Ipoh und Penang

Ipoh

03.05.2017

Kilian hat im Schlafsaal keine guten Erfahrungen gemacht. Laute Handys, Taschenlampen und eine viel zu kalte Klimaanlage. Er fühlt sich erkältet.

Mit dem Bus geht es also weiter nach Ipoh, da einige Einheimische uns diese Stadt empfohlen haben. Zum Glück erwarten wir nicht viel.

Von der Busstation müssen wir einen UBER in die Stadt nehmen. Wir finden ein   Hotel und sind froh, dass wir zu dritt unterwegs sind. So können wir uns alle die Kosten für ein Zimmer teilen. Natürlich nicht jede Nacht, aber halt wann immer es sich anbietet.

Wir gehen in die Stadt, denn wir sind hungrig. Allerdings ist es gar nicht so einfach, etwas zu finden, dass Kilian schmackhaft erscheint. Wir merken, dass wir kulinarisch mittlerweile extrem offen sind.

Besonders schön finden wir die Stadt aber nicht.

Es gibt eine Straße mit schönen Graffitis, das war´s unserer Meinung nach aber auch.

Zudem ist es heiß und schwül.

Da wir uns nach einer Klimaanlage sehnen, gehen wir abends ins Kino. Wenigstens eine Sache, die man hier in Malaysia wirklich gut und sehr preiswert machen kann. Und die Kinos hier sind durchaus modern.

Im Einkaufszentrum findet Kilian auch endlich etwas Schmackhaftes zu Essen.

04.05.2017

Burger und Tauben

Am nächsten Tag laufen wir morgens noch etwas herum, bevor wir aus dem Hotel auschecken müssen.

Dario möchte gerne einen Park anschauen, den er auf Google Maps entdeckt hat, aber dieser ist nicht sehr spektakulär und so sind wir damit schnell fertig.

Auf dem Weg zurück in die Innenstadt kommen wir an einigen ganz schön heruntergekommenen Wohnblocks vorbei. Die Menschen die hier leben müssen, tun uns wirklich leid.

Das einzig Schöne in der Gegend ist ein Baum, der aus einer der Hauswände wächst.

Wir suchen nach einem westliches Restaurant und finden schließlich das „Burps & Giggles“. Da alle Burger lecker klingen, bestellen wir drei verschiedene und dritteln sie, sodass jeder von uns jeden Burger probieren kann. Sie sind alle gut und Kilian ist happy.

 

Auf dem Heimweg scheucht Kilian ein paar Tauben auf.

#Kommentar Dario: „Eklig“ schreit er und rennt zu mir zurück. „Die Mistdinger können sich wehren!“, sagt er und versucht die Scheisse aus seinen Kleidern zu bekommen.#

Samt Gepäck lassen wir uns zu einem Höhlentempel, dem „Kek Lok Tong“ fahren und sind froh, dass wir einen Rucksack im Hotel in Indonesien deponiert haben.

Die Höhle ist schön und ausnahmsweise überhaupt nicht schmutzig. Es gibt schöne Bereiche mit Tropfsteinen und der hintere Teil der Höhle öffnet sich zu einem schönen Park, welcher von Felswänden gerahmt in einem Tal liegt. Eine lange Treppe führt hinab.

 

Wir müssen allerdings etwas die Aussicht genießen, bis wir schließlich in den Garten dürfen. Denn hinter diesem befindet sich ein Steinbruch und es werden gerade Sprengungen durchgeführt, weshalb der Garten geschlossen ist.

Penang

Von der Höhle aus wieder UBER, dann Bus, über eine laaange Brücke, Penang, George Town.

Naja, und wieder eine UBER Fahrt in die Innenstadt, denn wir finden auf die Schnelle keinen Scouterverleih. Wir kommen diesmal in einem indischen Hotel unter. Es ist ziemlich gammlig, aber eben günstig. Die anderen preiswerten Unterkünfte, die wir im Internet gefunden haben, sind alle schon ausgebucht.

Heute haben wir Glück, denn gleich um die Ecke gibt es einen fantastischen Inder.

Während wir essen, kommt ein Bettler ins Lokal und fragt um milde Gaben.

Statt ihn abzuweisen, spendiert Dario ihm eine Mahlzeit. Der Mann, der stark hinkt, ist damit sehr zufrieden. Bald darauf taucht allerdings schon der nächste auf und als wir schließlich gehen, haben wir das Gefühl, dass sich die Mildtätigkeit schon herumgesprochen hat, denn es sind mehrere Gestalten in verschlissenen Kleidern, hinkend unterwegs.

Möglich aber auch, dass das hier immer so ist.

Tandem Tour

05.05.2017

Wir suchen erst mal eine brauchbare Wäscherei, dann nach einem Scouter. Ersteres dauert schon eine Weile, zweiteres stellt sich schließlich als Fehlschlag heraus.

Wenigstens finden wir auf dem Weg ein Lokal mit einem recht ordentlichen und sehr westlichen Frühstücksbuffet.

Es gibt zwar einig Scouterverleihe, doch im Gegensatz zu Thailand und Indonesien werden wir plötzlich nach unseren Führerscheinen gefragt.

Nach einiger Recherche finden wir heraus, dass hier auch tatsächlich gerne mal Probleme gemacht werden, wenn ein Tourist ohne einen entsprechenden Lappen erwischt wird. Saftige Strafgebühren winken.

Frustriert verwerfen wir den Gedanken und kehren erst mal ins Hotel zurück, Dario schmollt.

Ein Auto wollen wir hier auch nicht fahren, also entscheiden wir uns letztendlich für Fahrräder.

Im Hotel können wir ein Tandem und einen Einsitzer leihen. Beides ziemlich klapprige alte Gestelle. Aber sie fahren. Unsere erste Tandemfahrt!

Schnell haben wir uns auf einander eingespielt, auch wenn die erste halbe Stunde manchmal noch recht wacklig ist. Und haben richtig Spaß.

Mit einem Tandem auf eine richtig lange Tour zu gehen, wäre bestimmt auch klasse.

Als erstes besichtigen wir einen chinesischen Tempel.

Dann einen buddhistischen. Er ist schön, aber atmosphärisch kein Vergleich zu denen in Thailand.

Es gibt einen Brunnen, an dem sich Schalen die mit guten Wünsche beschriftet sind drehen. Man soll natürlich versuchen Geld hinein zu werfen. Wir lesen sie alle und Dario und ich schauen uns grinsend an.

Eigentlich seltsam, dass wir überhaupt noch schlechte Gefühle haben können, so gut wie es uns geht. Aber das ist wohl schlichtweg menschlich.

Einmal mehr frage ich mich, ob Mönche wirklich vollkommene und andauernde Zufriedenheit erlangen können. Bleibt dieser Zustand auch erhalten, wenn mal alles schief geht? Oder wenn sie krank sind?

Wir entdecken das Kino und beschließen heute wieder einen Film anzuschauen. Allerdings haben wir noch viel Zeit bis unser Wunschfilm läuft. Also fahren wir kreuz und quer durch die Stadt.

Immer wieder entdecken wir schöne Street Art. George Town ist für diese bekannt.

Und es gibt gute Kokosnüsse, da kann man nichts sagen. Kilian kommt schnell auf den Geschmack.

Wir überlegen, was wir noch unternehmen könnten und halten halbherzig an verschiedenen „Attraktionen“. Das „Upside Down Museum“ ist ein Haus, in dem alles auf dem Kopf steht. Es sieht allerdings ziemlich klein aus und das winzige Foyer ist vollgestopft mit Touristen. Der Eintritt teuer. Wir fahren weiter.

Gleiches gilt für das „Wonderfood Museum“, das anscheinend einfach nur aus unproportional großen Nachbildungen von Essen besteht. Wieder nichts für uns. Wir sind keine Chinesen.

Stattdessen beschließen wir das Fort anzuschauen. Es ist zwar auch nicht besonders spannend, aber wenigstens nicht voller Chinesen. Unsere Laune ist zwar sehr wacklig, stets zwischen zufrieden und frustriert, doch irgendwann albern wir einfach herum.

Abends gehen wir dann tatsächlich noch ins Kino.Wir sind früh dran und wollen erst mal unsere Tickets kaufen. Allerdings dauert es eine halbe Ewigkeit, das Kino zu finden. Das Einkaufszentrum ist sehr verwirrend aufgebaut und einen brauchbaren Plan finden wir auch nicht. Schließlich landen wir auf dem Dach.

Das war zwar nicht, wonach wir gesucht haben, aber die Aussicht ist echt gut.

Auf unserer Weitersuche finden wir auch einen Spielzeugladen, in dem Dario das Kartenspiel „Monopoly Deal“ kauft.

Und schließlich auch das Kino.

Während dem Abendessen spielen wir das neue Spiel und Kilian gewinnt jedes Mal. Das verlangt nach einer baldigen Revanche!

Von unserem Platz auf der Terrasse des Restaurants können wir auch eine Food Panda Flotte auf ihren Bikes beobachten. Genau wie UBER scheint Food Panda hier auf fruchtbaren Boden zu fallen. 

Unser Workout muss heute im Zimmer stattfinden, denn in der näheren Umgebung gibt es dafür keinen guten Ort.

 

Am Strand
06.05.2017

Da wir die Liebe vieler zu dieser Stadt nicht teilen können, nehmen wir nach dem Frühstücksbuffet einen lokalen Bus auf die andere Seite der Insel. Wir wollen an den Strand.

Doch wieder erwartet uns eine Enttäuschung. Der Ort hat kaum Flair. Unsere Unterkunft ist super gammlig. Aber immerhin gibt es einen Balkon für unseren Workout, der morgen wieder ansteht. Jeden zweiten Tag.

Der Strand ist schön und wir machen einen langen Spaziergang.

Solange man auf das Meer hinaus fotografiert, ist es die reinste Idylle.

 

Doch sobald die Kamera eines der Gebäude erfasst, wird klar, was hier den Flair zerstört.

#Kommentar Dario:Ich  finde eine schöne Muschel im Strand und zeige sie Elisabeth. Bei genauerere Betrachtung finden wir einen Mitbewohner. Elisabeth knipst ein par Photos, als der Kreps sich  rührt und ich  die Muschel vor Schreck fallen lasse. #

 

Ein günstiges Lokal am Strand wird der Ort, an dem wir die meiste Zeit verbringen. Wir spielen Karten und trinken frischen Wassermelonensaft.

Abends versuchen wir noch ein anderes nettes Restaurant zu finden.

Eines sieht sehr schön aus, serviert aber nur Meeresfrüchte und darauf haben die Jungs keine Lust.

Ein weiteres sieht von außen wie ein Piratenschiff aus und wir hätten große Lust auf Deck zu dinieren, aber es stellt sich heraus, dass das Restaurant nur im Bauch des Schiffes ist und eher wie eine Bierstube aussieht. Scheußlich.

Letztendlich landen wir wieder in unserem kleinen,  Lokal am Strand.

07.05.2017

Der große Tempel

Da es nur noch eine einzige Sache gibt, die wir auf Penang wirklich sehen wollen, packen wir heute schon wieder unsere sieben Sachen, nehmen den lokalen Bus zurück in die Stadt und lassen uns von einem UBER zu Kek-Lok-Tempel bringen.

Dieser ist ein chinesisch-buddhistischer Tempel und einer der besonders großen seiner Art in Südostasien.

Viele Stufen geht es hinauf, zwischen unzähligen kleinen Shops entlang. Die Anlage ist verwinkelt und riesig. Aber der Weg nach oben ist leicht erkennbar.

Der letzte Abschnitt wird normalerweise mit einer Zahnradbahn zurückgelegt, kann aber auch gelaufen werden. Da wir heute noch eine Fähre zur nächsten Insel (Langkawi) nehmen wollen, beschließen wir ausnahmsweise auch faul zu sein.

Oben angekommen, besichtigen wir die große Statue und einige kleinere Bauten.

 

Die Größe der Tempelanlage ist beeindruckend, atmosphärisch gefällt er uns aber weniger.

Zu touristisch, zu viel Schnickschnack, zu kommerziell.