Chiang Mai

ANKUNFT IN CHIANG MAI
Tag 5 (17.10.2016)

Wir kommen gegen 8Uhr morgens am Busbahnhof in Chiang Mai an. Wir sind noch ganz schön müde, da wir bei fast jedem Stop aufgewacht sind. Also setzen wir uns erst mal hin. Die Busstation hat Wifi. Logisch, wie überall.
Schließlich machen wir uns auf, wieder zu Fuß und machen uns auf die Suche nach den zwei Hotels, die wir gerade ausgesucht haben. Unterwegs kommen wir an winzigen Straßenständen vorbei. Nicht nur die obligatorischen Futterstände, sondern auch Schuster und Schneiderinnen.

Für 50 Cent kaufen wir einen ganz Bund Bananen und naschen unterwegs bis wir nicht mehr können. Dann verschenken wir sie.

Wir suchen das eine Hotel, finden aber nur das andere. Also übernachten wir im Tabaeh Garden Hotel für ca. 12€ pro Nacht. Es ist das schönste und sauberste Zimmer bis jetzt.

Dario schickt Kim, seinem Freund aus Kindertagen, der auch gerade in Thailand ist, eine Nachricht. Er ist schon über einen Monat da, hat allerdings gesagt er wolle im Gegensatz zu uns eher in den Süden. Wir wollen wissen wie es ihm so ergangen ist.

Wir machen uns frisch und gehen zum nächsten Tempel. Er wurde gerade renoviert und wir beobachten eine Weile die Männer und Frauen, die auf der Treppe sitzend die Dekorelemente formen.
Als wir uns das kleinere Tempelgebäude anschauen wollen, winkt uns ein Mönch herein. Er deutet auf ein Schild, das besagt der hier sitzende Buddha sei 300 Jahre alt. Anschließend nimmt er ein weißes Armbändchen und bedeutet Dario seinen rechten Arm auszustrecken. Mit der Handfläche nach oben. Dann beginnt er zu rezitieren und streicht mit dem Band über Darios Handgelenk. Anschließend knotet er es doppelt und schneidet es ab. Die Plastikschere passt unseres Empfindens nach nicht so recht zur Zeremonie. Trotzdem genießen wir den Moment mit diesem alten Mönch. Er wiederholt den Vorgang nun bei mir und als Dank legen wir ihm etwas Geld in eine Schale, in der sich bereits einige Scheine befinden.

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Gemütlich setzen wir uns in den Schatten auf eine Bank und machen erste Skizzenversuche. Ich erkläre Dario die Technik, die ich im Studium gelernt habe und versuche selbst wieder hinein zu finden. Der Tempel mit seinen vielen Versprüngen, gekrümmten Dächern und Dekorationen erweist sich hierbei als hartnäckiger Widersacher.

Zum Abendessen spazieren wir Richtung Innenstadt und finden in einer Seitengasse ein kleines Lokal mit Bodenmatten und einer sehr netten Gastgeberin. Wir teilen uns ein wundervolles Curry und reden mit der Dame, die ausgezeichnet Englisch versteht und spricht. Das Häuschen ist gleichsam Lokal und Gasthaus.

Kim

Dario loggt sich ins Internet ein und die Antwort von Kim erreicht uns: „bin auch in Chiang Mai“. Er schickt uns seinen Standort – es sind 400 Meter.

Wir verbringen einen netten Abend in Chiang Mai und verabreden uns für den nächsten Tag zum Frühstück.

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POI SPIELEN IM KLOSTER
Tag 6 (18.10.2016)

Wir frühstücken gemeinsam, dann fährt Kim nach Pai. Das liegt nahe der Grenze zu Myanmar und wir haben auch schon davon gehört. Wir entscheiden Kim in zwei Tagen zu folgen um seine letzte Woche mit ihm zu verbringen.

Nach seiner Abfahrt spazieren wir zu einem großen Tempel der Teil einer Klosterschule ist. Kim hat ihn uns empfohlen. Dort werden Meditationskurse angeboten, nur leider nicht heute. Wir nehmen einen Flyer mit, wir kommen ja wieder nach Chiang Mai.

Die Klosteranlage ist schön. Wir bleiben dort, zeichnen, essen und spielen Poi. Während wir spielen kommen immer wieder Touristen vorbei und freuen sich über unsere Künste. Auch die kleinen Mönche sehen gerne etwas zu. Später kommt sogar ein Mönch mittleren Alters und bringt uns zwei Flaschen Wasser.

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Abends wandern wir noch zum Studentenmarkt. Dort bekommt man alles mögliche sehr günstig und tatsächlich sehen wir dort hauptsächlich Einheimische und kaum Touristen. Allerdings sind wir so müde, dass wir nicht sehr lange bleiben und die 6 km zum Hotel tatsächlich mit dem Bus fahren. Hier in Chiang Mai gibt es kleine rote Sammelbusse. Von den Einheimischen lernen wir, dass man innerhalb der Stadt für 20Baht pro Person (ca. 50 Cent) fahren kann.

Wir genießen die Dusche in unserem schönen Hotelbad.

FUTTERMARKT
Tag 7 (19.10.2016)

Wir ziehen um zu der netten Dame mit dem guten Curry, die uns einen super Preis macht. Den restlichen Mittag verbringen wir auf der Terrasse des Gästehauses, jonglieren ein wenig und lernen ein deutsches Paar mit kleinem Kind kennen. Auch keine schlechte Idee: Reisen statt Kindergrippe.

Abends gehen wir zu einem Futtermarkt und genießen das Essen. Als wir mit essen fertig sind, sehen wir eine kleine Frau, die einen langen Stock mit großen Tüten an beiden Enden auf der Schulter trägt. Dario möchte wissen ob sie Hilfe braucht und es ergibt sich, dass er ihr die Last bis über die Ampel trägt. Sie bedankt für die Hilfe, die etwas ganz selbstverständliches zu sein scheint, und verschwindet um die Ecke.

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Auf dem Heimweg finden wir ein wunderschönes wenn auch leeres Restaurant. Ein großer Innenhof mit Figuren, Licht und Musik. Wir fragen, ob wir etwas Poi spielen dürfen und genießen die Stimmung. Am Ende bedanken wir uns bei den Kellnern und die Kellner sich bei uns für die Unterhaltung.

Morgen wollen wir weiter nach Pai.

POI SPIELEN IM „TWO FACES“

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1 Gedanke zu „Chiang Mai

  1. Hi zusammen,

    huhuuu..endlich kam man erneut ins Vergnügen einen weiteren Bericht von Euch beiden zu lesen.
    Vielen Dank für die tollen Bilder und vor allem für die sehr schöne Aufführung. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht das Video anzuschauen!

    Winterliche Grüße aus Eifel!

    Lisa

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