Chiang Mai (No.2)

MEDITATION FÜR ANFÄNGER
Tag 40 (21.11.2016)

Pünktlich um 9:00Uhr sind wir zur Meditation am Tempel. Nach einem Vortrag über Budhismus und Meditation vom Gründer des Meditationsprogramms werden wir von dem allseits beliebten KK in die praktische Meditation eingeführt. Während für den Vortrag eine Touristengruppe da war, sind wir für den Meditationsteil nur zu viert. Wir und ein sehr nettes Pärchen aus den USA.

Wir meditieren sitzend, stehend, gehend und liegend. Im Sitzen zählen wir zudem die Holzperlen einer Meditationskette.

Auf das Liegen haben wir uns natürlich besonders gefreut und Dario schläft dann auch recht schnell ein. Ich versuche mich zu entspannen und… „bssssss“ kommt eine Stechmücke angeschwirrt um meine Bemühungen zu untergraben. Erfolgreich. Ich halte es nicht aus und versuche gegen alle Regeln des Budhismus sie zu ermorden, während KK draußen an der Rezeption ist. Vergebens. Das Viech fliegt mir sogar in die Haare. Und meine hundert anderen Stiche jucken nun natürlich auch.

Ich bin sehr dankbar als wir schließlich wieder aufstehen können. Wir bedanken uns alle und verabschieden uns herzlich von einander.

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Dann bummeln wir durch die Stadt und mieten sogar wieder ein Moped, weil die Strecken zwischen Tempel und Innenstadt uns einfach zu groß sind.

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MEDITIEREN FUER FORTGESCHRITTENE ANFAENGER
Tag 41 (22.11.2016)

Morgens erkunden wir die Stadt mit dem Moped.

Um 13:00Uhr kehren wir zum Tempel zurück und beginnen die zweitägige Meditation. Wieder gibt es eine kurze Einführung. Zum einen die, die wir zum Teil schon kennen, zum anderen wird ein Filmteam des ARD vorgestellt, das eine Reportage über zwei junge Frauen auf Thailandreise dreht. Na toll. Dario freut sich, während ich nur mäßig begeistert bin. Zur Meditation passen herumrennende Kameraleute nun wirklich nicht so gut. Umso froher bin ich, dass wir nicht Objekt eines solchen Orojektes sind. Die beiden werden ständig interviewed und von der Kamera fast ununterbrochen verfolgt.

Dann fahren wir (ca. 40 – 50 Personen) mit roten Taxibussen zum Meditationszentrum. Es ist extra für diese Touristenkurse von einer Familie gestiftet worden und wir sind ganz unter uns. Je zwei Frauen oder Männer in einem Zimmer. Ich beschließe nicht nach einer Zimmerpartnerin zu suchen, finde aber eine ältere Frau in lockeren Kleidern interessant. Und ich habe Glück, denn genau sie fragt mich schließlich. Sie kommt aus den USA und ist ebenfalls besorgt wegen des Wahlergebnisses. Wir verstehen uns prima, müssen jedoch schon bald mit dem Schweigen beginnen, das bis zur Abreise morgen anhalten soll.

Wir meditieren, essen, meditieren, essen, gehen schlafen. Vor der Meditation wird dem Buddha Respekt gezollt, vor dem Essen rezitiert und irgendwann auch eine Art Gebet gesprochen. Es gefällt mir ausgesprochen gut:

  • May all living Beings
  • Be free from suffering and pain
  • May all living beings
  • Be free from hatred and killing
  • May all living beings
  • Be free from violence and war
  • May all living beings
  • Be happy and secure
  • May all living beings
  • Have well being and peace
  • May peace reveal in our self
  • May peace reveal to the world

Es wird früh geschlafen.

QIGONG IST SCHNELL UND ACTIONREICH – IM VERGLEICH ZUR MEDITATION
Tag 42 (23.11.2016)

Um 5:00Uhr läutet die Glocke und wir wühlen uns aus den Betten. Eine halbe Stunde später sitzen wir bei der Morgenmeditation. Danach kommt eine Qigong Lehrerin und zeigt uns fünf Formen: Drache, Tiger, Schlange, Kranich und eine habe ich wohl vergessen. Mir gefällt es sehr gut und ich würde sie gerne mal besuchen. Sie bietet nämlich an bei ihr im Garten zu campen und eine Woche mit ihr zu trainieren, gemeinsam zu kochen und zu musizieren. Leider bricht ein Mädchen zusammen, wohl weil sie unterzuckert ist, doch zum Glück verletzt sie sich nicht und ist bald wieder wohl auf.

Danach sammelt der Mönch Reis von uns ein, den wir zuvor im Speisesaal abgeholt haben. Wir lernen, dass die Mönche morgens barfuß durch die Gegend wandern und Spenden in jeglicher Form, meist Essen, entgegennehmen. Zum Dank sprechen Sie eine Art Segen für den Spender.

Ich stehe ganz hinten in der Reihe, weil ich mich nicht beeilt habe. Nicht mehr auf dem Platz, sondern schon in Gras. Nachdem der Mönch auch meinen Reis eingesammelt hat, bedeutet er mir auf den Platz zu kommen. Ich verstehe nicht ganz warum und was genau er will, doch schließlich trete ich vor und als er sich umdreht folge ich ihm. Vielleicht geleitet er uns jetzt zum Frühstück? Es stellt sich heraus, dass wir uns hinknien sollen und ich wohl eigentlich nur bis auf den Platz treten sollte, um nicht im Gras knien zu müssen. Tja, nun bin ich aber in der Mitte des Platzes und die Schlange ist mir gefolgt. Ich knie mich also einfach an Ort und Stelle hin. Die anderen tun es mir nach und der Mönch segnet uns alle. Dann gibt es endlich Frühstück.

Bis zur Abfahrt wird die meiste Zeit meditiert. Bei der letzten freien Meditation merkt man allerdings deutlich, dass vielen die Puste ausgeht.

Auf der Rückfahrt stellt sich heraus, dass einer der Teilnehmer am Tag vor uns nach Neuseeland fliegt und danach ebenfalls nach Australien. Ob wir ihn wiedersehen?

Wir verabschieden uns und ziehen wieder unserer Wege.

JONGLIERCONVENTION IN PAI
Tag 43 (24.11.2016)

Wir besuchen einen alten Bekannten von Dario’s Tante Dinah. Er hat außerhalb von Chiang Mai eine kleine Künstlerlodge. Er vermietet Schlafräume, ein Keramikatelier und eine Probebühne. Seine Frau Noy ist viel jünger als er und sie haben eine Tochter namens Lea. Ein aufgewecktes Mädchen die genau wie ihre Mutter perfekt Englisch spricht, zudem Thai und Deutsch versteht sie auch. Abends spielen wir mit ihr Karten und machen Späße mit der Katze. Schlafen dürfen wir unter einem Bambusdach, denn die anderen Schlafmöglichkeiten sind alle gebucht.

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KOCHKURS
Tag 44 (25.11.2016)

Wir stehen früh auf und fahren zurück nach Chiang Mai, denn für heute haben wir einen Kochkurs gebucht. Wir haben Glück, unsere Kursleiterin ist super nett, beantwortet all unsere Fragen, gibt uns gute Adressen zu Voluntierfarmen und nimmt es mit Humor einen „Profi“ im Kurs zu haben.

Der Kurs ist recht simpel, gut aufgebaut und lecker. Ich lerne ein bisschen Kochen und Dario analysiert begeistert den Kurs.

DEN BERG HINAUF UND HINAB
Tag 45 (26.11.2016)

Wir machen noch eine Tour, die wir uns nicht entgehen lassen wollen. Wir fahren auf den Berg von Chiang Mai. Er ist allerdings so touristisch wie erwartet. Und wo immer wir in letzter Zeit sind, es wird immer gefilmt. Heute eine Szene fuer einen Film…

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Wir genießen die Fahrt, finden bei den Tribes schöne Jonglierhosen und treten schließlich die Rückreise per Nachtbus nach Bangkok an.