Das Matahari Beach Resort

Die letzten Tage brechen an
14.06.2017

Wir erwachen im Paradies.

Allein das Zimmer ist schon ein Traum.
Zwar bietet es keinen Ausblick, doch dafür ist es umso gemütlicher gestaltet.

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Besonders gut gefällt uns die Dusche im Freien, in Form eines Drachen.

655b Matahari Beach Resort (D E)

Das Frühstück ist eine Wonne. Mit allem, was das Herz begehrt.
Besonders das deutsche Herz kommt nicht zu kurz, denn hier gibt es sogar wirklich gutes Brot, Käse und Wurst.

Die Anlage ist schön und verfügt über zwei, aber nicht übertrieben große Pools.
Der Strand wird hier gut genutzt. Liegen mit Handtüchern stehen bereit, zudem gibt es Boards, Kajaks, Golfequipment und andere spaßige Dinge.
Und die Drinks der Strandbar sind fantastisch.

659a Matahari Beach Resort (N)659b Matahari Beach Resort (D E)659b Matahari Beach Resort Poi (M)660 Matahari Beach Resort Poi660b Matahari Beach Resort Poi661 Matahari Beach Resort662 Matahari Beach Resort (M)663 Matahari Beach Resort664 Matahari Beach Resort (M)665 Matahari Beach Resort (M)666 Matahari Beach Resort (M)

Wir verbringen fast den ganzen Tag am Strand.

Dabei stellen wir fest, dass fast alle anderen Hotelgäste auch deutschsprachig sind.
Das erklärt natürlich auch die Auswahl beim Frühstück. Ein Hotel auf Bali hauptsächlich für deutschsprachige Touristen. Sprich: Deutsche, Österreicher und Schweizer.  ‘
Stören tut es uns nicht. Die anderen Gäste sind nett.

Dario versucht Marina und Norman das Skatspielen beizubringen, kracht aber gegen eine Wand aus Entspannung und gibt schließlich auf.
Wir haben ja ohnehin nur noch wenige Tage gemeinsam.
Leider. 

Als die Eltern zur Massage gehen, leihen wir uns Golfschläger und testen den kleinen Golfplatz.
Wir haben beide noch nie Golf gespielt und wollen es einfach mal ausprobieren.
Damit sind wir dann auch recht schnell fertig, obwohl wir alle Löcher spielen.

Die Fläche wäre mit einer Minigolfanlage besser genutzt.

670 Matahari Beach Resort (M)671 Matahari Beach Resort (M)

Auch checken wir endlich ein.
Dabei treffen wir im Foyer den Manager des Hotels. Auch ein deutscher.
Dario lobt das Essen, gibt einige Anregungen und kritisiert die schlechte Beleuchtung des wunderbaren Frühstückbuffet.
So erfahren wir, dass der Manager früher Koch war und sogar eine Weile mit Darios deutschem Chef, Rolf Straubinger, im gleichen Restaurant gearbeitet hat.
Nette Zufälle gibt es immer wieder.
 

Abends gibt es im Hotelrestaurant eine Tanzaufführung.
Wir nehmen Teil, obwohl wir schon befürchten, dass wir nun zum dritten Mal die gleiche Geschichte zu sehen kriegen werden.

Doch zu unser aller Freude ist es ein ganz anderer Tanz.
Das Orchester und die Tänzer kommen aus den Reihen der Hotelangestellten und deren Familien.
Es sind etliche sehr junge Leute und sogar Kinder darunter.

Sie tanzen wundervoll.

Natürlich nicht so professionell wie die Theatergruppe auf Java, die das Stück schon ihr ganzes Leben spielt und das jeden Tag.
Aber für uns ist es genauso schön.

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Fische und Fledermäuse
15.06.2017

Auch beim Frühstück sitzt ein Musiker auf der Bühne und spielt für die Gäste.
Die Atmosphäre hier ist ganz schön perfekt. Nicht übertrieben Prunkvoll, sondern eher gemütlich und alles passt.
Besonders das Essen ist für uns ja immer ein großer Aspekt und das passt hier wirklich voll und ganz.

676 Matahari Beach Resort (N)

Mittags gehen wir mit auf eine Schnorcheltour.
Eigentlich würde ich ja gerne das Biorock-Projekt sehen, wegen dem Dario und ich schon während unserer ersten Scouter-Tour auf Bali in diesem Ort waren, doch das Meer ist am Ufer einfach zu trüb.
In den letzten Tagen gab es viele Wellen, die den Sand aufgewirbelt haben.
Aber naja, die Erklärung des Projekts habe ich ja damals schon bekommen und auf Gili Nanggu haben wir auch ein paar Korallenzucht-Gitter gesehen.

Heute fahren wir zu einer nahen Insel, die eigentlich besonders für Taucher interessant ist.
Entsprechend sind einige andere Gäste dabei, die tauchen gehen.

15m vom Ufer der Insel entfernt, fällt der Meeresgrund nämlich schlagartig ab.
Diese Steilwand, die voller Korallen ist, ist für die Taucher so interessant.

Aber auch zum Schnorcheln ist die Insel okay. Die 15m bis zur Steilwand bieten schon auch einiges.
Allerdings nicht zu vergleichen mit unseren Erlebnissen während der Schiffsreise.

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Ich habe das Gefühl, die Unterwasserwelt ist schöner, je weiter man sich von Bali entfernt.

Dafür entdecken wir hier etwas anderes, überraschendes: In einigen der kleinen Höhlen am Rand der Insel, hängen hunderte von Fledermäusen.
Und man kann richtig nah an sie ran.

Auf diesen Ausflug folgt, dass wir gründlich unsere Sachen sortieren und packen müssen.

Das Abendessen unterbricht diese notwendige Tätigkeit auf sehr angenehme Weise.
Allerdings sind wir wirklich traurig, dass es unser letztes zu viert ist.

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Es stellt sich heraus, dass ein Fahrer vom Hotel zum Flughafen über zweihundert Euro kosten würde.
Das nenne ich mal Wucher! Also organisieren wir noch auf den letzten Drücker einen privaten Fahrer aus einem Ort in der Nähe.
Der macht die gleiche Fahrt für einen Bruchteil des Preises.

Zudem packen wir weiter und kommen kaum zum schlafen. Wir müssen genau entscheiden, welche Dinge uns weiterhin begleiten sollen und was mit den Eltern nach Hause fliegen wird.
Schweren Herzens verabschiede ich mich zum Beispiel von unseren beiden Diabolos. Ich benutze sie wirklich gerne und sie bleiben eines meiner liebsten Jongliergeräte, doch gemeinsam nutzen wir hauptsächlich Poi und Keulen. Die Diabolos sind meistens nur Ballast.

 

Abschied
16.06.2017

Ein letztes, wundervolles, gemeinsames Frühstück.

Als wir ins Foyer kommen, ist der Manager schon da, um uns zu verabschieden.
Dario und er machen ein Foto zusammen, das Dario an seinen Chef in Deutschland schickt.

685b Matahari Beach Resort (D E)

Dann steigen wir alle ins Auto.

Wie von dem jungen Fahrer versprochen, ist es groß genug, um locker alle Koffer und Rucksäcke unterzubringen.
Er ist super nett und wir verstehen uns sofort alle gut mit ihm.

Als wir die Hügel erreichen, gibt es eine Umleitung, die uns über unmöglich schmale Straßen mit engsten Kurven führt.
Hier lernen wir unseren Chauffeur wirklich schätzen, denn er meistert alle Situationen einwandfrei.

Wir halten auf dem Berg, um die zwei Seen zu bewundern und trinken etwas.
Ein anderer Fahrer zeigt unserem eine neue Macke, die er sich auf der Umleitung eingehandelt hat.

690 Fahrt ueber Bali (D E)

Außerdem haben wir noch genug Zeit, um den Wassertempel anzuschauen, an dem Dario und ich letztes Mal einfach vorbeigefahren sind.

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Obwohl die Straßen zur Stadt hin immer voller werden, schlängelt unser Fahrer sich geschickt durch.
Er scheint jeden Schleichweg zu kennen und wir sehen Teile der Stadt, in denen wir noch nie waren.
Lange Straßen, in den oft nur Produktionsstätten zu einem einzige Thema befinden, etwa auf alt gemachte Möbel, Metallskulpturen oder Holzschnitzereien.

Sehr pünktlich erreichen wir den Flughafen.
Norman gibt ein dickes Trinkgeld und unser Fahrer verabschiedet sich strahlend.
Er sagt, seine Familie würde uns danken und er werde für uns beten.
Später schickt er uns ein Foto von sich mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter.

Die letzten Rupiah geben wir für Essen und weitere Postkarten aus, die wir alle gemeinsam schreiben.

697 Flughafen (D E)

Dann heißt es Abschied nehmen.

Viele Umarmungen und gute Wünsche werden gewechselt.
Es wäre zu schön, wenn diese gemeinsame Reise noch viel länger sein könnte.

Wir winken Norman und Marina hinterher, bis sie im Gang zum Flugzeug verschwinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jogyakarta (auf Java)

 

Jogyakarta
10.06.2017

Den Morgen verbringen wir noch entspannt im Hotel, dann geht es erneut zum Flughafen.
Heute steigen wir in ein Flugzeug, das uns auf die Insel Java bringen und dort in der Stadt Jogyakarta landen wird.

334a Joyakarta (M)

Vom Flughafen bringt uns ein TUI-Fahrer zum Hotel.

346 Jogyakarta (N)347 Jogyakarta (N)

Dort werden wir mit Blütenketten und dem obligatorischen Welcome-Drink in Empfang genommen.
Das Hotel ist in seiner Form und den Dekorationen an die berühmten Tempel angelehnt, die es in dieser Stadt gibt.

348 Jogyakarta Hotel (N)

Diese Tempel sind auch der Grund, weshalb wir hierher geflogen sind.

Heute steht zwar nur noch Entspannung und gutes Essen an, aber für die nächsten Tage ist eine Tour gebucht.

348b Jogyakarta Hotel (N)349 Jogyakarta Hotel (N)350 Jogyakarta Hotel (M)351 Jogyakarta Hotel (M)352 Jogyakarta Hotel (M)353 Jogyakarta Hotel (M)354 Jogyakarta Hotel (N)356 Jogyakarta Hotel (M)

 

Museen und Tempel
11.06.2017

Wir müssen recht früh aufstehen, da die Tour bei Zeiten beginnt.
Gleich nach dem Frühstück steht unser Guide schon in der Lobby bereit.

Er ist ein TUI-Guide und spricht ausgezeichnet Deutsch.
Zudem ist er überaus nett und extrem höflich.

Er erzählt uns viel über Ramadan, denn im Moment ist dieser muslimische Fastenmonat und Javas Bevölkerung ist größtenteils muslimisch.
Zum Glück müssen wir Touristen nicht darben.
 

Unsere Tour hat Marina individuell zusammengestellt.

So geht es als erstes in ein kulturelles Museum, das sich allerdings als ziemlich öde erweist.
Im “Ullen Sentalu Museum” sind hauptsächlich Hinterlassenschaften der Herrscherfamilie zu bewundern.

Von Fotos über Kleidung bis hin zu Mobiliar.

Ziemlich entsetzlich finde ich den Versuch, eine aufregende Architektur zu schaffen.
Der Sichtbeton mit den teils dreieckigen Fenstern ist kalt und dunkel, wie auch die Atmosphäre im restlichen Museum.
In der hohen Eingangshalle hallt es so schlimm, dass man kaum jemanden versteht. Selbst wenn derjenige kaum einen Meter entfernt steht.
Allerdings gehen hier die Meinungen ziemlich auseinander.

578 Jogyakarta (M) (14)579 Jogyakarta (D E)

Zum Glück dauert die Führung nicht sehr lange.

Da sind die Pflanzen, die wir auf der Fahrt sehen, spannender.

580 Jogyakarta (M)581 Jogyakarta (M)

Das Vulkanmuseum “Museum Gunung Merapi”, das am Fuße des Gunung Merapi liegt, gefällt uns inhaltlich im Vergleich recht gut.

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Die kuratorische Qualität beider Museen ist allerdings weit entfernt von dem, was wir gewöhnt sind.

 

Borobudur

Jetzt steht endlich der erste große Tempel an, der Borobudur.

Er ist ein buddhistischer Tempel, der über einem Hügel errichtet wurde.

Geziert wird er von 432 Buddha-Statuen in verschiedenen Haltungen.

586 Borobudur Tempel (M)587 Borobudur Tempel (N)588 Borobudur Tempel (M)

Unten sind die Buddha-Statuen in kleinen Nischen platziert.

Im oberen Teil sitzen sie unter steinernen Kuppeln, die nur kleine Einblicke gewähren.

Die Spitze des Tempels bildet eine besonders große Kuppel, die gänzlich geschlossen ist.
Dieser heiligste Bereich bleibt für den Besucher ein Geheimnis.

Obwohl ziemlich viele Touristen unterwegs sind, herrscht eine sehr schöne Atmosphäre.

589 Borobudur Tempel (N)589b Borobudur Tempel Poi590 Borobudur Tempel (M)590b Borobudur Tempel Poi591 Borobudur Tempel (M)592a Borobudur Tempel (M)592b Borobudur Tempel (M)593 Borobudur Tempel Poi593b Borobudur Tempel Poi594 Borobudur Tempel (M)595 Borobudur Tempel (M)

Sieht man genauer hin, sind viele Elemente beschädigt. Dieses Land wird immer wieder von Erdbeben und Vulkanausbrüchen gebeutelt.

Der komplette Tempel war lange Zeit unter Asche begraben. Man wunderte sich über den seltsamen Hügel, bis schließlich der Tempel ausgegraben wurde.

Norman, Marina, Dario und ich lieben solche Orte.
So brauchen wir ewig und erkunden jeden Winkel.
Wir wollen gar nicht mehr weg.

So sind wir ziemlich spät dran für´s Abendprogramm.

Ein kurzer Abstecher zum Hotel erlaubt es uns, uns frisch zu machen, dann geht es weiter.

Wir dinieren in einem hübschen, offenen Restaurant. Es gibt ein großes Buffet und ein Gamelan-Orchester spielt auf.

596a Tanzauffuehrung596b Tanzauffuehrung

Gleich neben dem Restaurant-Bereich ist ein kleines Theater.

In dieses gehen wir nach dem Essen, um ein weiteres Mal die tragische Liebesgeschichte des Ramayana.

 

Die Aufführung ist hoch professionell und wunderschön inszeniert, doch Dario und ich sind so müde, dass wir zeitweise tatsächlich einschlafen.

596c Tanzauffuehrung (M)597 Tanzauffuehrung (M)598 Tanzauffuehrung (N)

Das finden besonders die von Jugendlichen gespielten kleinen Affen lustig.

Nach der Vorführung stehen sie allen für Fotos vor dem Theater zur Verfügung, doch als wir herauskommen, machen sie mit großer Gestik über uns lustig.

Wir grinsen und machen gemeinsam ein Foto.

599 Tanzauffuehrung (N)

Dann geht es zur dringend nötigen Bettruhe ins Hotel.

 

Der Palast von Jogyakarta
12.06.2017

Schlaf ist im Moment tatsächlich wichtig, das straffe Programm ist ganz schön anstrengend.

Heute führt uns die erste Fahrt zum Palast von Jogyakarta.

600a Jogyakarta601 Palast Jogyakarta (N)

Der Sultan lebt hier noch immer, doch der Palast ist größtenteils zur Besichtigung freigegeben.

Ausgestellt wird eine prunkvolle Sammlung von Gamelan-Instrumenten, mal wieder viele Fotos und so ziemlich alles, was zur Geschichte der Sultansfamilie gehört.

Von Kleidung, über Auszeichnungen und Geschenke aus aller Welt bis hin zum Besteck aus der Studienzeit des jetzigen Sultans.

600b Palast Jogyakarta (M)602 Palast Jogyakarta604 Palast Jogyakarta (N)605 Palast Jogyakarta (D E)606 Palast Jogyakarta (M)

Als wir vor einem Käfig mit Vögeln stehen bleiben, erklärt unser Guide uns, dass Vögel hier ein Hobby der Männer sind.

Wer etwas auf sich hält, besitzt einen schönen Singvogel.

Das erklärt endlich all die Käfige. Jeder möchte einen Vogel besitzen. Da gefällt mir unsere Art zuhause doch besser, wo jeder den Gesang der freien Vögel genießt.

607 Palast Jogyakarta (N)

Innen vor den Eingängen des Palastes sind natürlich Dämonen abwehrende Mauern errichtet.
Auf ihnen thront ein Drachenpaar.

Rechts der männliche Drache, links der weibliche.
Entsprechend müssen Männer auf der rechten Seite entlanggehen und Frauen auf der linken.
Typisch.

609 Palast Jogyakarta (M)

Gehütet wird der Palast von den “Wächtern”.

Das sind alte Männer, die freiwillig aus Respekt vor dem Sultan Zeit am Palast verbringen.
Alle tragen eine bestimmte Uniform, sind einfach präsent, sitzen beisammen und plauschen.

Dieser Dienst ist hoch angesehen.

610 Palast Jogyakarta (N)603 Palast Jogyakarta (M)

Vom Palast aus spazieren wir durch die Stadt.
Darios Eltern sind ganz begeistert von all den Rikschas.

611b Jogyakarta (N)

Der Weg führt über einen lokalen Markt.
Hier haben wir kaum noch fragen, können vielmehr Darios Eltern fast alles erklären.

613 Jogyakarta (M)614 Jogyakarta (N)615 Jogyakarta (N)616 Jogyakarta (M)617 Jogyakarta (M)618 Jogyakarta (N)619 Jogyakarta (M)

Das Ziel dieses kleinen Spaziergangs ist das Wasserschlösschen des Sultans.

Es ist ganz schön heruntergekommen, lässt aber die alte Pracht noch erahnen.

620 Jogyakarta (N)621 Jogyakarta (N)622 Jogyakarta (M)

Der Sultan saß in einem kleinen Turm, von wo aus er seine Haremsdamen in den zwei Pools und dem Innenhof beobachten konnte.
Wenn er eine zu sich holen wollte, warf er ihr eine Blume hinab.

Mit dieser Dame konnte er sich dann auf der anderen Seite des Gebäudes in einen weiteren Hof mit Pool zurückziehen.
Oder in die Sauna, die sich gleich neben einem Raum mit Bett befand.

623 Jogyakarta (M)

 

Sarong-Fabrik

Endlich lernen wir etwas über die Herstellung meiner geliebten Sarongs.

Wir besuchen eine kleine Fabrik und unser Guide erklärt alles sehr genau, wie immer übrigens.

Die Muster der Sarongs werden stets zuerst mit Wachs aufgetragen.
Dann werden die so präparierten Stoffe eingefärbt. Die Muster aus Wachs nehmen keine Farbei auf.

Im nächsten Schritt wird weiteres Wachs aufgetragen, dann wieder gefärbt.
Je aufwändiger das Muster, desto mehr Durchläufe sind erforderlich.

Zudem gibt es Muster, die einfach mit einem Stempel aufgetragen werden und andere, die komplett von Hand gemalt werden.

628 Batik Fabrik (M)

630 Batik Fabrik (M)

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Sie lassen sich leicht unterscheiden, denn bei den Handgemalten gibt es keine sich wiederholende Stellen.
Entsprechend sie sind wesentlich teurer, als die gestempelten Sarongs.

Nach der Führung geht es selbstverständlich in den Shop nebenan. Die Sachen sind wunderschön, aber die tollsten sind tatsächlich irre teuer. Bis hoch zu einigen tausend Euro gehen die Preise.

Wir nehmen einige einfachere Stücke mit.

Einen schlichten, aber handgemalten Sarong bekomme ich von Marina und bin überglücklich.
Er ist viel größer als meine anderen Sarongs. Ich werde wohl lernen müssen, ihn richtig zu benutzen.
Leider ist er dadurch aber auch schwer. Daher wird er mit Marina und Norman nach hause fliegen müssen, wir können ihn nicht mitnehmen.

Gut mitnehmen können wir dagegen einige neue Stofftaschentücher.

 

Nach dem Mittagessen steht der zweite große Tempel an.

Schade, wieder mit etwas Zeitdruck, denn im Anschluss geht unser Flug zurück nach Bali.

Wir sind einfach immer langsam unterwegs, außer der Druck wird wirklich groß.
Liegt die größte Attraktion am Ende, haben wir garantiert nicht mehr so viel Zeit übrig, wie wir gerne hätten.

Der Prambanan Tempel ist eine hinduistische Anlage.

632 Prambanan Tempel (M)

Als sie entdeckt wurde, war sie allerdings komplett zerstört.

In langer, noch immer andauernder Arbeit, wurde die Anlage restauriert.
Wie ein gigantisches, dreidimensionales Puzzle wurde sie Stück um Stück zusammengesetzt.

Was für eine Arbeit, zu erahnen, wo welches Stückchen hingehört!

633 Prambanan Tempel (N)634 Prambanan Tempel (N)635 Prambanan Tempel636 Prambanan Tempel (M)637 Prambanan Tempel Poi639 Prambanan Tempel Poi640 Prambanan Tempel (M)641 Prambanan Tempel (N)

Wir sind traurig, dass wir so bald weiter zum Flughafen müssen.

Unser lieber Guide spielt zum Abschied ein selbst komponiertes Liedchen auf einem Musikinstrument aus Bambus.
Der Text ist eine Liebeserklärung an Deutschland. Obwohl er noch nie in unserem Land war.

643 Jogyakarta (N)

Als wir auf Bali aus dem Flugzeug steigen und einen Fahrer bestellen, da diesmal keiner gebucht ist, stellen Marina und Norman fest, dass sie etliche Papiere und Wertsachen im Hotelsafe auf Java vergessen haben.

Sofort rufen wir dort an und stellen sicher, das die Sachen noch da sind.

Während wir unser restliches Gepäck im Interkontinental Hotel abholen, diskutieren wir, was wir machen sollen.

Am liebsten ist es den beiden, wenn jemand von uns die Sachen abholt. Alles andere erscheint ihnen hier zu unsicher.
Da wir günstig Flüge für morgen früh finden, beschließen Dario und ich gemeinsam zu gehen.

So können die Eltern weiter entspannen und wir nochmal den Prambanan Tempel besuchen.

Wir quartieren uns in der Nähe des Flughafens ein, während Norman und Marina ins nächste gebuchte Hotel an der Nordküste Balis gefahren werden.

 

Bali-Java-Bali an einem Tag
13.06.2017

Früh morgens sitzen wir also schon wieder im Flugzeug nach Java, Jogyakarta.

645 Wieder nach Java (D E)

Wir laufen aus dem Flughafen, in der Hoffnung einen Scouter zu finden. Mit Erfolg. Gleich gegenüber der Ausfahrt können wir einen mieten.
So düsen wir kurz darauf glücklich los. Das Scouterfahren liegt uns einfach.

646 Scouter Java (D E)

Problemlos holen wir die Sachen im Hotel ab, Dario hat eine Vollmacht von Norman dabei.

Mittlerweile haben wir allerdings ganz schön Hunger, denn wir sind ohne Frühstück los und auf dem kurzen Flug gab es natürlich auch nur einen winzigen Snack.

Gleich um die Ecke vom Hotel entdecken wir eine französische Bäckerei.
Wir probieren ein Pain au Chocolat und sind sofort in Frankreich. Hmmmmmmm, so lecker!
Uns ist sofort klar, dass hier ein echter französischer Bäcker am Werk sein muss.
Und wir haben damit Recht.

Vollgefuttert geht es weiter.
Wir vermeiden Hauptstraßen und fahren ein paar kleine Umwege, um den Scouter auszukosten.

Am Prambanan haben wir diesmal mehrere Stunden Zeit.
Wir zeichnen, spielen Poi, meditieren und halten schließlich sogar ein kleines Nickerchen auf den alten Gemäuern.
Oh, ist das gemütlich!

648 wieder Prambanan (D E)649 wieder Prambanan (D E)

Ebenso entspannt fliegen wir zurück nach Bali.

Da wir natürlich wieder hungrig sind, nehmen wir einen UBER zu unserem geliebten Inka Restaurant.

Passend zu unserem letzten Besuch hier, spielt eine Live-Band.

651 Ingka Restaurant (D E)

Als wir fertig mit essen sind, rufen wir einen UBER und machen es uns auf der Rückbank bequem.

Wir fragen den Fahrer, ob die lange Fahrt in der Nacht für ihn wirklich in Ordnung ist und er bejaht.
Tatsächlich ist er ein Glücksgriff, denn er fährt die vielen Kurven über die Hügel sehr gemütlich und sicher, sodass wir sogar etwas schlafen können.
Gegen ein Uhr nachts kommen wir am Hotel an.

Der Fahrer bekommt ein nettes Trinkgeld und ist hoch zufrieden.

Wir sind ebenfalls glücklich, besonders als das Hotelpersonal uns das Einchecken etwas einfacher macht und sagt, dass wir den Papierkram wann anders machen können.

 

 

 

 

 

 

Die Aufnahmen in diesem Beitrag stammen von Dario, Elisabeth, Norman und Marina.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Süd-Bali

08.06. – 10.06.2017

InterContinental Hotel
08.06.2017

Die Fahrt vom Hafen zum Hotel dauert nicht lange und so sitzen wir schon bald im pompösen Foyer des InterContinental Hotels.

316 Intercontinental Bali (M)

Mal wieder gibt es einen Begrüßungstrunk und das Einchecken dauert ewig.
Das ist bei den schlichten Unterkünften, die Dario und ich gewohnt sind, wesentlich einfacher.
Hier muss sich jeder ausweisen, Beträge werden eingefroren und Dokumente ausgefüllt.

Doch schließlich können wir unsere Zimmer beziehen.
Sie sind sehr schön, mit Blick auf die zentralen Poolanlagen.
Diese sind mal wieder riesig, obwohl das Meer nur einen Steinwurf entfernt liegt.

318 Intercontinental Bali (M)319 Intercontinental Bali (M)

Mir geht immer wieder durch den Kopf, dass dieser ganzes Luxus natürlich sehr schön ist.
Aber andererseits hatten die meisten Unterkünfte, in denen Dario und ich vorher übernachtet haben, meistens auch alles was wir brauchen.
Diese Luxushotels haben vor allem eines: Überfluss.
Es gibt tausend Dinge hier, die man nicht braucht.

Manche davon sind allerdings wirklich toll, das gebe ich zu.
Wie etwa die Musiker, die einfach im Garten sitzen und für uns spielen.

317b Intercontinental Bali

Zu viert erkunden wir eingehend die Pools und verbringen den Rest des Tages einfach gemütlich.

320 Intercontinental Bali (M)321 Intercontinental Bali (M)325 Intercontinental Bali (M)326 Intercontinental Bali (M)

 

Uluwatu Tempel
09.06.2017

Es gibt mal wieder ein gigantisches Frühstücksbuffet mit Speisen aus aller Herren Länder.
Wir futtern uns halb tot.

Da wir morgen schon wieder weiterreisen, lassen wir uns mittags zu einem schönen Tempel fahren. Dem Uluwatu Tempel, der ganz an der Südspitze Balis liegt.
Wir nehmen einen UBER, weil Dario und ich uns einfach nicht an die horrenden Preise der Hotelfahrer gewöhnen können.
Nicht mal wenn wir eingeladen werden.

Der Fahrer ist nett und bringt uns prima ans Ziel, erklärt aber auch gleich, dass uns hier kein UBER wieder abholen könne.
Es gibt sogar Protestschilder gegen UBER an der Einfahrt zum Tempel.

Der Tempel ist auf eine steil abfallende Klippe gebaut und bietet grandiose Ausblicke.

Mächtige Wellen brechen sich an den Felsen.

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Was wir richtig gut finden ist, dass mehrere Bereiche konsequent für Touristen gesperrt sind, sodass die Gläubigen hier weiterhin ungestört ihren Traditionen folgen können.

Andererseits sind wir natürlich auch ein wenig traurig, dass wir nicht alles besichtigen können.

Als wir gehen, kommt uns eine große Gruppe Hindus mit ihren Gabenkörben entgegen.

331 Uluwatu Tempel (M)335 Intercontinental Bali (N)336 Intercontinental Bali (N)

Wieder im Hotel genießen wir weiter unseren Luxus.
Nicht sehr spannend, aber ausgesprochen schön.

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Abends lassen wir uns extra zum Inka Restaurant bringen, damit Marina und Norman auch in den Genuss unseres ungeschlagenen Lieblingsrestaurants kommen.

 

 

 

 

Die Aufnahmen in diesem Beitrag stammen von Dario, Elisabeth, Norman und Marina.

 

 

 

 

 

Eine Schiffsfahrt, die ist lustig, …

Der Beginn einer Reise in der Reise
02.06.2017

Um 4:00 Uhr morgens klopft der Zimmerservice und serviert das Frühstück.
Im Halbschlaf futtern wir ein paar Kleinigkeiten und stopfen den Rest in unsere Taschen.

Kurz darauf sitzen wir auch schon wieder im Auto und sind auf dem Weg zum Flughafen.

Alles geht prima. Wir sind früh und Inlandsflüge sehr unproblematisch.

130 Auf zum Schiff (N)

Die Zeit im Flugzeug nutzt jeder intensiv auf seine Art: Ich schreibe, Dario spielt und die Eltern schlafen.

131 Auf zum Schiff (M)132 Auf zum Schiff (D E)133 Auf zum Schiff (N)

Auf Flores angekommen, werden wir schon erwartet.

Unser Guide und seine Assistentin stehen parat, um uns und die anderen Gäste, von denen die meisten auch gerade angekommen sind, unter ihre Fittische zu nehmen.

Verteilt auf mehrere Autos geht es los.
Erst zum Hafen, wo unser Gepäck abgeladen wird, dann weiter über die Insel.

Der Guide sitzt bei uns im Auto und erklärt, dass auf vielen der Inseln die Mehrheit der Bevölkerung katholisch ist. Daher gibt es auch viele Kirchen. 

134 Flores (N)

Allerdings haben sich die neuen Glaubensrichtungen wie Christentum und Islam mit den alten Bräuchen vermischt.

Daher werden wir heute einen für diese Region typischen Tanz sehen.
Die Veranstaltung findet an einem speziellen Ort, auf einer Hügelkuppe statt.

 

Traditioneller Tanz auf Flores

Wir werden alle begrüßt und dürfen es uns auf überdachten Sitzgelegenheiten aus Bambus bequem machen.
Die Aussicht ist fantastisch.

138 Flores (M)

137 Flores (M)

Die Schiffsreise wird von zwei Schiffen gemeinsam gemacht und so sind wir heute auch zwei Gruppen.
Wir befinden schon jetzt, dass wir auf dem richtigen Schiff gelandet sind, denn der Guide der anderen Gruppe ist uns sofort unsympathisch.

Im Gegensatz zu unserem ist er kein Indonesier und scheint wenig entspannt.

Von jeder Gruppe wird eine Person als Vertreter gewählt. Für die andere Gruppe eine Dame, für unsere Gruppe Dario.

An uns alle werden Kokosnussschalen mit einem Schnaps ausgeteilt.

Die Vertreter müssen mit dem Dorfältesten anstoßen, der eine lange Rede in seiner Sprache hält.
Ein jüngerer Mann übersetzt für uns. Es ist eine Art Willkommensgruß.

Auch Geldscheine werden ausgetauscht, die den Vertretern von den Guides zuvor in die Hand gedrückt werden.

Und anschließend ohnehin alle in einer Spendenbox landen. Aber dem Ritual muss eben Genüge getan werden. 

Zudem erhalten die beiden, und dann auch wir, Betelnüsse.

Das sind die Nüsse, die beim Kauen die Zähne furchtbar schwarz färben.
Sie schmecken ziemlich bitter und sind sehr gewöhnungsbedürftig.

Warum jemand sowas kaut?

Logisch. Es ist eine Droge und macht high.

Dazu muss man allerdings ziemlich lange darauf herumkauen.
Wir versuchen es, doch selbst mit dem Schnaps zusammen merken wir nur wenig.

Vielleicht ist die Menge zu klein, vielleicht halten wir aber auch einfach nicht lange genug durch.

# Kommentar Dario: Bitter, das war der einzige Geschmack den ich die nächsten Stunden im Mund hatte, nachdem ich die Nüsse weit über die Schmerzgrenze hinaus kaute.#

 

Die Erste Vorstellung ist eine Art Wettkampf, bei der immer ein Mann mit einer Peitsche auf den Schild eines anderen drischt.
Eine Mischung aus Tanz und Kriegsgehabe.

Untermalt wird die Szene von einem kleinen Orchester mit Trommeln und Gongs.

136 Flores (M)

Danach tanzen die Frauen, was weniger aufregend, dafür aber ästhetischer ist.

139 Flores

Und schön ist, dass sie einige von uns zum Mittanzen in ihre Reihen holen.

140 Flores (D E)

Am besten gefällt mir allerdings ein Tanzspiel, das darauf folgt.
Drei Frauenpaare, die jeweils zwei lange Bambusse zwischen sich halten, hocken sich auf den Boden.
Die Bambusse liegen dabei so übereinander, dass sie ein Muster aus Rechtecken ergeben.

141 Flores

Dann beginnt leise die Musik wieder zu spielen die Frauenpaare bewegen ihre zwei Bambusse im Rhythmus auseinander und zusammen.
Lücken werden geöffnet und geschlossen.

Weitere Frauen kommen hinzu und hüpfen zwischen die Bambusse, wenn sich gerade eine Lücke öffnet.

Was für ein wunderschönes Spiel!

Vermutlich weil ich die jüngste Zuschauerin bin, oder aber weil sie meine Begeisterung gesehen haben, werde ich dazu geholt und darf mithüpfen.
Allerdings erst, nachdem sie mir die Schrittfolge gezeigt haben.
Der rechte Fuß landet immer zuerst, dann der linke. Dann springt man in die nächste Lücke. Tap, tap und tap, tap und tap, tap und …

142 Flores

Ganz so elegant wie die Dame, die wir den Weg vortanzt, bin ich lange nicht.
Immer wieder komme ich aus dem Takt, aber wenigstens bleibe ich nicht an den Bambussen hängen.
Nach einer Weile wird der Takt schneller und der Weg ein bisschen komplizierter.

Ob ich das schon mal gemacht habe? Auf diese Frage kann ich den Frauen mit einem ehrlichen Nein antworten.
Ein wenig erinnert mich das Spiel aber natürlich an das Seilspringen in der Schule.

Gemeinsam wird noch eine landwirtschaftliche Zeremonie durchgeführt.
Die Männer gehen voraus und stampfen mit Stäben auf den Boden, als würden sie kleine Mulden machen.

Wir Frauen gehen schräg hinter ihnen und tun so, als würden wir aus kleinen Körbchen Samen in Richtung der imaginären Löchern werfen.

Zum Abschluss stellen wir uns für ein Foto auf. Die Veranstaltung ist in der Gegenwart angekommen.

143 Flores

Auf dem Weg zu den Autos entdecken wir eine Ananaspflanze mit Frucht!
Wie wir in Thailand gelernt haben, sind Ananas gar keine arg großen Pflanzen und tragen immer nur eine Frucht, nie zwei gleichzeitig.

144 Flores (M)

 

 

Unser Schiff

Jetzt geht es endlich auf´s Schiff!

Im Hafen steigen wir auf kleine Schlauchboote, die uns unserem neuen Zuhause entgegentragen.

Wieder sitzt der Guide bei Dario und mir im Boot.
Wir fragen ihn, ob wir während der Reise irgendwo Lampenöl oder Kerosin kaufen können.
Natürlich erklären wir auch wozu.

Er ist sofort begeistert, aber nicht sicher, ob wir welches kriegen werden.

Im Hafen liegen einige Schiffe und wir sind wahnsinnig gespannt, welches unsere ist.

Es ist ein elegantes, weißes Segelschiff.

145 Schiff (D E)146 Schiff (M)147 Schiff (D E)148 Schiff (M)

Das Schlauchboot legt an einer herabgelassenen Treppe an, auf der man sehr gemütlich das Deck erklimmen kann.

Oben werden wir mit einem Glas voll Smoothie begrüßt. Mmhmmmm!

Ebenso gemütlich sind die Kajüten.
Jede hat ein eigenes Bad mit WC und Dusche. Bis Taillenhöhe ist es sogar mit Naturstein verkleidet.
Die Betten sind für ein Schiff sehr groß.
Traumhaft!

149 Schiff (D E)150 Schiff (D E)151 Schiff (D E)

Wieder überlassen wir Norman und Marina die Wahl, denn eines der Zimmer hat nur ein Doppelbett, das andere ein Doppelbett und darüber noch ein Einzelbett.
Sie wählen letzteres, denn es bietet mehr Stauraum.

Und wir sind glücklich mit dem Doppelbett, von dem aus man durch ein Bullauge hinausschauen kann.

Als alle sich eingerichtet haben, gibt es ein kurzes Briefing auf Deck.

152 Schiff (D E)

Die Reiseroute wird kurz erläutert, den meisten ist sie aber ohnehin vertraut. Und uns interessiert sie wenig. Wir sind an Bord. Wir kriegen schon mit was passiert.
Außerdem kann man stets die Route einsehen, denn sie hängt über der Treppe zu den Kajüten.

152b Schiff (M)

Heute ist etwas Zeit, um an Bord anzukommen und die anderen Gäste kennen zu lernen.

Dario und ich sind mit Abstand die jüngsten Gäste an Bord.
Wir sind insgesamt eine kleine Gruppe, denn es gab einen Krankheitsausfall und wir sind zwei Personen weniger als erwartet.

Außer uns sind an Bord: Eine ältere Schweizerin mit ihrer Tochter, ein weiterer Schweizer, ein australisches Paar, ein australischer Single und ein Australier mit seiner indonesischen Frau.
Die Australier scheinen sich alle schon länger zu kennen, sie sind wohl gemeinsam hier.

Später machen wir einen ersten Schnorchelausflug.

Flossen und Brillen sind für alle da, jetzt wissen wir auch, weshalb bei der Buchung Schuhgrößen abgefragt wurden.

Die Unterwasserwelt ist wundervoll. Die schönste, die wir bisher gesehen haben!

Es wimmelt von bunten Fischen und überall sind farbenfrohe Korallen.
Unser sehr sympathischer, farbiger Schnorchel-Guide führt uns auf sehr angenehme und geradezu subtile Weise.
Ganz anders als bei unserer Tour von Gili Air aus, wo der Guide ständig am Rufen war.

Wir sehen Stachelrochen und sogar einen kleinen Hai.

Für Darios Eltern ist es das erste Erlebnis dieser Art und wir kehren alle strahlend aufs Schiff zurück.

Wieder werden wir schon mit einem leckeren Smoothie erwartet.

Zum Sonnenuntergang legen wir vor einer Insel an.

153 Schiff (N)154 Schiff (N)155 Schiff (M)156 Schiff (M)157 Schiff (N)

Dario und ich befestigen dünne Schnüre mit Schlaufen an unseren Poi. Die Schlaufen legen wir uns um die Handgelenke.
Nun können wir an Bord spielen, ohne Angst zu haben, dass die Poi bald im Meer versinken werden.

157b Schiff Poi

Als die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, wachen die Flughunde auf.
Zu tausenden und abertausenden erheben sie sich aus dem dichten Grün der Mangroven und färben den Himmel schwarz.
Was für ein Spektakel.

158 Schiff (D E)159 Schiff (M)

Anschließend wird das Abendessen serviert.
Es schmeckt absolut fantastisch! Jetzt sind wir wirklich im Paradies.

Während wir essen, fährt das Schiff wieder weiter. Die Segel werden dazu allerdings nicht gehisst. Ob sie überhaupt je benutzt werden?

Nach dem Abendessen stellt sich die Crew vor. Sie scheinen alle überaus nett und einige albern herum.
Der Kapitän ist allerdings recht ernst, er macht einen sehr verantwortungsbewussten Eindruck.
Kaum dass er sich vorgestellt hat, ist er auch schon wieder ans Steuer verschwunden.

 

Komododrachen
03.06.2017

Recht früh, aber noch durchaus erträglich, gibt es Frühstück.

Nach dem Schlaraffenland steigen wir aufs Schlauchboot und düsen auf eine Insel.

Hier werden wir hoffentlich Komodowarane sehen.
Zuvor lernen wir natürlich einiges über die berühmten Riesenechsen. Vor allem, wie gefährlich sie sein können.
Sie sehen zwar behäbig aus, können aber über kurze Distanzen extrem schnell rennen.

Und selbst wenn ihr Biss einen nicht direkt tötet, so stirbt man ohne schnelle Behandlung spätestens nach ein paar Tagen.
Erzählt wurde uns, das sei wegen der Bakterien im Mund der Drachen so, doch laut Spektrum handelt es sich um ein Gift (Artikel).

Immer wieder sterben Einheimische und auch Touristen sind den “Drachen” schon zum Opfer gefallen.

162 Komodos (N)163 Komodos (M)

Zu unserem Schutz werden wir auf der Insel von einheimischen Männern begleitet, die mit langen, zweizackigen Speeren bewaffnet sind.
Mit denen können sie im Notfall die Echsen fernhalten.

Wir haben Glück, denn vor kurzem hat irgendeine wichtige Persönlichkeit die Insel besucht und man hat die Warane angefüttert.
Das ganze Dorf ist voll von ihnen.

Sie liegen da und sonnen sich.

Perfekt für Fotoshootings.

164 Komodos (N)165 Komodos (M)

Selbst in einem Schuppen entdecken wir ein riesiges Vieh.

166 Komodos (D E)

Aber wie üblich machen wir auch noch einen großen Spaziergang über die Insel.
Er ist wunderschön, aber die Drachen scheinen alle im Dorf zu sein, denn wir sehen keinen einzigen.

167 Komodos (N)168 Komodos (N)

Zum Glück kommen wir auf dem Rückweg wieder durch das Dorf und können die beeindruckenden Reptilien noch etwas bewundern.

169 Komodos (M)

 

Diesmal werden wir auf dem Schiff mit einem Becher Eis begrüßt.
An dieses Leben kann man sich leicht gewöhnen!

170 Komodos (N)

Und dann steht auch schon bald Strand und Schnorcheln auf dem Programm.

171 Strand (N)172a Strand Poi172b Strand Poi174 Strand Poi179 Strand180 Strand181 Strand182 Strand183 Boot184 Schiff

Abends wird an Bord getrunken, musiziert und getanzt.

Leider geht es Dario nicht so gut und wir schauen nur zu.

Da wir trotzdem so lange wie möglich dabei bleiben wollen, machen wir es uns einfach auf dem vorderen Teil des oberen Deck zum Schlafen gemütlich.
Natürlich warm eingemummelt. Es ist wundervoll.

 

Manta Rochen
04.06.2017

Auf Deck haben wir viel besser geschlafen als in der Kajüte.
Damit steht fest, dass wir nur noch bei Regen diesen Traumhaften Platz unter dem Sternenhimmel verlassen werden.

 

Heute steht, wie jeden Tag, etwas ganz besonderes auf dem Programm: Manta Rochen.

Nach dem Frühstück klettern wir alle in voller Schnorchelmontur auf die Schlauchboote.

Dann heißt es Ausschau halten.

Einmal springen wir alle umsonst ins Wasser. Aber wir stellen bei diesem “Testlauf” fest, dass der Meeresgrund ganz schön weit weg und die Strömung extrem stark ist.
Hier kann man sich gut vorstellen, dass Leute einfach davongetragen werden und verschwinden.

184b Manta Tauchen (D E) (3)184b Manta Tauchen (D E) (4)

Aber unsere Schlauchbootführer sind sehr aufmerksam und lassen uns keinen Moment aus den Augen. 

Als wir wieder alle an Bord sind, hängt Dario den Kopf während der Fahrt ins Wasser und unterstütz die Suchenden.

184b Manta Tauchen (D E) (1)

Es dauert eine ganze Weile, bis wir Glück haben.

Unter uns schwimmt ein Manta, die Flügelartigen Flossen weit ausgebreitet.
Wunderschön.

Nur Dario und der Tauch-Guide schaffen es tief genug hinab, um schöne Fotos zu machen.
Ich darf wegen meiner Ohrverletzung leider noch immer nicht hinab.

184b Manta Tauchen (D E) (5)

Außerdem ist es ein echter Kampf, den Manta länger als ein paar Sekunden beobachten zu können.
Er schwebt seelenruhig in der Strömung, aber wir müssen wie die Weltmeister kraulen, um nicht davongetrieben zu werden!

Einer nach dem anderen kapitulieren wir und klettern zurück aufs Boot.
Erschöpft und zufrieden.

 

Auch Traumpaare streiten mal Winking smile

Zurück an Bord kriegen Dario und ich uns ein wenig über den gestrigen Abend in die Haare.
Weil ich so gerne tanzen wollte und er mir erst so spät gesagt hat, dass es ihm schlecht geht.
Und nun ist diese einmalige Gelegenheit, mit dieser einmaligen Stimmung einfach vorbei.
Da gibt es nichts besseres, als einmal den Mast hinauf zu klettern. Bald schon hängen wir zu zweit in der Takelage und alles ist wieder in Ordnung.

185 Schiff (D E)

Dario geht es aber leider nicht viel besser als gestern Abend.
Er hat Durchfall und fühlt sich etwas schwach. Ich bin auch ziemlich müde, obwohl es mir glänzend geht.
So bleiben wir an Bord, während die anderen eine weitere Insel mit Komodowaranen besuchen.

188 Schiff (D E)187 Komodos 2 (M)

 

Traumblick

Auf eine Wanderung am Nachmittag gehen wir aber mit.
Der kleine Berg sieht einfach zu verlockend aus und wir bereuen es nicht.

189 Wanderung (D E)190 Wanderung (N)191 Wanderung (N)192 Wanderung PoiVideo Shots (2)197 Wanderung (M)198 Wanderung (N)199 Wanderung (M)

Abendessen gibt es heute an einem Strand.
Die Gruppen beider Schiffe treffen hier zusammen und es gibt ein riesiges Buffet.

Am Lagerfeuer packen die Crewmitglieder ihre Instrumente aus und stimmen stimmungsvolle Lieder an.

Es gibt also doch eine zweite Gelegenheit.

Wir tanzen am Feuer unter den Sternen.

204 Grillabend (N)205 Grillabend (M)206 Grillabend (M)

 

Unser Freund, der Fisch
05.06.2017

Wieder ein wundervoller Tag, den wir mit einem Gähnen unter blauem Himmel begrüßen.

Nach dem Frühstück erobern wir einen neuen Strand und gehen Schnorcheln.

207 Schnorcheln und Surfen (M)208 Schnorcheln und Surfen (D E)209 Schnorcheln und Surfen (D E)210 Schnorcheln und Surfen (D E)211 Schnorcheln und Surfen (D E)212 Schnorcheln und Surfen (D E)

Irgendwann bemerke ich, dass ein kleiner Fisch Dario folgt.
Vielleich nutzt der Fisch Dario als Schutz vor größeren, gefährlichen Fischen?

Warum auch immer, der Fisch ist da und bleibt auch da.
Wenn Dario in die Tiefe taucht, wechselt er zu mir.
Sobald Dario wieder hochkommt, wechselt er zurück.

Wer findet ihn? Er ist auf allen drei Fotos.

213 Schnorcheln und Surfen (D E)214 Schnorcheln und Surfen (D E)215 Schnorcheln und Surfen (D E)

Nach einer halben Stunde taufen wir ihn ganz unkreativ auf den Namen Fischli und fühlen uns richtig schlecht, als wir ihn schließlich alleine im Wasser zurücklassen.

 

Wakeboarden im  Nirgendwo

Doch es wartet ja schon der nächste Spaß auf uns.
Ein Stand Up Paddle Board wird als Wakeboard missbraucht und wir lassen uns kreuz und quer durch die Bucht ziehen.

216 Schnorcheln und Surfen (D E)217 Schnorcheln und Surfen (D E)218 Schnorcheln und Surfen (D E)

Schließlich sogar zu zweit. Wie das ausging? Seht selbst…

219 Schnorcheln und Surfen (D E)220 Schnorcheln und Surfen (D E)221 Schnorcheln und Surfen (D E)222 Schnorcheln und Surfen (D E)

Mittags segeln wir weiter. Wie ich den Wind in den Haaren liebe!

Poi spielen wir meist auf dem oberen Deck, Dort gibt es einen kleinen Bereich ohne Sonnensegel, der häufig frei ist.
Er liegt vor der Kommandobrücke, wo unser Kapitän ruhig und sicher dafür sorgt, dass wir unser nächstes Ziel erreichen. 

Was für ein Leben! Obwohl es Dario nur zeitweise gut geht, würden wir am liebsten für Monate auf dem Schiff bleiben.

223 Schiff (M)

Nachmittags gehen wir wieder schnorcheln.

223b (D E) (1)223b (D E) (3)223b (D E) (4)223b (D E) (5)223b (D E) (7)223b (D E) (8)223b (D E) (9)223b (D E) (11)223b (D E) (15)

Und sehen sogar zwei Feuerfische.
Sie sind wunderschön.
Leider verstecken sie sich unter einem Felsen und die Kamera kann nicht mal ansatzweise einfangen, was wir erleben.

Aber so ist das eben mit Erlebnissen. Man kann sie teilen und anderen von dieser Traumwelt berichten, aber erleben kann man sie eben nur selbst.
All die kleinen Details, die guten und die schlechten Gefühle, was jemand zu einem sagt, der erste Fisch und der zweite Fisch, oh und da! Noch ein Fisch, …
Die meisten von ihnen bleiben kleine, einmalige, nie beschriebene Erlebnisse.
Und obwohl wir sie häufig auch schnell vergessen, bilden sie unser Leben.

Sein Leben kann man nur selbst leben.

So schweben die Feuerfische nur wenige Meter von uns entfernt und ihre Flossen bewegen sich langsam und elegant im Wasser.

223b (D E) (16)223b (D E) (17)

Abends bringen uns die Schlauchboote auf eine kleine Insel mit einem Dorf.

Die Kinder kommen uns entgegengelaufen.
Sie kennen Narto, unseren Guide, schon. 

Wie üblich bringt er etwas für die Kleinen mit. Einen ganzen Sack voll Bälle.

226 Dorfbesuch (N)225 Dorfbesuch (D E)

Ich bewundere ihn, denn er ist immer ruhig und gut gelaunt.
Er vermittelt perfekt zwischen Einheimischen und Touristen, behandelt jeden mit Respekt.

Auf diese sympathische Weise führt er uns durchs Dorf.

Er erklärt uns, wie hier die Boote gebaut werden. Alles noch von Hand.

227 Dorfbesuch (M)

Dann spazieren wir zwischen den Hütten hindurch.

Sie sind sehr einfach gebaut.
Wenn hier eine Flut kommt, ist alles weg.
Aber es ist auch nicht ganz so schwer, wieder Unterkünfte dieser aufzubauen.

Ich frage mich, wie es für die Menschen hier wohl ist, so zu leben.
Oder kennen sie es wirklich nicht anders?

Narto erklärt zu meiner Überraschung, dass viele der Familien zusätzliche feste Häuser auf einer größeren Insel haben, die wir in der Ferne sehen können.
Dort gibt es auch eine Schule.

Auf dieser Insel hier werden besonders kostbare Rinder gezüchtet.

So können die Männer der Familien häufig sogar das höchste Ziel im Leben eines Muslim hier erreichen: Eine Pilgerfahrt nach Mekka. 

228 Dorfbesuch (M)229 Dorfbesuch (M)

Eine alte Frau, mit von den Betelnüssen schwarz gefärbten Zähnen, führt auf Nartos Bitte hin vor, wie hier zum Beispiel Curry hergestellt wird.
Mit einem lange Stab drischt sie fachkundig in einen präparierten Baumstamm mit einer tiefen Mulde.

230 Dorfbesuch (M)

Als wir weitergehen, können wir beobachten, wie zwei neugeborene Zicklein ihre ersten Schritte machen.
Vollkommen gefesselt stehen wir da, ein lächeln auf den Lippen. Sind die süß!
Die Einheimischen schütteln wahrscheinlich alle die Köpfe über uns Touristen.

232 Dorfbesuch (M)

Der Schiffskoch ersteht ein Huhn.
Gar keine so leichte Sache, denn es muss erst mal eines eingefangen werden.
Es gibt einen großen Aufruhr. Hühner und Menschen rasen durch die Gegend.
Doch schließlich ist es geschafft.

233 Dorfbesuch (M)

Auf dem Weg zurück an den Strand, werden wir Zeugen einer Hausplatzierung.
Das Gerippe der Hütte ist bereits fertig. Es wird einfach von einer Gruppe Leute auf die Schultern gehoben und an seinen vorgesehenen Platz gebracht.

234b Dorfbesuch234c Dorfbesuch

Wir genießen den Sonnenuntergang und spiele etwas Poi.

234 Dorfbesuch (N)235 Dorfbesuch (N)236 Dorfbesuch (M)237 Dorfbesuch (M)237b Poi am Strand (1)237b Poi am Strand (2)237b Poi am Strand (4)237b Poi am Strand (5)237b Poi am Strand (8)

Als die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist, lassen sich die meisten Touristen zurück aufs Schiff bringen.

Wir bleiben noch, denn vor kurzem hat Narto uns mit einem Kanister voll Kerosin überrascht. 
Den hat die Crew bei einem ihrer Einkaufsausflüge, von denen wir nie etwas mitbekommen, besorgen können.
Und heute ist der perfekte Tag, um es zu benutzen.
Wir haben eine wundervolle Kulisse und es geht kaum Wind.

237b Poi am Strand (11)237b Poi am Strand (14)237b Poi am Strand (15)237b Poi am Strand (17)237b Poi am Strand (18)237b Poi am Strand (25)237b Poi am Strand (30)237b Poi am Strand (33)237b Poi am Strand (38)

 

Der Inselsee
06.06.2017

Norman und Marina haben diese Nach auch auf Deck geschlafen.

Für uns steht ja schon lange fest: Wer braucht eine Kajüte, wenn man unter den Sternen schlafen kann?

Es ist einfach wunderschön. (Oh weih, wie oft habe ich das jetzt schon geschrieben?)

239 Schiff (N)

Nach dem Frühstück legen wir wieder an einer Insel an.
Auf ihr gibt es einen großen See. Wie wir es schon in Malaysia erlebt haben, liegen Salz- und Süßwasser nicht weit auseinander.

Während die anderen spazieren gehen, baden wir und genießen die Stille.

240 Insel mit See (N)241 Insel mit See (M)242 Insel mit See (D E)243 Insel mit See (D E)244 Insel mit See (D E)245 Insel mit See (D E)246 Insel mit See (D E)247 Insel mit See (D E)

Am Strand sind ein paar Backpacker, die auch mit einem Schiff da sind.
Bei diesen günstigeren Touren geht es etwas schlichter zu. Da hat zum Beispiel nicht jeder sein eigenes Bad.

Für uns wäre das sicher auch in Ordnung gewesen.
Aber wir genießen unseren Luxus natürlich schon sehr.
Alles andere wäre ja auch blöd, oder?

Gemeinsam spielen wir Volleyball. Dario schaut zu.
Mein Team gewinnt knapp.

248 Insel mit See (D E)

 

Unter vollen Segeln

An Bord steht mal wieder ein Event an: Die Segel werden gehisst!
Die Crew beweist, dass sie durchaus in der Lage ist, das Schiff auf historische Weise zu nutzen.

Selbst der alte Julius klettert behänd in die Takelage. 
Wir staunen nicht schlecht.

250b Schiff (D E)

Mit dem Schlauchboot werden wir abwechselnd um das Schiff herumgefahren, um es in seiner vollen Pracht bewundern zu können.
Und natürlich, um jede Menge Fotos zu machen.

251 Schiff (N)252 Schiff (N)254 Schiff Poi255 Schiff Poi

Danach sind wir allerdings nicht sehr lange segelnd unterwegs.
Viel zu bald werden die Segel schon wieder eingeholt.

Aber unser Terminplan ist eben eng.
Abends besuchen wir wieder eine Insel.

Dario möchte nicht mit Spazieren gehen, aber ich fühle mich nach etwas Bewegung.

257 Spaziergang (M)258 Spaziergang (M)259 Spaziergang (N)260 Spaziergang (M)261 Spaziergang (M)262 Spaziergang (N)263 Spaziergang (N)

Hinter dem Dorf liegt ein kleiner Wasserfall.

264 Spaziergang (M)

An einem Seil kann man sich über ihn hinaus schwingen und in das darunterliegende Becken fallen lassen.
Die einheimischen Jungs geben ordentlich an, selbst mit Zigarette im Mund werden Stunts gemacht.

Auch unser Schnorchel-Guide lässt sich nicht foppen und lässt seine Muskeln beim Schaukeln spielen.
Wir schütteln gutmütig die Köpfe. So ein Angeber. Aber nett ist er und seinen Job macht er gut.
Alle mögen ihn, wie auch den Rest der Crew.

Wen ich besonders in Herz geschlossen habe, ist Dea, die Assistentin unsere kulturellen Guides.
Sie ist etwa in unserem Alter und schon ziemlich viel in Indonesien, aber auch im Rest der Welt herumgekommen.
Wir verstehen uns prima und sie erzählt von ihrer Familie.

Sie hat etliche Geschwister und ihre Eltern haben jedem Kind selbst überlassen, welcher Religion es angehören möchte.

Überhaupt herrscht hier ja ein wildes Kuddelmuddel aus Religionen.
Überall findet man noch Reste alten, naturverbundenen Glaubens. Auf Bali vermischt mit dem Hinduismus. Im Rest des Landes mit Christentum oder Islam.
Auch Buddhistische Tempel gibt es. 
Übrigens müssen Indonesier einer von fünf großen Religionen (Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus, Konfuzianismus) angehöhren (Quelle: Wikipedia). Das erklärt, weshalb viele z.B. dem Islam oder Christentum angehören, in Wirklichkeit aber weiter ihrem traditionellen, naturverbundenen Glauben folgen.

 

Der Künstler Lohn

Als wir zurück an den Strand kommen, ist Dario schon da und hat wieder alles fürs Poispielen vorbereitet.

Während wir abwechselnd die Flammen tanzen lassen, hüpft ein kleiner nackter Junge überglücklich um uns herum.
In seinen Augen spiegelt sich das Feuer, auf seinen Zügen pures Entzücken.

Es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man jemandem ein Erlebnis schenken kann, dass zu den schönsten gehört, die er je hatte.
Heute Abend bin ich sicher, dass wir genau das tun.

Solch uneingeschränkte Freude ist das schönste Geschenk, dass man als Künstler erhalten kann.

267 Feuernacht Poi270 Feuernacht Poi268 Feuernacht Poi272 Feuernacht Poi

 

Auf Lombok
07.06.2017

Heute ankern wir vor Lombok.

Auf der Nordseite, wo auch der Rinjani Mountaingarden liegt, in dem wir bei unserem letzten Aufenthalt schöne Tage verbracht haben.

Unsere Chauffeure erwarten uns schon am Ufer.

299 Lombok (N)298 Lombok (N)274 Lombok (N)

Es geht in ein Dorf, wo wir schon von einigen Frauen erwartet werden.
Sie haben sich emanzipiert und sind hier die Guides. Unterstützt werden sie zum Beispiel von unserem Reiseveranstalter.

Wir werden herumgeführt.
Kaffee ist ein Geschäft und gerade werden viele Bohnen getrocknet.

277 Lombok (D E)279 Lombok (M)280 Lombok (M)

Tiere und Pflanzen sind Teil des Dorfes, so vieles kann genutzt werden.

281 Lombok (M)282 Lombok (M)283 Lombok (M)287 Lombok (M)284 Lombok (M)

Wir erfahren viel über die hiesige Kultur. Hauptsächlich ist sie ein Mischmasch aus dem alten Glauben und neuerdings dem muslimischen Glauben.
Manche Geschichten sind für uns etwas schockierend.

Norman kann nur noch den Kopf schüttelt, als er hört, dass die Frauen sich die Zähne abfeilen.

Dieses Bild ist allerdings erstanden, als sie uns erzählen, dass bei der Hochzeit die Frau dem Mann die Füße wäscht und danach das Wasser trinkt.

Dario grinst und sagt: “Ich finde es sollte anders herum sein!”

Ich liebe ihn!!!

285 Lombok (M)

Auf einem Spaziergang durch das dichte Grün in der Umgebung des Dorfes, zeigen uns die Frauen noch einige Pflanzen.

Frischer Kaffee ist natürlich auch dabei. Den kennen wir ja schon von der Farm in Thailand und Dario kaut begeistert darauf herum. Ob das gesund ist, wissen wir allerdings nicht.

290 Lombok (M)291 Lombok (N)292 Lombok (M)

Auf der Weiterfahrt halten wir an einigen Ständen. Hier werden unter anderem handgewebte Sarongs verkauft.
Ein Mädchen arbeitet gerade an einem.

Die schönsten Muster sind entsprechend teuer, ich nehme ein recht einfaches.
Einen handgewebten Sarong möchte ich schon haben.

293b Lombok

Der große Wasserfall

Anschließend besuchen wir den großen Wasserfall.
Als wir letztes Mal auf Lombok waren, haben wir ihn uns nicht angeschaut.
Wir hatten irgendwie im Ohr, dass wir nochmal herkommen und außerdem war es im Rinjani Mountaingarden so schön, dass wir gar nicht wegwollten.

Der Wasserfall wird seinem Ruhm allerdings gerecht.
Er ist wunderschön und wir stürzen uns mutig ins kalte Nass.

Das Wasser stürzt mit solcher Wucht herunter, dass uns die Wassertropfen wie in einem heftigen Sturm entgegenfliegen.
Langsam kämpfen wir uns auf den glitschigen Steinen vorwärts.
Die reinste Massage und mir etwas fast zu heftig.

Aber das Gefühl, in diesen Wassermassen zu stehen, ist fantastisch und belebend.

294 Lombok (M)294b Lombok295 Lombok (M)296 Lombok (N)

Noch ein kleiner Spaziergang durch die Reisterrassen, dann geht es zurück aufs Schiff.
Wir halten die ganze Zeit Ausschau nach dem Rinjani Mountaingarden. Zu gerne hätten wir ihn den Eltern gezeigt.
Doch er kommt nicht in Sicht.
Seine Lage ist einfach zu gut geschützt, zwischen den Hügeln der Reisterrassen.

 

299b Schiff

Dario und Norman stürzen sich noch mutig von der Schiffsrehling ins Wasser.
Das wollen sie sich nicht entgehen lassen.
Und morgen ist unsere Fahrt ja leider schon wieder zu Ende.

 

Das letzte Abendessen schmeckt nochmal besonders gut.
Dea bekommt die Ehre, den Reishaufen, der aussieht wie ein Berg, zu kappen.

 

Mangrovenwald
08.06.2017

Ein letzter Ausflug führt uns in einen Mangrovenwald.

304 Mangroven (N)

Auf kleinen Booten werden wir hindurchgestakt.

Jeden Moment erwarten wir ein Krokodil zu sehen, denn es ist genau diese Filmatmosphäre, kurz bevor etwas unerwartetes und gefährliches auftaucht.
Aber es gibt hier keine und die Fahrt verläuft ruhig und schön. 

306 Mangroven (M)307 Mangroven (M)308 Mangroven (M)309 Mangroven (M)310 Mangroven (M)

Dann legen wir die letzte Strecke nach Bali zurück.
Hier sind die Wellen höher als zwischen all den kleinen Inseln und mir wird doch tatsächlich schlecht. Vor allem während des Zusammenpackens in der Kabine.
So schnell wie möglich flüchte ich wieder an Deck und finde bald das perfekte Gegenmittel: Einfach schlafen bis alles vorbei ist.

313 Schiff (N)

Als wir vor Bali ankern, wird noch ein letztes Gruppenbild gemacht.
Diesmal auch mit der wunderbaren Crew.

314 Schiff (N)

Schweren Herzens verabschieden wir uns und gehen an Land.

315 Schiff good bye (M)

 

 

 

 

 

Die Aufnahmen in diesem Beitrag stammen von Dario, Elisabeth, Norman und Marina.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luxus-Bali mit Darios Eltern

 

Des Rätsels Lösung
25.05.2017

Auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Bali, können wir immer mal wieder ein Blick auf einen der vielen Vulkane Indonesiens erhaschen, die sich aus der Wolkendecke erheben. 

1 Anreise (D E)

Wir kommen abends an und nehmen einen UBER. Es dauert eine Weile, bis wir verstehen, dass wir aus dem Flughafen heraus laufen sollen. Die UBER-Fahrer haben ein Problem mit dem „Local Transport“.

Wir treffen unseren Fahrer also außerhalb des Flughafens.

Auf der Fahrt zum Hotel befragen wir ihn genauer zu den Problemen mit UBER. Er erklärt, dass die Taxifahrer, die zum Local Transport gehören, sehr schlecht auf UBER zu sprechen sind. So gehört der Bereich vor dem Flughafen quasi ihnen.

Absetzen ginge schon, jemanden abholen aber nicht.

Unser Fahrer ist jung und sein Auto sehr schön.

Wir erzählen ihm, dass wir gehört haben, dass der Bereich um unser Hotel auch gemieden werde. Ob er uns denn überhaupt dort absetzen wolle?

Er könne uns schon absetzen, aber an der Hauptstraße sei es ihm lieber. Ein befreundeter UBER-Fahrer sei dort vor einiger Zeit vom Local Transport zusammengeschlagen worden. Sein Auto sei auch kaputt.

„Vor fast zwei Monaten?“, fragen Dario und ich sofort.

Er bejaht und für uns ist eine Frage (s. “Gewalt und Verwirrung” im ersten Bali-Blog) beantwortet, mit deren Beantwortung wir nie im Leben gerechnet hätten.

Wir erkundigen uns nach dem Wohlbefinden des verdroschenen Fahrers.

Er sei mittlerweile wieder beinahe wohlauf, sei aber im Krankenhaus gewesen. Ihm sei Recht zugesprochen worden und der Local Transport habe die Kosten für die Behandlung und das zugerichtete Auto übernehmen müssen.

Ein Glück, denn sonst hätte der arme Mann seine Lebensgrundlage verloren. Ein UBER-Fahrer muss nämlich einen Wagen haben, der nicht älter als zehn Jahre ist. Und ein solcher ist auch in Indonesien nicht ganz billig.

Wir sind froh zu hören, dass der arme Kerl wohlauf ist. Allerdings stellen sich nun viele neue Fragen. Denn es wird auch einen Grund haben, dass die Fahrer vom Local Transport so wütend auf UBER sind. Wäre ihr Geschäft nicht stark bedroht, wäre das wohl nicht der Fall.

Für sie sind die UBER-Fahrer vermutlich eine schlimme Konkurrenz. Als UBER-Fahrer ist man eigenständige und niemandem verpflichtet.

Die Fahrer des Local Transport müssen bestimmt Abgaben bezahlen, denn wenn wir es richtig verstanden haben, ist der „Local Transport“ eigentlich so eine Art Mafia.
Ganz sicher sind wir allerdings nicht.Doch mehr erfahren wir nicht. Wir lassen uns an der Hauptstraße absetzen, denn wir wollen unseren netten Fahrer nicht in Verlegenheit bringen.

Außerdem ist es ja nicht weit bis zum Hotel und wir kennen den Weg gut. Wir sind wieder im 7 Bidadari Boutique Hotel einquartiert.

Fast wie Heimkommen

Auf den letzten Metern kommen uns die Hundewelpen entgegen, die wir noch von vor einem Monat kennen. Sie sind viel größer geworden, aber immer noch so süß! Und mittlerweile ziemlich neugierig, denn sie kommen munter bis zu uns gelaufen.

2 Bidadari (D E)

„Hallo ihr Süßen! Schön euch wiederzusehen!“

Auch die Frau an der Rezeption erkennt uns wieder und begrüßt uns sehr nett.

Als wir einchecken wollen, stellt sich allerdings heraus, dass ich aus Versehen für morgen gebucht habe. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Wir haben über eine Internetseite gebucht.
Zum Glück sind aber noch Zimmer frei und nach einem Anruf bei der Buchungsseite, können wir die Buchung einfach auf heute verschieben.
Also alles in Ordnung.

Glücklich machen wir es uns gemütlich und nehmen eine lange Dusche in dem schönen Bad.

Dieses Hotel, in das wir immer wieder zurückkommen, ist schon fast ein Zuhause für uns geworden.

 

 

Shopping muss sein

26.05.2017

Eigentlich würden wir am liebsten den ganzen Tag im Hotel verbringen, aber bevor Norman und Marina morgen hier ankommen, müssen wir noch einiges erledigen.

Wir fragen an der Rezeption, wo man am besten Klamotten kaufen kann und bekommen verschiedene Empfehlungen. Unsere Mission lautet nämlich: Klamotten finden, die wir in den feinen Hotels in Gesellschaft von Darios Eltern tragen können.

Und wir haben Glück, denn vor der Tür steht gerade ein Scouter, den wir mieten können. So müssen wir nicht warten, bis einer gebracht wird.

Los geht es. Als erstes fahren wir zum „Krishna“. Das ist ein Kaufhaus, in dem man alle möglichen typischen Artikel kaufen kann. Von Holzschnitzereien, über Kleidung, bis hin zu Schmuck.

Fast alles ist spottbillig.

3 Krishna Shop (D E)

Dario findet eine schöne Hose und ein Hemd, er hat also ausgesorgt. Für mich ist leider nichts dabei. Aber wir finden jede Menge schöne Sarongs und können auch bei einigen anderen Dingen nicht widerstehen.

Eigentlich kaufen wir ja meist Dinge, die irgendeine Geschichte haben, aber wir können die Finger einfach nicht von den hübschen Dingen lassen. Das ist dann wohl die ganze Geschichte in diesem Fall.

Während wir uns wie immer durch die engen Straßen quetschen, passiert uns zum ersten Mal ein Missgeschick. Wir streifen einen geparkten Scouter und reißen die Verkleidung des Auspuffs an einer Seite ab.

7 Unfall (D E)

Sofort halten wir an und fragen herum, ob jemand weiß, wem die Maschine gehört. Wir fragen uns, ob uns daraus jetzt ein Strick gedreht wird.

Es dauert eine Weile, dann kommt eine Frau in Schürze aus einer Bäckerei. Ein Mann übersetzt für sie. Zusammen begutachten sie den Schaden und sagen dann, mit 100.000 Rupiah sei die Sache gut.

Wir selbst können natürlich nicht einschätzen, was der Schaden tatsächlich kostet. Vermutlich wird die Frau die Verkleidung einfach abmachen. Bei den meisten Maschinen ist ohnehin keine dran.

Aber der Preis ist für uns absolut erträglich, 100.000 Rupiah sind nicht mal 7 Euro. Wir geben ihr 150.000 Rupiah. Ob das nun gut war oder nicht, sei mal dahingestellt.

Wir sind einfach froh, dass wir kein größeres Problem verursacht haben.

Wir fahren weiter und entdecken unterwegs einen kleinen Shop mit ausgefallenen Klamotten.

Leider teilt die Verkäuferin mir mit, dass ich nur zwei Teile anprobieren dürfe. Das sei Vorschrift von ihrem Boss, weil so viele Leute alles anprobieren würden und dann doch nichts kauften.

Ich schüttle nur den Kopf. Ich kaufe sicher nichts, das ich nicht anprobiert habe.

Aber zwei Teile sind mir ja gestattet. Eines passt tatsächlich richtig gut. Ich frage, ob ich mehr Teile anprobieren darf, wenn ich dieses eine auf jeden Fall kaufe.

Die Verkäuferin sagt, sie sei mit dem Anprobieren ohnehin meiner Meinung und ich kann soviel anprobieren, wie ich will. So finde ich tatsächlich noch ein weiteres Teil.

Nur leider passt keines der Kleider perfekt. Unsere Mission ist also noch nicht beendet.

Als nächstes geht es zur „Beach Walk“, einer Shopping Mall mit etlichen Läden. Hier können wir die gebrochene Scheibe des I-Phone reparieren lassen. Mal wieder. Es wir wirklich Zeit für eine bessere Schutzhülle.

Die Mall ist sehr interessant. Der Grundriss ist kurvenreich und in der Mitte befindet sich ein richtiger Park und von den Galerien hängen Pflanzen wie grüne Wasserfälle herab.

6 Beach Walk Mall (D E)

Während wir warten müssen, gehen wir bummeln. In H&M finde ich ein weiteres T-Shirt. Die meisten Sachen sind hier für indonesische Verhältnisse allerdings wahnsinnig teuer. Deutsche Preise.

In einem kleinen, etwas exklusiveren Laden, finde ich schließlich ein Kleid. Dario findet es absolut klasse, aber sehr speziell und so tun wir uns mit der Entscheidung extrem schwer.

Wir kaufen es nicht.

Als wir wieder im Hotel sind, stellt sich allerdings heraus, dass der Bildschirm des I-Phone eine fehlerhafte Stelle hat. So müssen wir nochmal zurück.

4 Beach Walk Mall (D E)

Nun ist der Techniker aber nicht da, wir sollen morgen wiederkommen.

Aber war die Fahrt nun umsonst? Nein. Wir kaufen das Kleid.

Auftrag abgeschlossen.

# Kommentar Dario: Wenn jetzt einer denkt, mir als Mann sei an diesem Tag langweilig gewesen, stimmt das überhaupt nicht! Einkaufen macht mir über einen bestimmten Zeitraum richtig Spaß und in einem Laden, in dem es halt nur Frauenklamotten gibt, kann ich doch zum Spaß auch mal ein paar Teile anprobieren. Man weiß ja nie, eventuell gibt es ja doch  mal was schnittiges. #

Zum Abendessen düsen wir zu unserem Lieblingsrestaurant, dem „Inka“.

9 Ingka Restaurant (D E)10 Ingka Restaurant (D E)12 Ingka Restaurant (D E)

 

Handy-Ärger und glückliches Wiedersehen

27.05.2017

Handy-Ärger

Morgends fährt Dario schnell nochmal zur Handyladen, doch wieder kann das Handy nicht repariert werden. Eigentlich gilt die „Garantie“ nur zwei Wochen, aber da der Fehler ja jetzt schon aufgetreten ist, kann Dario eine Verlängerung erwirken. Wir können wiederkommen, wenn wir das nächste Mal in Seminyak sind. In etwas über zwei Wochen.

Huhn sein auf Bali – keine gute Idee

Auf der Rückfahrt schießt er ein Foto von einem Wagen voller Hühner, wie es für Indonesien typisch ist. Viele Touristen denken, dass es in Indonesien eigentlich nur freilaufende Hühner geben kann, weil alles ein bisschen altertümlich und ländlich wirkt.

5 Chickens (D E)

Für private Hühner auf dem Land trifft das meistens zu. Aber irgendwie müssen ja auch die Menschen in der Stadt und die ganzen Restaurants versorgt werden. Fleisch und Eier. Und zwar in Massen.

Also gibt es Legebatterien. Wir haben sie auf dem Land schon öfter gesehen. Meist etwas abseits der Touristenpfade. Große Scheunen, in denen sich Käfige über Käfige stapeln.  

 

Glückliches Wiedersehen

Den restlichen Vormittag verbringen wir im Hotel, dann laufen wir zur Hauptstraße und nehmen einen UBER zum Flughafen. Wir sind sehr früh.

Während wir warten, suchen wir nach unserem Fahrer. Marina hat unsere Reise ab hier nämlich beinahe bis ins letzte Detail über TUI gebucht.

Ihn zu finden ist gar keine leichte Aufgabe in diesem Getümmel, doch schließlich finde ich ihn.

20 Flughafen (D E)

Wir machen aus, dass er einfach weiter dort wartet, wo er gerade ist und wir halten weiter von einer Galerie Ausschau nach Norman und Marina.

Endlich kommen sie in Sicht und kurz darauf können wir uns alle glücklich in die Arme schließen.

Zwar stellt sich heraus, dass der Fahrer nur für zwei Fahrgäste gebucht war, doch wir können uns und alles Gepäck irgendwie ins Auto quetschen. Eng aber gemütlich geht es nach Ubud.

# Kommentar Dario: „Eng aber gemütlich“, so empfindet vielleicht Elisabeth das. Denn der Wagen ist nur für fünf Personen ausgelegt und wir sind sechs. Und das nicht mit kleinem Gepäck. So saß ich nämlich die drei Stunden schön eingepfercht hinten und zwar unter den Koffern.#

Unser Fahrer spricht richtig gut Deutsch und wir können einige Fragen loswerden. So lernen wir etwa, dass es in jedem Ort drei öffentliche Tempel gibt. In einem werden Zeremonien in Zusammenhang mit Geburt durchgeführt, in einem anderen in Zusammenhang mit Todesfällen und im dritten finden Versammlungen statt. Ich hoffe ich habe alles richtig verstanden, denn die Erklärungen gehen manchmal drüber und drunter. 

Er erzählt auch, dass die jüngeren Generationen zwar nicht mehr ganz so im Glauben verwurzelt sind, aber noch immer an den Zeremonien und Traditionen teilnehmen.
Jeder Haushalt hat einen kleinen Schrein und jede Familie einen Familientempel. Meist bei den Großeltern. Dort trifft sich die ganze Familie regelmäßig zu allen möglichen Festivitäten.

Auch die Künste, wie etwa das Steinmetzen und Musizieren, die so wichtig für diese Kultur sind, werden noch immer von den Eltern an die Kinder weitergegeben.

Ich frage auch nach den Zugängen zu den Tempeln, denn bisher habe ich zwei Typen entdeckt: Der eine sieht aus, wie zwei schöne Buchstützen. Nur dass zwischen ihnen keine Bücher stehen, sondern sich der Durchgang befindet. Es könnte auch eine einzige symmetrische Skulptur sein, die in der Mitte einfach glatt durchgesägt wurde.

20c (zum Erklären der Portale)20b (zum Erklären der Portale)

Der zweite Typ sieht aus wie eine ganz gewöhnlich Tür.

Das sei ganz einfach, erklärt unser Fahrer. Beide Typen hielten die Dämonen fern. Die „Buchstützen“ könnten nämlich dem Glauben nach den Weg versperren, indem sie einfach zusammenschlügen. Schon sei der Durchgang den Dämonen verwehrt. Oder der Dämon zerquetscht? Ich taufe die Portale „Dämonenzerquetscher“. Allerdings habe ich für diese Erklärung bisher keine Bestätigung im Internet gefunden.

Der zweite Typ sei nie einfach nur eine Tür. Hinter der Tür müsse sich nämlich eine Wand befinden. Natürlich mit einigem Abstand, sodass man an ihr vorbei kann, wenn man sich 90° zur Seite wendet. Aber da die Dämonen nur geradeaus gehen können, werden sie durch diese Vorkehrung abgehalten.

Marina und Norman sind ganz schön müde, denn sie sind seit drei Tagen unterwegs. Sie hatten eine zweitägigen, ziemlich vollgestopften Aufenthalt in Singapur.

Schließlich kommen wir in Ubud an.

 

Ankunft im Hotel – Boah!

Dario und ich haben uns gar nicht angeschaut, was Marina so alles gebucht hat. Wir wissen nur, in welchen Orten sich die Hotels befinden und dass dazwischen eine längere Schiffsreise liegt.

Wir fahren durch ein schönes Eingangsportal des ersten Typs. Dämonenzerquetscher.

Es geht eine lange Straße zwischen Bäumen entlang. Dann müssen wir eine Schranke passieren, mit einem Detektor wird das Auto auf Bomben überprüft. So versucht man hier also den feinen Touristen ein Gefühl von Sicherheit zu geben.

Wieder geht es ein ganzes Stück die Straße entlang, jetzt sind rechts und links immer wieder Abzweigungen. Nummern an den Mäuerchen am Straßenrand lassen darauf schließen, dass es hier zu Unterkünften des Hotels geht.

Schließlich kommt eine große, erleuchtete Statue in Sicht. Diese Größe findet man für gewöhnlich nur an großen Straßenkreuzungen oder wichtigen Orten.
Hier bildet sie den Mittelpunkt des Wendekreises vor dem Rezeptionsgebäude des Hotels.

21a Royal Pita Maha (N)

Als wir an dem überdachen Eingang vorfahren, stehen schon mehrere Angestellte bereit, um unsere Koffer auszuladen.

Die Halle der Rezeption ist größer als die meisten Unterkünfte, in denen wir bisher waren. Und zwar inklusive aller Zimmer.

21b Royal Pita Maha (M)

Zudem ist sie voller dekorativer Elemente, Pflanzen und kleinen Teichen. Sehr balinesisch, genau wie Marina es sich ausgesucht hat.
Sie zwinkert uns zu. Es sei zu einem Sonderpreis zu haben gewesen.

Wir finden es überwältigend.

Nach dem Einchecken werden wir zu einer Sitzecke geführt, wo wir es uns erst mal gemütlich machen dürfen. Uns werden heiße Erfrischungstücher und ein Willkommensdrink serviert.

Mit einem Kaffee wachen Marina und Norman langsam wieder auf und zeigen uns Fotos von Singapur. Architektonisch schon wirklich interessant. Sie haben in diesem tollen Hotel mit den Terrassengärten (Parkroyal On Pickering) übernachtet.

Danach führt uns ein netter balinesischer Hotelangestellter durch ein Labyrinth aus Wegen. Wir kommen auch durch eine weitere überdachte Halle, die ebenfalls mit kunstvollen Schnitzereien und Dekorationen ausgestattet ist.

Schließlich bleiben wir vor einem kleinen Tor zwischen üppigem Grün stehen.

Dahinter befindet sich eine kleine Villa.

Die reich verzierte Holztür steht offen.

Wir treten ein.

Direkt vor uns steht das größte Himmelbett, das ich je gesehen habe. King Size, vermute ich. Oder vielleicht sogar noch größer?

Das Kopfende ist aus Holz und da das Bett nur etwas über einen Meter von der Tür entfernt steht, fungiert es wahrscheinlich sogar als Dämonenabwehr.

21c Royal Pita Maha (M)

In diesem Raum, über den sich ein pyramidenförmiges Bambusdach spannt, stehen außerdem noch ein Schrank, ein Schminktisch, ein Schreibtisch, eine Kommode mit Fernseher und eine Sitzgruppe.

Die der Tür gegenüberliegende Fassade ist komplett verglast, sodass der dahinter liegende Pool und der Blick über ein wunderschönes Tal perfekt inszeniert werden.

Hier könnte man den ganzen Tag allein zwischen Bett und Pool verbringen.

Aber natürlich gibt es noch weitere Zimmer.

Auf der einen Seite ein Wohnzimmer. Wieder eine Sitzgruppe und ein Fernseher. Außerdem eine Bar.

Auf der anderen Seite ein gigantisches Bad.

21d Royal Pita Maha (M)

Das war´s.

Naja, draußen gibt´s neben dem Pool noch Liegen und eine weitere Dusche.

23a Villa Royal Pita Maha (M)

Wir staunen nicht schlecht.

Dieser Luxus ist vielleicht doch ein wenig übertrieben. 

Wir besichtigen noch die zweite Villa und überlassen dann Darios Eltern die Wahl, in welcher sie wohnen wollen.

Nachdem wir uns alle frisch gemacht haben, gehen wir zum Abendessen wieder zum Rezeptionsgebäude, in dem sich weiter hinten auf drei Geschossen Restaurants befinden. Jedes mit fantastischem Blick.

Das Essen in dem obersten Restaurant, das wir heute ausprobieren, ist allerdings nicht besser als andernorts. Und weit entfernt vom Genuss im “Inka Restaurant” in Seminyak.

21e Abendessen (N)22 Abendessen (M)

 

Das Royal Pita Maha Resort – Erkundungstour
28.05.2017

Wir schlafen wie auf Wolke sieben in dem riesigen Bett.

Soooo bequem, soooo viel Platz und soooo viele Kissen. Man will gar nicht mehr aufstehen.

Aber es lohnt sich, denn das Frühstücksbuffet ist fantastisch. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Es gibt ein Obstbuffet, ein Teigwarenbuffet, ein Müslibuffet, Suppen, Salat, asiatische Nudeln, Würste, Saft und eine kleine Showküche in der je nach Wunsch zubereitet wird, was frisch auf den Tisch gehört. Alle Varianten von Ei, außerdem Pancakes und Waffeln. Vielleicht auch noch anderes, aber mehr fällt uns zu Wünschen nicht ein.

24 Fruehstueck (N)

Gut gestärkt machen wir uns an die Erkundung des Hotelareals.

Um es kurz zu sagen: Es ist groß.

25 Erkundung Royal Pita Maha (N)26a Erkundung Royal Pita Maha (N)23z Blick von Fruehstuecksterrasse (D E)

Es gibt drei große Pools, einer schöner als der andere.
Und an jedem liegen Handtücher bereit.

26b Erkundung Royal Pita Maha (M)27 Erkundung Royal Pita Maha (M)

Da das Areal sich über einen langen Hang bis hinab zum Fluss erstreckt, gibt es für Faule einen Aufzugturm, der einen erheblichen Teil des Weges erspart.

28 Erkundung Royal Pita Maha (N)38 Erkundung Royal Pita Maha (M)

Besonders gut gefällt uns die “Heilige Quelle”, die natürlich durch einen Dämonenzerquetscher geschützt wird.
Hier müssen wir unbedingt mal baden gehen!
Aber jetzt gerade haben wir nichts dabei und unsere Villas sind ganz schön weit weg.

29 Erkundung Royal Pita Maha (M)30 Erkundung Royal Pita Maha (M)

In den zahlreichen Teichen wimmelt es von Koi. Ein Angestellter füttert sie gerade.
Als er unser Interesse bemerkt, gibt er uns etwas von dem Futter, damit wir selbst die Fische füttern können.
Außerdem zeigt er uns, dass in einer einem Vogelhaus ähnelnden Box immer ein kleiner Vorrat liegt, damit jeder bei Belieben diesem Fütterungsvergnügen nachgehen kann.

31 Erkundung Royal Pita Maha (M)

Auf dem Gelände befinden sich kleine Tempel, Schreine und Veranstaltungshallen und selbst am Fluss finden wir noch ein Restaurant. 

33 Erkundung Royal Pita Maha (M)34 Erkundung Royal Pita Maha (M)35 Erkundung Royal Pita Maha (N)36 Erkundung Royal Pita Maha (D E)37 Erkundung Royal Pita Maha (D E)

Der Zugang zum Spa Bereich ist auch sehr schön und Marina und Norman machen sofort einen Massage-Termin aus.

39 Erkundung Royal Pita Maha (M)

#Kommentar Dario: Ich hoffe immer, dass ich eines Tages das Fliegen erlerne.#

40 Erkundung Royal Pita Maha (M)

Da wir nicht nur im Hotel sein wollen, lassen wir uns abends zu einem thailändischen Restaurant im Ort bringen.
Das Arma Thai ist so gut wie in seinen Empfehlungen zu lesen und wir sind zufrieden.

43 Thai Abendessen(N)44 Thai Abendessen (N)45 Thai Abendessen (N)

 

Monkey Forest
29.05.2017

Schon vor dem Frühstück frage ich an der Rezeption nach Scoutern.
In diesem feinen Hotel ernte ich dafür ein paar ungläubige Blicke. Aber natürlich können wir welche mieten. Nur eben doppelt so teuer wie sonst.
Naja, das werden bestimmt auch schicke Dinger sein.

Nachdem wir wieder ausgiebig gefrühstückt haben, besichtigen wir unsere fahrbaren Untersätze.

Sie sind genauso alt und gammlig wie unsere sonstigen.

Nicht mal ordentliche Helme sind dabei, aber auf Anfrage bekommen wir schließlich immerhin vier Stück die funktionieren.

Wir sehen es positiv: So müssen wir uns wenigstens keine Sorgen machen, dass Scouter oder Helme geklaut werden.

Entsprechend lassen wir die Helme einfach an den Scoutern hängen. Gerade genug befestigt, dass die Affen sie nicht herunterwerfen können.

46 Monkey Forest Ubud (N)47 Monkey Forest Ubud (N)

Der Monkey Forest ist schön und es gibt tatsächlich sehr viele Affen. Da die Touristen sie ständig füttern, sind sie allerdings sehr aufdringlich. Wir bevorzugen es, keinen von ihnen auf dem Kopf sitzen zu haben und verzichten daher auf den Kauf von Erdnüssen und Bananen.
Lieber besichtigen wir einfach ganz gemütlich die verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Es sind recht viele Touristen hier unterwegs, auch wenn man das auf den Fotos natürlich nicht sieht. Wir haben manchmal ziemlich lange gewartet, um diese schönen Aufnahmen machen zu können!
Und trotzdem haben sich noch ein paar in unsere Bilder geschlichen.

48 Monkey Forest Ubud (M)49 Monkey Forest Ubud (M)50 Monkey Forest Ubud (M)51 Monkey Forest Ubud (M)52 Monkey Forest Ubud (M)53 Monkey Forest Ubud (M)54 Monkey Forest Ubud (D E)55 Monkey Forest Ubud (M)56 Monkey Forest Ubud (M)57 Monkey Forest Ubud (M)58 Monkey Forest Ubud (M)59 Monkey Forest Ubud (N)

 

 

Elefantenhöhle

Wir düsen weiter, zur Elefantenhöhle.

Vor dem Eingang gibt es etliche Verkaufsstände, wie es bei Touristenattraktionen üblich ist.
Da man für viele Tempel einen Sarong braucht, überlegen wir welche zu kaufen. Zumindest für Norman und Marina, denn wir selbst haben welche dabei.

Allerdings gibt es einige wirklich schöne.

Die Verkäuferin sieht meinen Blick und wird sofort eifrig. Doch als ich ihr erkläre, dass ich schon etliche Sarongs besitze und ihren Preis außerdem viel zu hoch finde, geht sie sofort so weit herunter, dass ich nicht widerstehen kann. Wir kaufen gleich für jeden einen Sarong. Zudem einen Bund Bananen. Mjam.

Dann gehen wir in die Tempelanlage.

Die Sarongs hätten wir uns eigentlich sparen können. Es gibt welche zu leihen. Aber wir sind natürlich trotzdem mit dem Kauf sehr zufrieden.

Und auch wenn es hier keinen einzigen Elefanten gibt, ist die Tempelanlage sehr schön.

60 Elefantentempel Ubud (M)

Ein Guide führt uns herum.

Er zeigt mir auch nochmal, wie man den Sarong richtig bindet.

61 Elefantentempel Ubud

Der Schrein befindet sich tatsächlich in einer Höhle.
Besonders groß ist sie aber nicht.

62 Elefantentempel Ubud (N)

Viele Skulpturen wurden bei einem starken Erdbeben schlimm zugerichtet, das heilige Wasserbecken wurde aber zum Glück nicht so stark beschädigt.

Es ist unübersehbar, dass der Tempel heute hauptsächlich als Touristenattraktion fungiert. Besonders klar wird dies, als unser Guide keine Einwände dagegen hat, dass wir im heiligen Wasser Poi spielen.

Natürlich erklärt er uns auch, dass man sich dreimal waschen muss. Ich glaube um den Segen der Götter zu empfangen.

63 Elefantentempel Ubud (N)64 Elefantentempel Ubud Poi

An einem kleinen Schrein bekommen wir Reis auf die Stirn geklebt, während die alte Frau, die das Ritual durchführt, vor sich hin betet.
Zumindest glaube ich, dass sie das tut. Schließlich verstehe ich kein Wort.

Solche Zeremonien haben wir schon öfter in den Tempeln beobachtet.

Natürlich wird dafür von uns eine kleine Spende erwartet.

Der Guide bekommen von der Priesterin anschließend einen warmen Händedruck, zwischen den Fingern sieht man einen Schein den Besitzer wechseln.
Schließlich hat er uns zu ihr gebracht.

67 Elefantentempel Ubud (D E)68 Elefantentempel Ubud

Da wir noch etwas den Garten genießen wollen, drückt Norman ihm noch ein paar weitere Scheine (hört sich jetzt mehr an, als es ist) in die Hand und wir verabschieden uns.
Den Rückweg finden wir gut alleine.

65 Elefantentempel Ubud (N)66 Elefantentempel Ubud (M)69 Elefantentempel Ubud (M)

Am Abend steht noch ein echtes Event an: Eine balinesische Tanzvorführung mit Menü.

Sie findet in einem der vielen Restaurants im Hotel statt.

Und alles passt. Das Essen ist gut und die “Kecak”-Vorführung sehr schön.

Es ist toll, die Künstler von so nah betrachten zu können. Besonders faszinierend sind die Hand- und Augenbewegungen.
Sie sind quasi die Sprache dieses Tanzes, denn es wird weder geredet noch eine Miene verzogen. (Hier gibt es einen ganz netten Artikel über den Tanz)

70 Tanzvorfuehrung (N)71 Tanzvorfuehrung (D E)72 Tanzvorfuehrung (N)73 Tanzvorfuehrung (D E)74 Tanzvorfuehrung (D E)75 Tanzvorfuehrung (N)76 Tanzvorfuehrung (N)77 Tanzvorfuehrung (N)

 

Reisterrassen und Regen
30.05.2017

Wir behalten die Scouter für einen weiteren Tag.

Norman und Marina haben einen Massage-Termin, wir machen Frühsport in unserem privaten Pool.
So kommen wir nicht sehr früh los, doch irgendwann sind wir dann doch unterwegs zu den berühmten Reisterrassen.

Dario und ich waren ja schon dort, aber wir wollen dieses Erlebnis unbedingt mit Darios Eltern teilen.

70 Tour Reisterrassen (D E)71 Tour Reisterrassen (M)71b Tour Reisterrassen72 Tour Reisterrassen (M)

Allerdings fängt es an in Strömen zu regnen, kurz bevor wir unser Ziel erreichen.

Wir haben natürlich unsere Regencapes dabei und geben sie sofort Marina und Norman.

Als wir ein Lagerhäuschen mit Vordach entdecken, stellen wir uns unter. Darin werden Eier gelagert und wir können beobachten, wie diese auf einen Pickup geladen werden.
Nicht mal großartig befestigt werden sie. Respekt für den Fahrer, wenn alle heile ankommen.

73 Tour Reisterrassen(M)

Als der Regen etwas nachlässt, schaffen wir es immerhin bis zu einem Restaurant mit Blick über die Reisterrassen.

Wir essen etwas, obwohl die Qualität sehr zu wünschen übrig lässt.

Ich versuche herauszufinden, ob Norman und Marina abgeholt werden können, doch ein Fahrer müsste von Ubud herkommen.

Bis der hier ist, sind wir mit dem Scouter auch schon zuhause.

74 Tour Reisterrassen (N)75 Tour Reisterrassen (M)76 Tour Reisterrassen (N)

Tatsächlich hört es irgendwann wieder auf zu regnen.

Es ist zwar immer noch sehr feucht, doch wir können immerhin einen kleinen Spaziergang machen.

77 Tour Reisterrassen (M)78 Tour Reisterrassen (N)79 Tour Reisterrassen (M)

Anschließend tanken wir nochmal auf, dann sehen wir zu, dass wir nach Hause kommen.

Gelernt haben wir: Die Reisterrassen muss man eigentlich früh morgens machen, da ist die Regenwahrscheinlichkeit angeblich kleiner.

Als wir endlich zuhause sind, sind wir alle ganz schön fertig.

Dario und mir tut es leid, dass diese zweite Scouterfahrt nicht so schön wie die gestrige war. Wir haben auch die Strecke unterschätzt.
Wir sind an lange Distanzen auf dem Scouter gewöhnt, da vergessen wir leicht, wie weit eine Fahrt tatsächlich war.

Zu Abend essen wir in einem weiteren Restaurant im Hotel, denn wir haben zu unserer Buchung auch einen Gutschein bekommen und diesen bisher noch nicht eingelöst.

88 Abendessen (N)

 

Erste echte Massage meines Lebens
31.05.2017

Wie immer wird erst mal gut gefrühstückt.

Heute achten wir allerdings darauf, uns nicht zu voll zu stopfen, denn Norman und Marina laden uns zu einer Massage in den Spa Bereich ein.

Dann packen wir unsere Badesachen zusammen. Die Eltern holen uns bei unserer Villa ab.

89 Auf zum Fruehstueck (N)

Gemeinsam spazieren wir zum Spa Bereich.

90 Massage und Spa (M)92 Massage und Spa (N)93 Massage und Spa (M)

Dort werden wir in einem kleinen Pavillon empfangen.
Bei einem Becher Tee dürfen wir auswählen, welche Anwendung wir haben wollen und welches Öl verwendet werden soll.
Dann verabschieden wir uns von den Eltern, denn jedes Paar hat natürlich seinen eigenen Bereich.

Eine nette Balinesin führt uns durch die Gärten zu einem weiteren Pavillon.
Der überdachte Massagebereich öffnet sich nach hinten zum Tal. In einem Pool spiegeln sich die Wolken.

In einem Umkleidebereich tauschen wir unsere Klamotten gegen Bademäntel.

Nach einem weiteren Tee machen wir es uns auf den Liegen bequem. Unter dem Kopfteil steht eine Schüssel mit Blüten.
Da ich sehr skeptisch gegenüber Massage bin, habe ich eine sanfte bestellt und bin überrascht, wie angenehm sie ist.

Tiefenentspannt werden wir zu einem weiteren Bereich geführt.

Da die Umkleiden nach Geschlecht getrennt sind, treffe ich hier Marina wieder.
Ich nehme eine Dusche und ziehe meinen Badeanzug an.

95 Massage und Spa (N)

Draußen am Pool treffen wir unsere Männer wieder.
Wir haben den Spa Bereich ganz für uns alleine.  

96 Massage und Spa (M)97 Massage und Spa (M)100 Massage und Spa (M)98 Massage und Spa (M)99 Massage und Spa (M)

In diesem Resort ist man wirklich etwas überfordert. Es gibt einfach so viel, was man machen kann.

Als nächstes steht ein indonesischer Kochkurs auf dem Programm.

Im Vergleich zu dem in Thailand lässt er zwar stark zu wünschen übrig, aber wir haben trotzdem Spaß.
Wir lernen fast mehr von Dario als von dem Azubi, der uns die meiste Zeit betreut. Armer Kerl.
Ab und zu kommt aber ein älterer Koch vorbei, der immerhin unsere Fragen beantwortet.

101 Kochkurs (M)102 Kochkurs (M)

Erst als alles fertig ist, bekommen wir die Speisen serviert.
Ein großer Fehler. Das Essen ist nicht mehr frisch.

Als jemand vorbei kommt, vermutlich ein Manager des Hotels, und uns nach unserer Meinung fragt, erläutern wir ausgiebig die Mankos des Kurses.
Versuchen aber, ihn trotzdem nicht zu sehr in Verlegenheit zu bringen und liefern gleich einige Verbesserungsvorschläge.
Die nächsten Kursteilnehmer werden hoffentlich ein besseres Erlebnis haben.

Nach dem Essen ist mir zum ersten Mal auf der Reise wirklich übel und ich verbringe den Abend in der Villa.
Nicht wirklich schlimm. Vor allem weil ausgerechnet in unserer ein sehr schönes Buch über die schönsten Hotels der Welt liegt.
Da schmökere ich gerne ein wenig.


Abschied vom Royal Pita Maha Resort
01.06.2017

Heute reisen wir schon wieder ab. Und wir waren ziemlich wenig in unseren privaten Pools und kein einziges Mal in einem der drei großen Pools.
Daher hüpfen wir vom Bett gleich nochmal in den Privatpool.

Wir sind traurig, von dem riesigen Bett Abschied nehmen zu müssen.

103 Abschied vom Bett (D E)

Danach wird zügig gepackt und gefrühstückt.

Alle zusammen gehen wir dann noch zur “Heiligen Quelle”, dem schönsten der drei großen Pools.
Er bietet die perfekte Kulisse für einige Poi-Aufnahmen.
Und natürlich kann man hier toll die Seele baumeln lassen.

104 Poi im Pool105 Poi im Pool (N)107 Poi im Pool110 Poi im Pool112 Poi im Pool (M)114 Pool (N)

Ein letztes Mal Duschen in der tollen Gartendusche.

Dann bringen wir unsere Koffer an die Rezeption. Es es Zeit zum Auschecken.

Ein Blick auf die Unterhaltungsangebote zeigt uns, dass der Kochkurs vorläufig aus dem Programm genommen wurde.

Unser Gepäck bleibt im Foyer und wir lassen uns für einen kurzen Bummelausflug noch nach Ubud bringen.

 

115 Koffer (D E)

Als erstes besichtigen wir Ubud Palace, der gerade renoviert wird.
Es macht Spaß, die Handwerker bei der Arbeit zu beobachten. Ich bin überrascht, wie weich der Stein ist, den sie bearbeiten.

116 Palast Ubud (M)117 Palast Ubud (M)118 Palast Ubud (D E)120 Palast Ubud (N)

In einem wunderschönen kleinen Café machen wir Pause und staunen nicht schlecht.
Obwohl es sehr zentral liegt, öffnet sich der Blick auf einige Reisterrassen.

122 Bummeln Ubud (M)123 Bummeln Ubud (M)

Wie überall, liegen auch hier Opfergaben bereit. Diese, auf einem kleinen Podest, sind für die Götter.
Liegen die Gaben auf der Straße vor dem Eingang, sollen sie Dämonen fernhalten. Zumindest habe ich es so verstanden.

124 Bummeln Ubud (M)

Dann bummeln wir weiter. Ubud ist wundervoll. Man kann hier wirklich viel Zeit verbringen.
Hoffentlich kommen wir mal wieder hierher.

125 Bummeln Ubud (N)125b Bummeln Ubud126 Bummeln Ubud (M)127 Bummeln Ubud (N)128 Bummeln Ubud (M) 

The Laguna Resort

Ein Fahrer des Hotels bringt uns nach Nusa Dua, das südöstlich vom Flughafen liegt.

Leider kommen wir sehr schlecht voran, es schein Rushhour zu sein.
Die Straßen sind komplett verstopft.

Dann müssen wir auch noch einen Abstecher in die Stadt machen, um Dario am Handyladen abzusetzen.

Ein weiterer Stopp ist am Intercontinental Hotel.
Hier werden wir nach unserer Schiffsreise Gäste sein
.
Da wir für die Schiffstour nach Flores fliegen müssen, lassen wir einiges an Gepäck hier. Vor allem Geschenke, wie etwa den riesigen weißen Traumfänger, den wir als Hochzeitsgeschenk für Darios Cousin und seine Liebste in Ubud gekauft haben.

Als wir endlich im “The Laguna Resort” ankommen, wird es schon dunkel.
Dario kommt etwas später mit einem UBER an und trifft uns beim Abendessen am Strand.

Das Resort ist ziemlich groß, aber weniger individuell als das Royal Pita Maha Resort.

Es gibt unzählige Pools, doch während es auf Bildern so aussieht, also sei alles ein großer Pool, den man entlangschwimmen kann, ist dies in Wirklichkeit nicht der Fall.
Die meisten Pools sind aber so groß, dass man trotzdem weit schwimmen kann.

Und die Lagune ist ja auch gleich vor dem Resort.

Wir werden das alles aber nicht im Hellen sehen, denn um fünf Uhr morgen früh müssen wir schon wieder im Taxi zum Flughafen sitzen.   


129 The Laguna Resort (N)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bilder in diesem Beitrag sind aufgenommen von Dario, Elisabeth, Norman und Marina.