Unser Alltag in Sydney

Ab hier verändert sich meine Vorgehensweise ein wenig.

Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass ich manchmal jeden Tag einzeln beschreibe und an anderen Stellen mehrere zusammenfasse.

Für Australien werde ich in diesem Abschnitt rückblickend einfach unseren ganzen Alltag zusammenfassen.

In den weiteren Kapiteln findet ihr dagegen einzelne Highlights unseres Aufenthalts, wie etwa die Reise zum Uluru.

Und in anderen rückblickend meine Meinung zum Arbeiten in Sydney und einige Tipps.

 

In Kürze

Wie unser Alltag in Sydney eigentlich aussieht?
Hier ein kleiner Überblick Winking smile

 

Unsere Bude

Das Reihenhäuschen, in dem sich unsere WG befindet, hat die Adresse 304a Palmer Street. Das ist eine Seitenstraße von Oxford Street.
Oxford Street ist eine sehr belebte Straße und der Abschnitt an dem wir wohnen vor allem für seine homosexuelle Szene bekannt.
Es gibt jede Menge nette Bars und Lokale.
Naja, und etliche Sex-Shops.

Obwohl es von unserem Häuschen aus nur etwa 100m zur Oxford Street sind, kriegen wir von dem ganzen Trubel gar nicht so viel mit.

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Es gibt ziemlich viele Graffitis, sogar in unserer WG.

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Besonders lieben wir die kleinen Balkone, die für die hiesigen Reihenhäuschen, die sogenannten “Terrace Houses” typisch sind.

Einer gehört zum Wohnzimmer und liegt an der Palmer Street.

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Der andere ist Teil unseres Zimmers und geht auf einen kleinen Hinterhof hinaus.
Schön ruhig und perfekt um etwas Morgensonne abzubekommen.

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Wir haben das größte Zimmer der vierer WG. Unsere beiden Mitbewohner, ein Spanier und eine Spanierin, haben jeweils ein Einzelzimmer am Flur. Ohne direkte Fenster nach außen.
Unseres dagegen hat ein kleines Zimmer zum freien Nachbargrundstück, auf dem ein wundervoll gelb blühender Baum steht und eben den Balkon.

Das einzige, was wir an unserem möblierten Zimmer auszusetzen haben, ist die ziemlich alte Matratze, deren Sprungfedern wir spüren. Aber wir gewöhnen uns schnell daran.

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Unsere spanischen Mitbewohner sind sehr nett.

Sie verbringt die meiste Zeit in ihrem Zimmer und er vor dem Computer. Bevorzugt schlafend während eines Filmes.
Außer wenn es ums Party machen geht, da sind sie gerne mal unterwegs.

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Hydepark

Abends treffen wir uns häufig am Memorial im Hydepark zum Poispielen.
Der ist nämlich nur fünf Minuten von unserem Zuhause entfernt und liegt für Dario auf dem Heimweg.

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Dario kocht

Dario arbeitet hauptsächlich im Restaurant “Felix”, das zu der bekannten Merivale Group gehört.
Er hat aber auch in einige andere Restaurants Einblicke erhalten.

Ein Artikel von ihm über diese Zeit ist in Arbeit.  

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Auch zuhause

Man sollte ja meinen, der Koch hätte nach der Arbeit erst mal genug vom Kochen.
Aber Dario zaubert für mich immer auf´s Neue auch zuhause die wunderbarsten Leckereien.

Ich werde wirklich furchtbar verwöhnt!

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Ich backe
Aber ab und zu kann ich auch mal etwas zurückgeben, denn immerhin liegt mir das Backen und so gibt es immer mal wieder Kuchen.
Nachdem wir so lange keinen Backofen hatten, lege ich richtig los.
Fast jede Woche gibt es Brownies, Zitronenkuchen oder irgend eine andere Leckerei.

Und zu Dario´s Geburtstag gibt´s dann so was:

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Aber das lässt er natürlich wiederum nicht auf sich sitzen und zu meinem Geburtstag sieht´s dann so aus:

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Im Architekturbüro

Während Dario im Restaurant schuftet, arbeite ich im Architekturbüro LAVA (Laboratory for visionary Architecture), wie ich es so gerne wollte.
Hier kann ich genau das tun, was ich liebe: Gebäude und Räume entwerfen, die alles andere als quadratisch und langweilig sind.

Leider kann ich an dieser Stelle noch nicht viel davon zeigen, denn die Projekte sind alle noch in Arbeit.

Einzig unser Entwurf zum “Garden Island” in Sydney und das Modell eines experimentellen Pavillons, das ich in der ersten Woche zusammengebaut habe, sind schon öffentlich.

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Garden Island by LAVA Architects (Quelle: http://www.l-a-v-a.de/projects/garden-island-concept/)

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Das LAVA-Team ist ganz wundervoll. Wir kommen aus allen Ecken der Welt und verstehen uns einfach prima.
So multikulturell war meine Umgebung zuvor tatsächlich noch nie, denn jetzt verbringe ich den ganzen Tag mit Leuten aus China, Spanien, Italien, Brasilien, Mexiko und natürlich Australien.
Und es ist toll! Klar haben wir alle Vorurteile und viele davon bestätigen sich sogar, aber das tut der kollegialen Freundschaft keinen Abbruch.
Jeder versteht mal was nicht und alle helfen sich gegenseitig.

 

Die Royal Botanic Gardens

Besonders gerne verbringen wir unsere Freizeit im und um den botanischen Garten, wenn wir nicht gerade größere Ausflüge machen.
Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf das Meer und das Opernhaus.
Von manchen Stellen auch auf die Harbour Bridge.

Wir picknicken, liegen in der Sonne, spielen Poi und zeichnen.

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Was ich mir übrigens vorher noch nie überlegt hatte: Was findet man in einem botanischen Garten am anderen Ende der Welt?
Irgendwie hatte ich nur Kakteen und andere exotische Pflanzen erwartet. Natürlich gibt es die schon auch, aber ebenso
findet man Stiefmütterchen, Flieder und jede Menge andere für Europa typische Blumen.
Eigentlich logisch, oder? 

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Hier feiern ein Kollege und ich auch zusammen unsere Geburtstage mit dem LAVA-Team samt Partnern.

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Auf dem Weg zum Restaurant können wir anschließend noch einige Lichtinstallationen bewundern, die gleich oberhalb des Gartens aufgebaut sind.
In Sydney ist einfach immer was los!

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Manly

Nach Manly fahren wir oft an Sonntagen, denn die Fährfahrt dauert über eine halbe Stunde und ist an allen anderen Tage nicht ganz günstig.

Manly ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel am Wochenende, denn hier gibt es einen wundervoll langen Strand und einen weiteren kleinen, der in einer geschützten Buch liegt.
Vielleicht gibt es sogar noch mehr, aber weiter haben wir die Gegend nicht erkundet.

Meistens kommen wir her, um uns mit den Akrobaten zu treffen.
Das ist eine lustige
Gruppe (hier zu ihrer Facebook-Seite), die sich jeden Samstag und Sonntag trifft und den ganzen Tag zusammen akrobatische Kunststücke trainiert.
Geleitet wird sie von einem unglaublich lieben Menschen namens Duncan, den wir sofort ins Herz geschlossen haben.

 

Obwohl wir meistens einfach nur Poi spielen oder jonglieren, sind wir gerne gesehen.
Einige der Akrobaten fangen sogar an, mit uns zu üben.

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Strand und Party in Sydney

Das sind wohl die beiden beliebtesten Aktivitäten hier.

Gerne wird auch beides verknüpft, wobei man aber gut aufpassen muss.
Denn Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten. Ein paar Bier haben die meistens Leute aber trotzdem am Strand dabei.

Ein paar Mal gehen wir mit dem LAVA-Team an den Strand. 
(Foto by Luca Alessi)

(Foto by Luca Alessi)

Und einmal auch mit Darios Kollegen aus der Küche. Das ist wirklich etwas besonderes, denn das Restaurant hat an diesem Tag zu und so sind wirklich alle da.
Dank der vielen anwesenden Köche ist das Essen natürlich ganz prima! 
 

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Noch beliebter als der Strand sind aber wohl die zahllosen Bars Sydneys.

Ich bin zugegebener Maßen noch nie so oft ausgegangen wie hier.
Immer mal wieder nach der Arbeit mit den Kollegen, denn die Bars liegen ja quasi auf dem Heimweg.

Auch mal mit unseren Mitbewohnern und zuhause wird natürlich ebenso gefeiert.

Einmal hatte unser Mitbewohner eine Party, bei der endlich unsere Ohropax zum Einsatz kamen.
Die schleppen wir schon die ganze Zeit und haben sie vorher nie gebraucht.

Am öftesten gehen wir eindeutig mit dem LAVA-Team aus.

Die wohl spektakulärste Party erleben wir an Halloween.
Eine Biermarke nutzt die Veranstaltung zu Werbezwecken, deshalb sind Eintritt, Essen und Bier umsonst.
Das ganze Gebäude ist rappelvoll und die Schlange davor lang.
Sogar eine Schlangentänzerin ist engagiert.
Da wir noch immer kein Bier mögen, gehen wir recht früh, denn alle um uns herum werden langsam so besoffen, dass man es nur noch betrunken lustig finden kann.

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Noch mehr ist nur los, als die “Same-sex marriage” erlaubt wird.
Das ist ganz Sydney in Oxford Street unterwegs und
Hyde Park wird zur Tanzfläche.

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Am letzten Abend haben wir vier WG-Bewohner dann zuhause zusammen gefeiert.
Und festgestellt, dass man sich in fünf Monaten ganz schön aneinander gewöhnen kann.
Wir werden sie vermissen!

Fotos von Sira (7)