment nämlich auch ein sehr passender Name.

Der Spaziergang durch diesen mystischen Nebelwald ist aber mindestens genauso schön wie eine gute Aussicht.

Auf dem Rückweg gabeln wir noch zwei Backpacker auf, die den Weg tatsächlich laufen. Die Jungs nehmen den einen mit, ich die andere.

Wir fahren langsam und denken an all die gewagten Beladungen von Scoutern, die wir schon gesehen haben. Dagegen sind wir noch harmlos.

#Kommentar Dario: Kilian sitzt hinter mir, als wir ein Pärchen am Wegesrand entlang gehen sehen. Wir sind hier im Nirgendwo also fragen wir sie, ob wir sie nicht mitnehmen sollen. Nach einigem Gequetsche passen wir ohne Probleme zu dritt auf den Scouter.#

Alle zusammen gehen wir essen, dann trennen sich unsere Wege wieder.

Schließlich wollen wir unsere Motorräder noch etwas auskosten. Also fahren wir noch weiter, besichtigen ein paar Tempel, einen Fluss voller Müll und die vielen Gewächshäuser, die in dieser Region wie Geschwüre aus Plastik an den Hängen zu wachsen scheinen.

Wir überlegen, ob wir als nächstes in den Nationalpark fahren, doch Kilian besteht auf Meer und so beschließen wir mit einem kleinen Stopover in der Stadt Ipoh nach Penang zu fahren. Penang ist eine recht bekannte Insel, auf der sich die viel gerühmte Stadt „George Town“ befindet.

Kuala Lumpur

Kuala Lumpur

27.04. – 01.05.2017

Wir schlafen gemütlich aus, frühstücken und machen es uns samt Gepäck im Foyer gemütlich. Zeit noch ein wenig zu recherchieren.

Schließlich geht es auf zum Flughafen.

Wir sind mal wieder froh so früh dran zu sein, denn es dauert ein wenig, bis wir das richtige Gate gefunden haben. Gate 4a liegt nicht wie alle anderen erhaben eine Etage über dem Erdboden sondern ebenerdig – also unter den anderen Gates. Der Grund ist klar: Es wird nicht durch einen Tunnel geboarded sondern ein Bus bringt uns zum Flugzeug. AirAsia Billigflug eben.

AirAsia

Etwas undurchsichtig ist, welcher Flug wann geboarded wird. Munter verschieben sich permanent die Zeiten und als offiziell wir dran sein sollten, wird noch ein ganz anderer Flug geboarded. Hier unten gibt es nicht mal eine ordentliche Durchsage geschweige denn eine Anzeigetafel.

Wir beobachten einen Mitarbeiter, der schnell Flugdaten auf ein Blatt schreibt. Dann hält er das Blatt in die Höhe, rennt herum und schreit ob noch irgendjemand zu diesem Flug gehöre.

#Kommentar Dario: Lustig#

Es ist nicht unser Flug.

Ich bin nicht die einzige, die durch diese Verspätung unruhig wird. Halt immer noch sehr deutsch.

So treffe ich eine andere Deutsche Backpackerin, die ebenfalls gerade nachgefragt hat, wann wir denn endlich dran sind und wir kommen ins Gespräch.

Schließlich sind wir mit Boarding dran. Viel zu spät. Schön, dass wir keinen Anschlussflug haben.

Das Flugzeug hat natürlich kein Unterhaltungsangebot (außer man lädt sich die AirAsia App herunter), aber der Flug ist ja auch nicht besonders lang.

Wir landen gegen Abend in Kuala Lumpur.

In Kuala Lumpur

Der Flughafen liegt fast eine Stunde außerhalb des Stadtzentrums und wir haben noch keinen Plan. Weder wie wir in die Stadt kommen, noch wo wir unterkommen werden.

Die Deutsche mit der ich vor dem Boarding gesprochen habe, schien sich ganz gut auszukennen. Wir treffen sie zum Glück bei der Gepäckausgabe wieder und fragen sie, wie sie in die Stadt kommt.

Die günstigste Variante ist ein Bus und wir sind einfach faul und folgen ihr.

Durch eine Straße mit einem indischen Tempel an dem selbst um diese Zeit noch etwas los ist.

Erst in den Bus und dann bis in ein Backpackers. Wir kriegen gerade noch ein Zimmer für eine Nacht, morgen müssen wir aber wo anders unterkommen.

Die Besichtigung zeigt mir, dass das Preisleistungsverhältnis im Vergleich zu Indonesien deutlich gesunken ist. Ich versuche es noch bei einer Unterkunft in der Nachtbarschaft, die etwas günstiger ist, und halte es kaum im Gebäude aus. Alles ist dreckig, die Flure kaputt, das Gemeinschaftsbad will ich gar nicht sehen. Nichts wie raus hier.

Wir nehmen das Backpackers.

28.04.2017

Wir suchen uns erst Mal eine neue Bleibe.

Wieder geht es durch die Straße mit dem indischen Tempel, an dem gebettelt, verkauft und geräuchert wird. Ein buntes Treiben zwischen all den Hochhäusern in der Umgebung.

Dann über den chinesischen Markt mit all seinen Händlern und Lampions, denn wir sind eigentlich in Chinatown.

Wir finden ein nettes kleines Hotel, das Rain Forest Hotel. Dort kriegen wir ein vierer Zimmer, bezahlen für die erste Nacht für zwei Personen und für die zweite für drei. Denn morgen kommt Kilian an! Unser erster Besucher von Zuhause auf dieser Weltreise! Kim in Thailand zählt nicht als Besucher, den haben wir schließlich zufällig getroffen.

Besonders gut gefällt uns der Gemeinschaftsbalkon in einem der Obergeschosse, wo wir draußen sitzen und arbeiten können.

Nachdem wir unsere Rucksäcke vom Backpackers geholt und Maronen auf dem chinesischen Markt gekauft haben, erledigen wir den restlichen Tag Dinge am Computer. Etwa die Planung für die kommenden Wochen.

Außerdem male ich eine Wegbeschreibung für Kilian, damit er am Flughafen den ersten Geldautomaten, den Ticketschalter für den Shuttlebus und die Bushaltestelle gut findet. Wir schicken ihm alles und wünschen einen guten Flug. Er ist aufgeregt. Es ist erst seine zweite Flugreise.

Sorge machen uns einige Pusteln auf Darios Haut. Wir recherchieren und finden als einzig einleuchtende Erklärung, dass sie etwas mit dem vielen Schwitzen in tropischen Ländern zu tun haben. Sicher sind wir uns aber natürlich nicht. Wir beschließen eine Woche zu warten und sie zu beobachten.

Abends kommt ein betrunkener Inder auf die Terrasse und will unbedingt ein Foto mit uns machen. Kann er haben. Danach wird er uns allerdings zu aufdringlich und wir suchen die Ruhe unseres Zimmers auf. Nichts gegen Gesellschaft, aber manche Leute können schon nerven.

#Kommentar Dario: Er will unseren Facebook-Kontakt. Den kann er natürlich haben. 10 Minuten später im Zimmer klicke ich auf den Butten „Freundschaftsanfrage löschen“.#

Kilian – wo bleibt er nur?

29.04.2017

Heute soll Kilian also ankommen.

Wir sitzen auf der Terrasse, futtern Mangos, Bananen, Äpfel und Drachenfrucht. Die haben wir recht günstig an einem der vielen Obststände gekauft.

Schließlich klingelt das Telefon. Endlich!

Na, gut angekommen?“, fragen wir.

Ja, schon. Aber hier ist nirgends ein Ticketschalter für den Bus. Und der Flughafenmitarbeiter hat gesagt, da müsse ich ganz wo anders hin.“

Dario und ich schauen uns verwirrt an.

Wir beschreiben noch einmal den Weg und fragen, wie bei ihm denn alles aussieht.

Vielleicht gibt es ja zwei Ausgänge aus der Ankunftshalle?

Es dauert eine ganze Weile, bis Kilian herausfindet, was los ist.

Er ist an einem ganz anderen Flughafen angekommen!

Ich stöhne auf. Natürlich! Das habe ich in Europa auch schon mal erlebt. An einem Flughafen kommen die ganzen großen Airlines an und an dem anderen meist die Billigflüge. Ich hätte deswegen mit Mama beinahe mal einen Ryanair Flug verpasst.

Eigentlich müsste der Bus ja auch an dem großen Flughafen abfahren, aber der scheint schwer zu finden. Es gibt allerdings eine Bahn, die die beiden Flughäfen verbindet und so fährt Kilian einfach zu dem anderen Flughafen und folgt dort unserer Beschreibung.


Wir gehen sehr früh zur Bushaltestelle, um ihn abzuholen, da wir nicht ganz sicher sind, um welche Zeit er denn letztendlich den Bus genommen hat. Er hat sich nicht mehr gemeldet, seit er den Flughafen gewechselt hat. Anrufen können wir ihn auch nicht, denn er hat keine malaysische SIM-Karte und wir kein Guthaben für Auslandsgespräche auf unserer (zuvor haben nur über das freie Internet des Flughafens telefoniert).

Kurz darauf hält auch schon der erste Bus und ich flitze hin, um herauszufinden, ob es der richtige ist. Aber nein, dieser kommt nicht vom Flughafen sondern fährt dorthin. Alle Busse halten an der gleichen Haltestelle und in der gleichen Richtung.

Beim nächsten Bus düse ich wieder los, während Dario nur den Kopf schüttelt.

So geht das einige Male, bis schließlich auch ich nicht mal mehr von der Bank aufstehe.

Und immer noch kein Kilian.

Wir sind jetzt schon eine gute Stunde hier.

Langsam beginne ich mir Sorgen zu mache, fühle ich mich doch mal wieder verantwortlich.

Dario schüttelt nur erneut den Kopf und wir warten weiter.

Eine gefühlte Ewigkeit später klingelt unser Handy. Eine fremde Nummer.

Wir gehen ran und tatsächlich ist es Kilian. Er hat jemanden auf der Straße um ein Telefonat gebeten, denn er musste unterwegs aus irgendeinem Grund in einen kleineren Bus umsteigen, der ihn dann ganz woanders abgesetzt hat.

Er ist direkt an der Straße mit dem chinesischen Markt und damit näher am Hotel als wir.

Schnell laufen wir los und wenige Minuten später können wir ihn endlich in den Arm schließen.

Nachdem wir alles ins Hotel gebracht und uns ein wenig ausgetauscht haben, beschließen wir auszugehen.

Regen und Inder

Wir sind noch nicht weit gekommen, als es anfängt zu schütten. Schnell suchen wir Zuflucht in einem der vielen Arkadengänge.

Als der Regen einfach nicht mehr aufhören will, fragen wir in einem Hostel ob es ganz nah ein gutes Restaurant gibt. Sie empfehlen uns einen Inder gleich um die Ecke und wir kommen tatsächlich halbwegs trocken dort an.

Das Beste ist allerdings das Essen.

Wir schwelgen in kleinen Schälchen voller Köstlichkeiten und versuchen die Kopfbewegungen der indischen Bedienung nachzuahmen. Darios Mama hat uns schon erzählt, dass das Nicken in Indien ganz anders aussieht. Es ist mehr ein Hin- und Herwackeln des Kopfes.

Obwohl wir uns selbst nicht unbedingt angemessen gekleidet vorkommen, werden wir sehr höflich behandelt und unsere Wasser stets aufmerksam nachgefüllt.

Menara Kuala Lumpur

Als wir schließlich mit Dinieren fertig sind, hat es aufgehört zu regnen und wir wandern noch zum Fernsehturm, dem „Menara Kuala Lumpur“.

Leider ist die höchste Plattform wegen des Regens geschlossen, aber auch so haben wir eine tolle Sicht über Kuala Lumpur. Das Erlebnis ist zwar ziemlich überteuert, aber wir großen Spaß. Vor allem mit dem extrem guten Ferngläsern, mit denen man tatsächlich sogar in das eine oder andere Haus blicken, oder die Gäste eines der Hotels mit Dachpool beim Baden beobachten kann.

Totmüde kippen wir schließlich alle in die Betten.

30.04.2017

Unsere heutige Stadtbesichtigung verläuft wenig enthusiastisch. Ein chinesischer Tempel, ein indischer Tempel und die große Moschee. Letztere allerdings nur von außen, sie ist gerade für Ungläubige geschlossen.

Schließlich besuchen wir den viel gerühmten Vogelpark. Er wirbt damit die weltgrößte betretbare Voliere mit frei fliegenden Vögeln zu haben.

Es ist auch ziemlich voll.

Doch bald bald schon müssen wir feststellen, dass viele der Vögel ziemlich zerfetzt aussehen. Die Voliere mag ja groß sein, doch wirklich schön ist sie nicht.

Wir schauen uns alles an, können jedoch nichts wirklich Bemerkenswertes finden.

Ich schreibe einen enttäuschten Kommentar auf Google Maps und wir nehmen den nächsten Zug zu den Batu Caves, einem der berühmtesten hinduistischen Tempel außerhalb Indiens.

Nach der Enttäuschung im Vogelpark sind wir auf alles gefasst. Kuala Lumpur erscheint uns teurer als der Rest Asiens und wesentlich weniger spektakulär.

Moderner auch, das haben wir vorher schon gehört, aber mit der Entwicklung scheint für uns auch einiger Flair verloren gegangen zu sein.

Der Bahnhof der Batu Caves ist wie jeder andere. Wir müssen noch ein Stück laufend, doch dann ragen schließlich eine große Treppe und eine gigantische Statue vor uns auf.

Zwischen Affen, Touristen und Gläubigen erklimmen wir die vielen Stufen.

Oben angekommen wollen gleich zwei Frauen ein Foto mit uns machen. Mal wieder.

Die Höhlen sind sehr zweiseitig. Einerseits fantastisch und faszinierend, andererseits voller Bauschutt und Müll.

#Kommentar Dario: Kilian und ich finden die grosse Statue besonders genial. Beide sind wir uns einig, dass man mit einem Stock im Allerwertesten besonders gerade stehen sollte. Dieser Gotte also musste den Weg zur Erleuchtung  nicht nur einmal finden, sondern bewältigt seine Meditation durchgehend und mit all seinen Widrigkeiten und Ablenkungen jeden Tag. Das finden wir beide sehr beeindruckend. (Lustig)#

Morgen müssen wir unbedingt raus aus dieser Stadt.